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Silber-Akazie

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Silber-Akazie
Datei:Acacia dealbata kz04.jpg

Blühende Silber-Akazie (Acacia dealbata) in Portugal

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)
Tribus: Akazien (Acacieae)
Gattung: Acacia
Art: Silber-Akazie
Wissenschaftlicher Name
Acacia dealbata
Link
Datei:Acacia dealbata Garden 060407w.jpg
Blütenstände

Die Silber-Akazie (Acacia dealbata), auch als Falsche Mimose bezeichnet, gehört zur großen Gattung der Akazien (Acacia) in der Familie der Hülsenfrüchtler, Unterfamilie Mimosengewächse.

Beschreibung

Datei:Acacia dealbata tree 2.jpg
In voller Blüte

Die Silber-Akazie ist ein schnellwüchsiger, aber auch kurzlebiger, immergrüner Strauch oder Baum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann, aber meist um Einiges kleiner bleibt. Der Stammdurchmesser erreicht über 1 Meter.<ref>Charles Howard Shinn: An Economic Study of Acacias. In: Bulletin of the U.S. Department of Agriculture. No. 9, 1913, S. 27, online auf biodiversitylibrary.org.</ref> Die relativ glatte Borke ist gräulich. Die Pflanze führt ein Gummi.

Jedes wechselständige, kurz gestielte doppelt paarig gefiederte Laubblatt, mit bis zu 30 Fiederpaaren 1. Ordnung, setzt sich aus zahlreichen Blättchen zusammen, die meist weiß „bereift“, glauk sind, was den Blättern einen silbrigen Schimmer verleiht. Die „Bereifung“ hat den Zweck, einen Teil des Sonnenlichtes zu reflektieren und den Baum somit vor übermäßiger Verdunstung zu schützen. Die Rhachis ist fein behaart. Oben am Blattstiel und an der Rhachis sind Drüsen vorhanden. Die Blättchen sind oberseits fein behaart bis kahl und unterseits fein behaart. Es sind kleine Nebenblätter vorhanden.

Im Spätwinter oder Frühjahr<ref name="Tis">Blütezeit in Frankreich von Dezember bis März: </ref> ist die kuppelförmige Krone mit zahlreichen Blütenzweigen mit kleinen, kugelförmigen, cremefarbenen bis goldgelben Blütenköpfchen geschmückt. Die Köpfchen stehen in end- oder achselständigen Rispen. Die fünfzähligen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle und es sind viele lange Staubblätter vorhanden.

Die leicht ledrigen, etwa geraden, flachen und „bereiften“, an den Samen eingeschnürten Hülsenfrüchte sind bis 11 Zentimeter lang. Die schwärzlichen, eiförmigen bis elliptisch, abgeflachten Samen besitzen einen Arillus.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26, selten 52.<ref name="IPCN" />

Systematik

Ein Synonym für Acacia dealbata <templatestyles src="Person/styles.css" />Link ist Acacia decurrens <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd. var. dealbata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Link) F. Muell.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref>

Bilder

Kultur

Die Silber-Akazie stammt ursprünglich aus Südostaustralien. Im südlichen England überlebt diese frostempfindliche Art den Winter, sie blüht aber besser in einem Klima mit längeren, trockeneren Sommern. Die Silber-Akazie wird in Europa oft als Mimose bezeichnet, in Frankreich wegen ihrer Blütezeit auch als Winter-Mimose ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Im südlichen Tessin, im Südwesten Englands sowie in Südfrankreich können Acacia dealbata und andere Arten nicht nur gärtnerisch kultiviert werden, sondern vereinzelt auch verwildern oder sich sogar etablieren.<ref name="Tis" /><ref>Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. 4. Auflage. Haupt-Verlag, Bern/Stuttgart/Wien 2007, ISBN 978-3-258-07205-0, S. 578 Nr. 1080 a: „Acacia dealbata: Im südlichen TI verwildernd.“</ref><ref>David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1. Haupt-Verlag, Bern/Stuttgart/Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0, S. 816–817 (In der Verbreitungskarte eingezeichnet für Kanton Tessin und Provinz Como).</ref><ref></ref><ref>Diese Orte entsprechen etwa der Winterhärtezone 9 bei Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. 2. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8001-4832-5, S. Landkarte auf dem vorderen Vorsatzblatt.</ref><ref>Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald (Bearb.): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2. Auflage. Oberösterreichische Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5, S. 548: „... Gattung Acacia (echte Akazie) ...: blühende Zweige bei uns im Blumenhandel unter dem falschen Namen Mimosen.“</ref>

Verwendung

Das recht schwere Holz wird für verschiedene Anwendungen genutzt.<ref>Morris Lake: Australian Forest Woods. CSIRO, 2019, ISBN 978-1-4863-0778-4.</ref>

Das essbare Gummi kann als minderwertiger Ersatz für Gummi Arabicum genutzt werden.

Aus den Blüten kann ein aromatisches Öl gewonnen werden.

Literatur

  • Flora of Australia. Volume 11A, Acacia part 1, CSIRO, 2001, ISBN 0-643-06718-3, S. 243 f, PDF; 30 MB.

Weblinks

Commons: Silber-Akazie (Acacia dealbata) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Acacia dealbata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>