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Pahres

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Pahres
Gemeinde Gutenstetten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(112)&title=Pahres 49° 37′ N, 10° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(112) 49° 37′ 11″ N, 10° 39′ 19″ O
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Höhe: 283–294 m ü. NHN
Fläche: 4,22 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: ca. 112 (2011)<ref name="Gemarkung"/>
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91468
Vorwahl: 09163
Datei:Gutenstetten Gemarkungen Karte.jpg
Karte
Die Gemarkung Pahres liegt im Südosten der Gemeinde Gutenstetten

Pahres (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈpaːʁəs] <phonos file="De-Paares.ogg"></phonos>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gutenstetten im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Pahres hat eine Fläche von 4,220 km². Sie ist in 460 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9174,24 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Pahres (093264). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 30. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Das Dorf liegt am südlichen Aischufer. Etwa 1 km südlich erhebt sich der Ziegenhoferberg (333 m ü. NHN). Die Kreisstraße NEA 12 führt nach Reinhardshofen (0,8 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 470 (1 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur B 470 (0,6 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

1232 wurde der Ort als „Paris“ erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich gehörte der Ort zum Hochstift Würzburg. 1303/17 verlieh dieses Conrad und Hartung von „Paris“ den Zehnten. 1317/22 gehörte Gutend von Seckendorff der halbe Zehnten im Ort, daneben zwei Wiesen gemeinsam mit einem Herrn Hörauf und ein Lehen gemeinsam mit seinen Brüdern Arnold und Aberdar von Seckendorff. Bis 1356 waren auch die Herren von Hohenlohe im Ort begütert. 1356 belieh Gerlach von Hohenlohe den Kunz von Seckendorff mit der Mühle in Pahres. Daneben waren die Klöster Birkenfeld, Münchaurach und Münchsteinach und die Reichsstadt Nürnberg im Ort begütert. Im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg des Jahres 1361/64 wurde auch burggräflicher Besitz angegeben, der seit 1427 brandenburg-kulmbachisch wurde.<ref>H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 119.</ref>

Seit 1663 ist die Privatbrauerei Hofmann belegt.<ref>Pahres auf der Website gutenstetten.de</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Pahres 25 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus. Grundherren waren das Fürstentum Bayreuth (21 Anwesen; Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 1 Braustatt, 1 Schmiede, 1 Gut, 1 Haus; Kastenamt Neustadt an der Aisch: 1 Häckersgut, 1 Häuslein, Synagoge; Klosteramt Münchsteinach: 2 Tropfhäuslein, 1 Haus, 4 Häuslein; Klosteramt Münchaurach: 1 Gut, 2 Halbgüter; Klosteramt Birkenfeld: 1 Widumsgut, 2 Gütlein), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Halbhof, 2 Güter) und der Nürnberger Eigenherr Haller von Hallerstein (1 Hof).<ref name="H122">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 122.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Jahre 1810 kam Pahres an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pahres 1811 dem Steuerdistrikt Gutenstetten zugeordnet. Im Jahre 1813 entstand die Ruralgemeinde Pahres, zu der Eckenhof, Rappoldshofen, Reinhardshofen und Ziegenhof gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde Pahres aufgelöst:

Die Ruralgemeinde Pahres war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1919 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim).<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 188.</ref> Ab 1862 gehörte Pahres zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Neustadt an der Aisch (1879 in das Amtsgericht Neustadt an der Aisch umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,204 km².<ref name="OV 1961"/>

Am 1. Juli 1972 wurde Pahres im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gutenstetten eingemeindet.<ref> </ref><ref>Gutenstetten > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. Mai 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 4: eingeschossiges Wohnstallhaus, 18. Jahrhundert; Satteldach mit Fledermausgauben, Ecklisenen, Gurtbänder auch im Giebel; horizontal zweigeteilte Haustür mit aufgedoppelten Rauten<ref name="S154">R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 154. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen; ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
  • Haus Nr. 5: eingeschossiges Wohnstallhaus, Haustür wie an Nr. 4; 18. Jahrhundert<ref name="S154"/>
  • Haus Nr. 15: eingeschossiges Wohnstallhaus, Erdgeschoss verputzt, Giebel Fachwerk; Haustür horizontal geteilt, aufgedoppelte Rauten; Mitte 18. Jahrhundert<ref name="S154"/>
  • Haus Nr. 21 (= Am Wiesengrund 2): Mühle<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Gutenstetten (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Haus Nr. 40/4012 (= Neustädter Str. 2/4): Doppelhaus<ref name="Denkmalliste"/>

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Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 211 266 254 237 218 212 216 208 188 182 164 152 137 143 149 149 138 137 124 197 215 189 162 141 119
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 36 41 43 39 38 36 30 32 33 29
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 70 (Digitalisat). Pahres: 203 Einwohner, 34 Häuser; Ziegenhof (S. 107): 8 E., 2 H.</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 200 (Digitalisat). Pahres: 258 Einwohner, 39 Häuser; Ziegenhof: 8 E., 2 H.</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 180, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1057, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat). Pahres: 202 Einwohner; Ziegenhof: 16 E.</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 168 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1223, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1157 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1229 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1267 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1100 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 807 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 175 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 339 (Digitalisat).</ref>

Religion

Pahres ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Kilian (Reinhardshofen), die eine Filiale von St. Johannes Baptist und Laurentius (Gutenstetten) ist.<ref name="H122"/><ref name="OV 1961"/>

Nachdem 1818 im Königreich Bayern dem Judentum das Recht zur Religionsausübung zugesichert worden war, wurde in Pahres für 4313 Gulden eine Synagoge erbaut. Diese wurde mangels Bedarfes 1880 nach Neustadt verlegt, wo sich seit 1864 wieder Juden niedergelassen hatten, die zunächst der Israelitischen Kultusgemeinde Diespeck angehörten.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

Persönlichkeiten

Aus Pahres stammt der als Sohn eines Brauereibesitzers geborene Dachsbacher und Neustädter Arzt, Nürnberg-Fürther Gerichtsarzt und Erlangener und Münchner Universitätsprofessor Moritz Hofmann (1843–1906).<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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