Pristan
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Struktur von Pristan | |||||||||||||||||||
| Vereinfachte Strukturformel ohne Angabe der Stereochemie | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Pristan | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C19H40 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 268,51 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
0,78 g·ml−1<ref name="Thermofisher" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−100 °C<ref name="roempp">Eintrag zu Pristan. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
296 °C<ref name="Thermofisher" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in vielen organischen Lösungsmitteln<ref name="roempp" /> | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,4370 (20 °C)<ref name="CRC90_3_480">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-480.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Pristan (systematischer Name: 2,6,10,14-Tetramethylpentadecan) ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung, ein farbloses Öl. Es ist ein Bestandteil von Mineralölen, der zu den verzweigten Alkanen gehört. Der Name kommt vom lateinischen: pristis („Hai“).<ref>Alexander Erich Eugen Senning: The etymology of chemical names: tradition and convenience vs. rationality in chemical nomenclature. De Gruyter, Berlin Boston 2019, ISBN 978-3-11-061106-9, S. 51.</ref> Pristan ist eine reaktionsträge und stabile Substanz, die in allen Lebewesen vorkommt.
Vorkommen
Pristan wurde zuerst im Haifischleberöl entdeckt (Gehalt bis zu 14 %). Es wird von Bakterien, Algen, höheren Pflanzen produziert, aber auch in verschiedenen Gewebetypen des Menschen und der Kuh, sowie in Rattenleber und Wollwachs gefunden. Marine Vorkommen sind im Zooplankton, Hummer, Haien, Walen. Fossile Öle und altertümliche Sedimente können Pristan enthalten.<ref>E. J. McKenna, R. E. Kallio: Microbial metabolism of the isoprenoid alkane pristane. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 68, Nr. 7, Juli 1971, S. 1552–1554, PMID 4327007 (PDF).</ref>
Stereoisomerie
| Natürliches Pristan |
|---|
| Meso-Pristan meso-Stereoisomer |
| Stereoisomere des synthetischen Pristans |
|---|
| (R,R)-Pristan (R,R)-Stereoisomer |
| (S,S)-Pristan (S,S)-Stereoisomer |
| Meso-Pristan meso-Stereoisomer |
Pristan besitzt, aufgrund der Methylgruppen an den Kohlenstoffatomen 6 und 10, zwei Stereozentren. Im natürlich vorkommenden Pristan zeigt eines dieser Stereozentren (R)-Konfiguration, das andere (S)-Konfiguration, es ist somit eine meso-Verbindung. meso-Pristan besitzt eine Spiegelebene und ist trotz zweier Stereozentren nicht chiral.<ref>Meierhenrich: Amino acids and the asymmetry of life, Springer-Verlag, 2008, ISBN 978-3-540-76885-2.</ref> Synthetisches Pristan besteht aus drei Stereoisomeren:
- (6R,10R)-Pristan,
- (6S,10S)-Pristan und
- meso-Pristan.
Im synthetischen Pristan sind die Enantiomere (6R,10R)-Pristan und (6S,10S)-Pristan im Verhältnis 1:1 enthalten; der Anteil an meso-Pristan schwankt je nach Herstellungsverfahren.
Verwendung
Anwendung findet Pristan in der Industrie als Schmiermittel, Korrosionsschutz oder Transformatorenöl. Es kann auch dazu benutzt werden, um Termiten anzulocken.<ref>Patent US6352703B1: Compositions and methods for detecting and killing termites. Angemeldet am 8. Dezember 1998, veröffentlicht am 5. März 2002, Anmelder: Louisiana State University, Erfinder: Gregg Henderson, Jian Chen, Roger A. Laine.</ref> Sein Vorkommen in Mineralöl hilft bei der Bestimmung von Ölverschmutzern, da es – wie auch andere Verbindungen (so genannte Marker) – in verschiedenen Ölen in charakteristischen Mengenverhältnissen nachweisbar ist.
Darüber hinaus wird Pristan im medizinischen Bereich verwendet, wo es Mäusen, die Antikörper produzieren sollen, als Immunsuppressivum ins Peritoneum gespritzt wird. Dabei erzeugt es in Mäusen Plasmozytome ähnlich wie bei einem Lupus erythematodes, was nützlich für die Untersuchung von Autoimmunerkrankungen ist. Außerdem erzeugt es in Ratten Arthritis und hilft damit beim Studium dieser Erkrankung.<ref name="Sigma" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Alkan