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Rosna

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Rosna
Stadt Mengen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(274)&title=Rosna 48° 0′ N, 9° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(274) 48° 0′ 20″ N, 9° 19′ 28″ O
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Höhe: 585 m
Fläche: 3,49 km²
Einwohner: 274 (20. Dez. 2010)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88512
Vorwahl: 07576
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Rosna ist ein Teilort der Stadt Mengen im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) mit 274 Einwohnern (Stand: 20. Dezember 2010<ref name="Kommunaldaten">Angaben nach Sabine Reger, Hauptamtsleiterin der Stadt Mengen, vom 13. Januar 2011.</ref>).

Geographische Lage

Das Dorf Rosna liegt am linken Rand des Ostrachtals<ref name="Amtliche Beschreibung">Rosna (Altgemeinde/Teilort) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)</ref>, im Übergangsbereich von einem in kleine Seitentälchen geteilten Höhenrücken<ref name="Kommunale Beschreibung">Rosna auf der Internetseite der Stadt Mengen</ref>, auf eine Höhe von 585 m ü. NN zur Talaue der rund 600 Meter östlich des Rosnaer Ortskerns von Richtung Süd in Richtung fließenden Ostrach. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 349 Hektar<ref group="A">Gemarkungsfläche 3.486.242 m²</ref> (Stand: 23. Dezember 2010<ref name="Kommunaldaten" />).

Geschichte

In der Nähe von Rosna befinden sich hallstattzeitliche Grabhügel aus der Zeit um das 8. bis 5. vorchristliche Jahrhundert.<ref name="Kommunale Beschreibung" />

Rosna selbst fand erstmals um 1209<ref name="Kommunale Beschreibung" /><ref name="Amtliche Beschreibung" /> (bis spätestens um 1220) im Zusammenhang mit dem hier sesshaften Rittergeschlecht der fratres de Rosinŏwe (Herren von Rosna) in einem Verzeichnis entfremdeter Güter, Vogteien und Leute Erwähnung, das sich unter den Urkunden des Klosters Weißenau befindet. Die Urkunde wurde ohne Orts- und Zeitangabe verfasst, bezieht sich aber laut Historiker nicht auf dem Kloster entfremdete Güter, sondern auf staufische Besitzungen aus der gräflich Pfullendorfer Erbschaft, welche die Könige Philipp, Otto IV. und Friedrich II. veräußert hatten. Die erste Erwähnung erfuhr der Ort, als die Weiler Stadelhofen und Sahlenbach sowie zwei Wälder bei der Stadt Pfullendorf, die insgesamt 20 Pfund erbrachten, veräußert wurden und sich nunmehr im Besitz der Herren von Rosna befanden. Dieser undatierte Verkauf wird daher nicht vor 1209 (rex Philippus bone memorie; 1208 starb Philipp) stattgefunden haben, eher aber in einem der folgenden Jahre bis zum Tod Otto IV. im Jahre 1218 und Friedrichs Verlassen von Deutschland 1220.<ref>Vgl. Das Württembergische Urkundenbuch, Band III., Nr. N24, S. 483–484</ref>

Der im 13. und 14. Jahrhundert bezeugte Ortsadel hatte seinen Sitz auf der heute abgegangene Burg Rosna, die schon im Jahr 1373 als Burgstall bezeichnet wurde. Dieselbe Urkunde dokumentiert die seit 1373 bestehende Zugehörigkeit zur Klosterherrschaft Habsthal. Außerdem waren das Kloster Salem und Stift Buchau in Rosna begütert.

Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648), der Schlacht bei Ostrach am 21. März 1799 des Deutsch-Französischen Krieges und der beiden Weltkriege entstanden immer wieder schwerwiegende Zäsuren in der Entwicklung von Rosna.<ref>Kleiner Ort ganz groß: 800 Jahre Rosna. In: Südkurier vom 24. Juni 2009</ref>

Durch napoleonische Mediatisierung und Säkularisation fiel der Ort 1806 an Hohenzollern-Sigmaringen. Rosna gehörte fortan zum hohenzollerischen (ab 1850 preußischen) Oberamt Sigmaringen. Das 1925 in den Landkreis Sigmaringen überging.<ref name="Amtliche Beschreibung" />

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Rosna wurde im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg am 1. Januar 1975 in die Stadt Mengen eingemeindet.<ref></ref>

Religionen

Datei:Mengen, SIG - Rosna - Kirche St Michael v SW.jpg
Kirche St. Michael in Rosna

Für Rosna wurde 1275 die eigenständige Pfarrei Talheim oder Rosna ersterwähnt. 1432 kam es zur Inkorporation durch das Kloster Habsthal. Seit Errichtung der Pfarrei Habsthal 1825 war sie deren Filial; heute ist die Pfarrgemeinde Habsthal-Rosna Teil der röm.-kath. Kirchengemeinde Ostrachtal. Für die evangelischen Bewohner ist die Evangelische Kirchengemeinde Mengen zuständig.<ref name="Amtliche Beschreibung" />

Wappen

Blasonierung: In Gold ein stehender schwarzer Widder, oben links eine fünfblättrige schwarze Rose.

Der Widder ist Wappentier der Herren von Rosna, des ausgestorbenen Ortsadels. Diese waren ein Zweig der Ritter von Ramsberg und nannten sich nach Rosna.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die Kirche Sankt Michael in Rosna wird urkundlich 1321 genannt. Sie stammt aber wohl aus dem 12. Jahrhundert und war ursprünglich (wohl bis 1680) dem Heiligen Petrus geweiht. Die Kirche war bis zu ihrer Inkorporation in das Kloster Habstahl eine Pfarrkirche, danach Kapelle. Im Jahr 2012 wurde sie wieder zur Pfarrkirche – nunmehr der Pfarrei Habsthal-Rosna – bestimmt; zuvor war die Klosterkirche St. Stephan in Habsthal gleichzeitig die Pfarrkirche. Sie zeigt sich heute restauriert.<ref name="Amtliche Beschreibung" />
  • Oberhalb von Rosna befindet sich die unter der Stifterfamilie Josef und Erna Kugler gebaute Bruder-Klaus-Kapelle. Die Kapelle mit dem Gnadenbild der dreimal wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt, und einer aufgesetzten Glocke auf dem mit Biberschwänzen gedeckten Kapellendach ist dem heiligen Nikolaus von Flüe, auch „Bruder Klaus“ genannt, als Fürsprecher gewidmet.
  • Der Burgstall Rosna ist eine hochmittelalterliche Anlage bei Rosna.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Rosnaer Sommerfest der Weithartmusikanten

Verkehr

Rosna liegt an der Kreisstraße 8240.

Literatur

  • Karl Dehner: Zur Geschichte des Ortes Rosna, 1911
  • Friedrich Eisele: Die Herren von Rosna. In: Hohenzollerische Jahreshefte 3, 1936, S. 183–197.
  • Josef Kugler: Ortschronik Rosna. 800 Jahre Dorfgeschichte, Gmeiner Verlag, Meßkirch 2009, ISBN 978-3-8392-1029-1

Anmerkung

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Einzelnachweise

<references />

Weblinks

  • Rosna auf der Internetseite der Stadt Mengen
  • Rosna (Altgemeinde/Teilort) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)

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