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Warmbronn

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Warmbronn
Stadt Leonberg
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4320)&title=Warmbronn 48° 46′ N, 8° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4320) 48° 45′ 49″ N, 8° 59′ 15″ O
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Höhe: 417 m
Fläche: 4,87 km²
Einwohner: 4320 (2022)<ref>Citypopulation. Abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 887 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 71229
Vorwahl: 07152

Warmbronn ist ein Ortsteil von Leonberg im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg mit rd. 4300 Einwohnern. Der Ort war bis 1974 eine selbstständige Gemeinde.

Geografie und Verkehr

Warmbronn liegt am Maisgraben-Tal und ist an drei Seiten von bewaldeten Hügeln umgeben. Der Ort liegt naturräumlich im Übergangsbereich vom Glemswald zum Heckengäu im Keuper. Die höchste Erhebung ist der bewaldete Warmbronner Kopf mit 517 Metern. Der Bachlauf des Maisgrabens wurde als ökologische Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der B 295 weitgehend renaturiert.

Die Nachbargemeinden sind Renningen, Magstadt und Stuttgart (Stadtbezirk Vaihingen).

Durch Warmbronn verläuft die Kreisstraße K 1008 von Renningen in Richtung Stuttgart (17 Kilometer bis zum Zentrum). Die K 1009 führt zur B 295, auf der man den Anschluss Leonberg-West der A 8 sowie Leonberg erreicht.

Als Öffentliche Verkehrsmittel fahren von Leonberg aus die Linien 631 und 632 durch den Ort, erstgenannte fährt über Sindelfingen weiter nach Böblingen. Die Buslinie 747 führt von Renningen über Warmbronn zur Universität in Stuttgart-Vaihingen. Alle drei Verbindungen sind in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart integriert.<ref>Verkehrslinienplan Leonberg / Weil der Stadt. (PDF; 4,6 MB) Abgerufen am 3. Juni 2023.</ref>

Geschichte

Datei:Fachwerkhaus in Warmbronn - geo.hlipp.de - 6942.jpg
Ortsbücherei mit ev. Kirche im Hintergrund
Datei:Backhaus und ev. Kirche in Warmbronn.JPG
Ev. Kirche und Backhaus
Datei:Blick auf Warmbronn.JPG
Blick von der Maisgraben-Aue auf die Ortsmitte

Der Ort wurde 1100 erstmals urkundlich erwähnt, 10 von insgesamt 13 Höfen gingen in den Besitz des Klosters Hirsau über. 1452 endete die Klosterherrschaft; die württembergischen Grafen Eberhard und Ludwig erwarben im Tausch alle Güter und Rechte in Warmbronn.

Bis zur Reformation gehörte die Warmbronner Pfarrei zum Bistum Konstanz. 1784 wurde die evangelische Täufer-Johannes-Kirche (Pfarrkirche) von Kirchenrats-Baumeister Wilhelm Friedrich Goez neu errichtet.

In der Amtszeit von Bürgermeister Eberhard Fork (1962 bis 1972) stieg die Einwohnerzahl von 900 auf 2300 im Jahr 1970. 1974 hatte Warmbronn bereits 3852 Einwohner.<ref>Wie sich Warmbronn binnen zehn Jahren verfünffacht hat. In: stuttgarter-zeitung.de, 11. Februar 2022.</ref> Am 1. Januar 1975 wurde Warmbronn zusammen mit Höfingen und Gebersheim in die Stadt Leonberg eingemeindet.<ref></ref>

1978 wurde die Staigwaldhalle, 1981 die Zweigstelle der Bücherei, 1982 das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Im Landschaftsschutzgebiet befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft die 1989 errichtete katholische Franziskuskirche und das 2002 eröffnete neue evangelische Gemeindehaus.

Das Rathaus ging 2008 in den Besitz der Bürgerstiftung über und wurde mit ehrenamtlichem Engagement saniert und umgebaut. Am 19. November 2010 wurde es als „Bürgerhaus“ neu eröffnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vom Rathaus zum Bürgerhaus (Memento vom 26. August 2012 im Internet Archive) Bürgerstiftung Warmbronn, abgerufen am 21. Juli 2012.</ref> Neben der Ortschaftsverwaltung und dem Sitzungssaal des Ortschaftsrates befinden sich darin die Poststelle, die Geschäftsstelle des Sportvereins und Räumlichkeiten für Veranstaltungen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1961 826
1970 2267
1992 4205
1996 4143
2000 4286
2004 4357
2008 4219
2011 4143
2016 4310
2023 4286

Politik

Datei:Bürgerhaus in Warmbronn.JPG
Bürgerhaus

Der Ortschaftsrat hat zehn Mitglieder. Die Sitzverteilung seit den Kommunalwahlen 2024:

Partei/Wählerliste Sitze
Warmbronner Liste 6
Freie Wähler (FWV) 2
Grüne 1
CDU 1

Wappen: In Grün ein silberner Doppelhaken.

