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A Sunday in Kigali

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Produktionsland Kanada
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge ca. 118 Minuten
Stab
Regie Robert Favreau
Drehbuch Robert Favreau
Produktion Lyse Lafontaine,
Michel Mosca
Musik Jorane
Kamera Pierre Mignot
Schnitt Hélène Girard
Besetzung

A Sunday in Kigali (Un dimanche à Kigali) ist ein kanadisches Filmdrama aus dem Jahr 2006. Es basiert auf dem Roman Ein Sonntag am Pool in Kigali (Un dimanche à la piscine à Kigali) von Gil Courtemanche. Das Thema ist eine tragische Liebesgeschichte inmitten des Genozids, der 1994 in Ruanda stattfand.<ref name="variety">Robert Koehler: A Sunday in Kigali. Variety, 20. September 2006, abgerufen am 21. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Handlung

Bernard Valcourt ist ein Journalist und Filmemacher aus Québec. Er kehrt im Juli 1994 ins Hôtel Des Mille Collines zurück, das durch den Völkermord in Ruanda ab April 1994 verwüstet wurde. In Rückblenden erinnert er sich an seine Zeit dort vor sechs Monaten und danach.

Er wollte in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, eine Dokumentation über Aids drehen. Im Hotel kam er der attraktiven dunkelhäutigen Kellnerin Gentille näher, und sie begannen eine Liebesbeziehung. Währenddessen nahmen die rassistischen Spannungen zwischen Hutu und Tutsi immer mehr zu. Sie mündeten in einem Massenmord an hunderttausenden Ruandern, gegen den die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Ruanda machtlos war. Bernard wollte Gentille heiraten und sie mit diplomatischem Schutz ausstatten. Doch auf der Flucht aus dem Hotel wurden sie von einer Straßensperre gestoppt, neben der Leichen den Wegesrand pflasterten. Obwohl Gentille eigentlich eine Hutu ist, wurde sie von ihnen eingesperrt, vergewaltigt, misshandelt und von Bernard getrennt. Er blieb körperlich unverletzt und kam später frei. Vom Schicksal seiner Geliebten weiß er nichts, sie ist verschwunden.

Monate später, nach der Zerstörung und den Massakern, kann Bernard ins Hotel zurückkehren und sucht Gentille. Schließlich findet er sie auf dem Land in ihrem ausgebrannten Elternhaus. Sie ist körperlich und seelisch gezeichnet und wünscht sich den Tod, worauf Bernard sie mit Tränen in den Augen mit einem Kissen erstickt.

Rezeption

Kritiken

Robert Kohler kritisierte in der Zeitschrift Variety: „Robert Favreaus langweiliger Bericht über die Katastrophe leidet stark unter dem Vergleich mit „Hotel Ruanda“.“<ref name="variety" /> Reelfilm kritisierte die „fehlende Chemie“ zwischen den beiden Hauptdarstellern („almost complete lack of chemistry between Bernard and Gentille“).<ref>Un Dimanche à Kigali. In: reelfilm.com. 2006, abgerufen am 21. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Michel Coulombe von Radio-Canada urteilte dagegen, dass die beiden Hauptdarsteller maßgeblich zum Erfolg des Filmes beitrügen und lobte Pierre Mignots „makellose Kameraführung, die die zeitliche Struktur des Films leicht verständlich macht“.<ref>Un dimanche à Kigali, voyage au bout du désespoir. In: ici.radio-canada.ca. Radio-Canada, 25. Januar 2007, abgerufen am 2. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

  • Einen Genie Award in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch gewannen Robert Favreau und Gil Courtemanche bei der Verleihung der 27. Genie Awards im Jahr 2007. Weiters gab es Nominierungen in sieben Kategorien.
  • Der Film erhielt 2007 sechsmal den Prix Jutra und wurde in sechs weiteren Kategorien nominiert.

Hintergrundinformationen

Datei:Facade of Hotel des Mille Collines - a.k.a. Hotel Rwanda - Kigali - Rwanda.jpg
Das Hôtel des Mille Collines in Kigali

Das Budget betrug etwa 7 Millionen CAD. Gedreht wurde in Kigali von Mai bis Juli 2005 an insgesamt 38 Tagen.<ref name="radio-canada">Grande première VIP pour Un dimanche à Kigali. In: ici.radio-canada.ca. Radio-Canada, 4. April 2006, abgerufen am 2. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während dem Dreh waren drei ruandische Psychologen vor Ort.<ref name="globeandmail">Egle Procuta: A Sunday film in Kigali. The Globe and Mail, 21. September 2006, abgerufen am 2. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Hôtel des Mille Collines war auch Schauplatz des Films Hotel Ruanda (2004).

Der Film hatte am 3. April 2006 in Québec seine Premiere und kam dort am 14. April in die Kinos.<ref name="radio-canada" /><ref name="globeandmail" /> Er erreichte in der Provinz Einnahmen von etwas über 1 Million CAD.<ref name="variety" />

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />