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Jochen Horst

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Jochen Horst (* 7. September 1961 in Osnabrück) ist ein deutscher Schauspieler. Er wurde 1987 mit der Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs bekannt; ab 1995 spielte er die Hauptrolle in Balko. Später folgten Rollen beispielsweise in Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5 oder Rote Rosen.

Karriere

Horst absolvierte von 1982 bis 1986 in Graz die staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst<ref>Jochen Horst bei Filmmakers, abgerufen am 15. Februar 2023</ref> mit Auszeichnung im Studienbereich Schauspiel und wechselte anschließend nach London, um am Lee-Strasberg-Institut unter Anna Strasberg zwei weitere Jahre sein Studium des Method Acting zu vertiefen.

Horst wurde 1986 zusammen mit Anne Bennent mit dem O.-E.-Hasse-Preis als Bester Newcomer des Jahres ausgezeichnet und einem breiten Publikum in der Rolle des Sascha, Graf von Guldenburg, in der Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs bekannt, den er von 1987 bis 1990 in 23 Folgen verkörperte. Daran schlossen sich Rollen in Fernsehserien sowie Fernsehfilmen an, so auch die des Kriminalhauptkommissars Balko, die er von 1995 bis 1998 in 48 Folgen spielte. 1996 wurde Horst für diese Rolle ebenso wie seine Kollegen Dieter Pfaff und Ludger Pistor mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Als Victor – Der Schutzengel war Horst 2000/2001 in elf Folgen als Engel Victor Petri unterwegs, der nach seinem Tod zurückkehrt, um einen Versicherungsbetrug aufzudecken und seinen Sohn vor einem hinterhältigen Attentäter zu schützen.

In der Anwaltsserie Typisch Sophie spielte er 2004/2005 neben Sophie Schütt und Bernhard Schir in 18 Folgen eine der Hauptrollen. Von 2008 bis 2011 verkörperte Horst den Reiterhofbesitzer Stefan Hagen in der Fernsehserie Die Stein, einer Potsdamer Lehrerin, die von Julia Stemberger gespielt wurde. Von 1992 bis 2017 war er fünfmal in verschiedenen Rollen und zu unterschiedlichen Zielen mit dem Traumschiff unterwegs. 2013 und 2020 spielte Horst in den 2 Staffeln (18 Folgen) der Sitcom Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5 den cholerischen Chef Wolf Berger. In der Telenovela Rote Rosen war er 2015/2016 als Teilchenphysiker Dr. Arthur Burgstett in 126 Episoden besetzt.

Horst wirkte auch in internationalen Produktionen mit wie 1990 in dem Thriller Die Entführung der Achille Lauro, der die Entführung des italienischen Luxusliners durch vier Palästinenser thematisiert und in dem Burt Lancaster und Eva Marie Saint die Besetzungsliste anführen, sowie 1993 in dem Filmdrama Der Zementgarten mit Charlotte Gainsbourg und Andrew Robertson. Horst spielt Derek, den Freund der von Charlotte Gainsbourg verkörperten Julie. In der Geschichte leben vier Geschwister, nachdem ihre schwerkranke Mutter gestorben ist, mit deren Leiche im Keller allein auf sich gestellt in einem abgelegenen Haus. Horst tritt zudem auch immer wieder im Theater auf.

Privatleben

Horst heiratete 1995 seine Schauspielkollegin Anouschka Renzi. Mit ihr hat er eine Tochter. Die Ehe wurde im Jahr 2000 geschieden. Im November 2002 heiratete er das Model Tina Ciamperla. Mit ihr bekam er einen Sohn.<ref>Jochen Horst. In: prisma. Abgerufen am 19. Oktober 2017.</ref><ref>Ingo Gentner: Kein Problem damit, nicht zu arbeiten. In: viva.de. Februar 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Februar 2013; abgerufen am 19. Oktober 2017.</ref> Er lebte mit seiner Familie auf Mallorca,<ref>Thomas Reunert: Ins Licht gesetzt: Jochen Horst. In: derwesten.de. 25. April 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. September 2015; abgerufen am 19. Oktober 2017.</ref> bevor er nach Deutschland zurückkehrte.<ref name="Bio">Jochen Horst. In: komoedie-berlin.de. Abgerufen am 19. Oktober 2017.</ref> Er lebt heute in Basel.

Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte Horst für die Partei Bündnis Deutschland.<ref>Redaktion: Bündnis Deutschland startet mit Vizeadmiral a. D. Schönbach und Ökonom Krall in den Wahlkampf. In: lokalklick.eu. 16. Januar 2025, abgerufen am 20. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Filmografie (Auswahl)

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Theaterengagements (Auswahl)

  • 2008: Steppenwolf in Hamburg<ref>Paul Barz: Jochen Horst: Ein smarter Familienmensch. In: Westdeutsche Zeitung. 10. März 2008 (wz.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).</ref>
  • 2017: Und Gott sprach: Wir müssen reden! in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm<ref name="Bio" />
  • 2018: Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg bei den Karl-May-Spiele Bad Segeberg

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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