Öffentliche Einrichtungen

  • Die Grundschule Warmbronn besteht seit 1962 im Schul- und Sportzentrum Staigwald.
  • Im April 2014 wurde das Kinderhaus Warmbronn eingeweiht, das die bisherigen drei Standorte der beiden Kindergärten ersetzte und auch Kleinkinderbetreuung anbietet. Im September 2023 ging mit dem Kinderhaus Binsenweg eine Interimskita in Betrieb.<ref>Platz für 62 Warmbronner Kinder. In: stuttgarter-zeitung.de, 1. März 2023.</ref>

Vereine und Organisationen

Veranstaltungen

  • Maifest, jährlich stattfindendes Ortsfest Ende Mai/Anfang Juni
  • Waldmeisterlauf, Volkslauf mit jährlich ca. 1600 Teilnehmern, 2019 zum 43. Mal<ref>Website Waldmeisterlauf, abgerufen am 21. Juli 2012.</ref>
  • Hirschbrunnenfest des Obst- und Gartenbauvereins jeweils am ersten Sonntag im Juli im Vereinsgarten beim historischen Hirschbrunnen (der früher in der Ortsmitte stand)
  • Warmbronner Open Air, 2019 zum 35. Mal<ref>Website des Warmbronner Open Airs, abgerufen am 16. Juli 2013.</ref>
  • Warmbronner Feuerwehrtage, alle zwei Jahre stattfindendes Fest der Feuerwehr
  • Narrenzunft Beerlesklopfer: „Häsabstauben“, Zunftball und „Rathaussturm
  • Apfel-, Nuss- und Mandelkern, jährlicher Weihnachtsmarkt am ersten Samstag im Dezember

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Leonberg Otto-12 050.jpg
Christian-Wagner-Brunnen
  • Der Christian-Wagner-Brunnen befindet sich im Ortszentrum. Er wurde vom Warmbronner Architekten Frei Otto entworfen und 1995 eingeweiht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Christian Wagner Brunnen, Warmbronn (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive) Stuttgarter-Zeitung.de, 30. Dezember 2010, abgerufen am 21. Juli 2012.</ref>
  • Das Christian-Wagner-Haus beherbergt ein Museum zu Christian Wagner und zur Ortsgeschichte.
  • Die Ortsbücherei befindet sich in einem alten Fachwerkhaus. Sie ist eine Zweigstelle der Stadtbücherei Leonberg.

Wirtschaft

Einkaufen

Jeden Donnerstag findet ein kleiner Wochenmarkt statt. Für die Grundversorgung der Bevölkerung gibt es einen kleinen Supermarkt sowie zwei Bäckereifilialen.

Unternehmen

Internetanbindung

Seit August 2011 gibt es eine VDSL-Verbindung für Warmbronn, die von dem EnBW-Tochterunternehmen NetCom BW betrieben wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Internet-Ausbaugebiete Neckarcom (Memento vom 22. Juni 2012 im Internet Archive), abgerufen am 21. Juli 2012.</ref> Sie wurde von der Stadt Leonberg mit Hilfe von Fördergeldern des Landes gebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neckar-Com will Warmbronn vernetzen (Memento vom 27. April 2014 im Internet Archive), Stuttgarter-Zeitung.de, 20. Oktober 2010.</ref>

2020/21 wurde Warmbronn von der Deutschen Telekom mit Glasfaseranschlüssen (FTTH) ausgestattet.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Monica Mather, Renate Stäbler: Warmbronn – Geschichte eines altwürttembergischen Fleckens (= Beiträge zur Stadtgeschichte, Band 10). Leonberg 2009, ISBN 978-3-933636-11-9.
  • Monica Mather, Renate Stäbler: Warmbronn im Königreich Württemberg. Vom mühevollen Leben in der „guten alten Zeit“. Eigenverlag, Warmbronn 2006.
  • Wilfried Setzler u. a.: Leonberg – eine altwürttembergische Stadt und ihre Gemeinden im Wandel der Geschichte. Stuttgart 1992.
  • Ev. Kirchengemeinde Warmbronn: Zweihundert Jahre Täufer-Johannes-Kirche Warmbronn. Warmbronn 1984.

Weblinks

Commons: Warmbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein