Orlach
Orlach Gemeinde Braunsbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(213)&title=Orlach 49° 13′ N, 9° 49′ O
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| Höhe: | ca. 439 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 213 (30. Juni 2025)<ref>Zahlen & Fakten. Gemeinde Braunsbach, abgerufen am 21. Oktober 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 74542 | |||||
| Vorwahl: | 07906 | |||||
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Orlach ist ein Ortsteil der Gemeinde Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall im nördlichen Baden-Württemberg, zu dem das kleine Dorf Orlach und der Weiler Elzhausen gehören. Es war früher eine selbständige Gemeinde.
Geographie
Die Gemarkung Orlachs, auf der heute wenig über 200 Einwohner und damit rund 8 % der Gemeindebevölkerung leben<ref name="Gemeindewebsite-Braunsbach" />, liegt überwiegend im Unterraum Östliche Kocher-Jagst-Riedel des Naturraums Kocher-Jagst-Riedel und etwas östlich über dem tief in den Muschelkalk eingeschnittenen Tal des mittleren Kochers auf der dieses begleitenden, etwas welligen Hochfläche, die sich ostwärts bis zum Nachbarflusstal der Jagst erstreckt.<ref name="BfL-162" /> Die Gemarkung hat von Nord nach Süd eine Ausdehnung von fast fünf Kilometern, sie beginnt am Nordrand des Lietenholzes und endet, nach dem steilen Geländeabfall in die Unterlauf-Klinge des Grimmbachs, an dessen Gegenhang. Von West nach Ost liegt die größte Breite bei etwa zwei Kilometern. Sie umfasst in der Hauptsache den für den Feldbau genutzten Riedel zwischen der Grimmbachklinge im Osten und Süden sowie der Klinge des Orlacher Bachs und des weiten Kochertals im Westen. Die Höhe schwankt, ausgenommen kleinere und tiefere Flächen zu den Klingen am Rande hin, zwischen 420 m ü. NHN und etwa 470 m ü. NHN.
Orlach
Das Dorf Orlach liegt auf dem Sporn über der Mündung des Kräuchelbachs in den oberen Orlacher Bach auf Höhen um 439 m ü. NHN und damit mehr als 60 Höhenmeter über dem Zusammenfluss der Bäche in den beiden steilen Klingen. Es nimmt eine Siedlungsfläche von rund 10 ha ein, hinzu kommen einige neuere nahe Wirtschaftsgebäude in Satellitenlage. Der kleine, landwirtschaftlich geprägte Ort ist der merklich größere der beiden einzigen Teilorte auf der Gemarkung und liegt an der durch die Bachklinge von Braunsbach heraufsteigenden Landesstraße L 1036, die dann nach Langenburg jenseits des Jagsttales weiterführt. Im Ortsbereich gehen von ihr auf der Hochfläche zwei Kreisstraßen ab, eine nach dem Nachbar-Teilort Zottishofen im Norden und eine andere über das diesem zugehörige Niedersteinach nach dem Teilort Obersteinach der Kleinstadt Ilshofen im Osten.
Elzhausen
Der kleinere Weiler Elzhausen liegt etwa 2 km südlich von Orlach in fast gleicher Höhenlage am Ende einer als Kreisstraße eingestuften Stichstraße nahe am Abfall in die Klinge des mittleren Grimmbachs.
Geschichte
Orlach war früher eine selbständige Gemeinde. Durch die Lage im Winkel über den zwei steilen Bachklingen war es auf dieser Seite gut zu verteidigen, Wall und Graben schützten es einst zusätzlich zur Hochebene hin. Es hatte in geschichtlicher Zeit verschiedene (Teil-)Besitzer, darunter die von Gemmingen-Guttenberg, die von Morstein zu Bibersfeld, und war nacheinander limpurgisches, dann brandenburgisches, zuletzt württembergisches Lehen.<ref name="WOAB-Hall-B14" />
1469 wurde das ganze Dorf abgebrannt. Eine Schule wird 1600 erwähnt. Im April 1695 wurden 30 Gebäude eingeäschert. Orlach und Elzhausen gehörten bis 1803 zum Amt Bühler des von der Haller Landheeg eingefassten Territoriums der Reichsstadt Schwäbisch Hall, im 19. Jahrhundert war Orlach dann ein evangelisches Pfarrdorf im Oberamt Hall und hatte selbst im Jahr 1847 209 Einwohnern, zu welchem außer dem auch politisch zugehörigen Elzhausen (103 Einwohner) kirchlich auch noch Zottishofen und der heute auf Jungholzhausener Teilortgemarkung liegende Dörrhof gehörten.<ref name="WOAB-Hall-B14" /> Später gehörte es dem Altkreis Hall an. Am 1. Februar 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der Gemeindereform nach Braunsbach eingemeindet.<ref></ref>
Justinus Kerner hat in seinen Geschichten Besessener neuerer Zeit der Geschichte der Orlacherin Magdalene Grombach ein Kapitel gewidmet.
Sehenswürdigkeiten
Im Frankenholz und im Gewann Heg östlich von Orlach sowie südöstlich davon im Kindlesholz verläuft die heutige Grenze zum Gebiet der Stadt Ilshofen entlang der Trasse der ehemaligen Haller Landheeg, die mit Graben und Wall und einer undurchdringlichen Hecke gesichert war. Die typische Folgevegetation an diesen drei Stellen steht als Naturdenkmal unter Schutz.<ref name="LUBW-Naturdenkmal" />
In der Dorfmitte steht die markante Wehrkirche St. Kilian.
Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6724 Künzelsau, Nr. 6725 Gerabronn und Nr. 6824 Schwäbisch Hall
- Vorlage:OberamtWürtt
Einzelnachweise
<references>
<ref name="BfL-162"><ref name="DE_BfL-162">Wolf-Dieter Sick: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 162 Rothenburg o. d. Tauber. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 4,7 MB)</ref></ref> <ref name="WOAB-Hall-B14">Siehe das Kapitel zu Orlach in der Oberamtsbeschreibung von 1847 bei den Weblinks.</ref> <ref name="Gemeindewebsite-Braunsbach">Die Gemeinde-Website nennt auf der Seite <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen & Fakten ( des Vorlage:IconExternal vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. für den Ortsteil Orlach „201 EW“, also genau dieselbe Zahl wie für den Ortsteil Arnsdorf, aber mit der hier allein unter allen Ortsteilen zu „EW“ abgekürzten Einheit Einwohner – vielleicht ein Übertragungsfehler, auf der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Teilortsseite zu Orlach ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ist von „etwa 210 Einwohner[n]“ die Rede.</ref> <ref name="LUBW-Naturdenkmal">Lokalisierung nach dem Layer Naturdenkmal auf: <ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref></ref>
</references>
Weblinks
- Karte der Orlacher Teilortgemarkung von Braunsbach auf: <ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>
- Das Dorf Orlach mit Umgebung (Tourismuskarte) auf: <ref name="DE-BW_GeoView">Geoportal Baden-Württemberg (Hinweise)</ref>
- Topographischer Atlas des Königreichs Württemberg – Blatt 6 Künzelsau von 1845 mit Orlach (5,6 MB)