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Yakuza

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Yakuza
Datei:Marukin at Sanja Matsuri 3.jpg
Mitglieder einer Yakuza-Organisation –
Sanja Matsuri, Tokio 2007
Japanische Bezeichnung
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Alternative Bezeichnung
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Amtliche Bezeichnung
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Eigenbezeichnung
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Datei:Yakuza-katakana.svg
Yakuza geschrieben in Katakana

Yakuza ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch als Gokudō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), deutsch wörtlich „extremer Weg“, sinngemäß „das der Extreme“)<ref name="gokudo_01" /><ref name="gokudo_02" /> von offiziellen Stellen Bōryokudan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), deutsch wörtlich „gewalttätige Gruppe[n]“)<ref name="boryokudan_01" /><ref name="boryokudan_02" /> genannt, Eigenbezeichnung Ninkyō Dantai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), deutsch wörtlich „ritterliche Organisation“)<ref name="ninkyo_jinkyo_01" /><ref name="ninkyo_jinkyo_02" /> ist der Oberbegriff für japanische kriminelle Organisationen, deren Geschichte einige Jahrhunderte zurückreicht. Sie werden in verschiedene rivalisierende kumi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), deutsch Banden, Gruppen)<ref name="kumi_01" /><ref name="kumi_02" /> eingeteilt und die ausländische Presse bezeichnet sie manchmal auch zusammenfassend als „japanische Mafia“.

Etymologie

Die Bezeichnung Ya-Ku-Za ist die dialektale Aussprache der Zahlenkombination „8-9-3“, welche im Kartenspiel Oicho-Kabu als wertlos gilt. Es wird mit dem Kartensatz Kabufuda gespielt, das dem Black Jack ähnelt. So gesehen betrachten sich die Yakuza mit einem gewissen Stolz als die „Wertlosen“ der Gesellschaft.

Organisation

Vor dem Erlass der Anti-Yakuza-Gesetze

Die Yakuza folgen einer strengen Hierarchie, sprechen einen eigenen Berufsjargon und verwenden unterschiedliche Kodizes in Form von Hausordnungen. Sie sind auf nahezu allen japanischen Inseln und im Ausland tätig. Traditionell sind sie in Thailand und Südkorea vertreten. Als bevorzugte Bastion im westlichen Ausland gelten Hawaii und auf dem US-amerikanischen Festland San Francisco. Besonders nach 1990 waren auch Yakuza-Aktivitäten in New York und Australien zu beobachten. Als Stützpunkte in Europa gelten Amsterdam und Paris.

Seit 1993 ist in Japan das sichtbare Bekenntnis zu einem kumi strafbar, was die modernen Yakuza in einigen Teilen des Landes immer mehr zur Arbeit im Untergrund zwingt. Trotzdem sind einige Gruppen und Banden unter nur sehr oberflächlichen Tarnungen immer noch mit Adressen und Telefonnummern in den Telefonbüchern Osakas und Tokios verzeichnet. Auch wenn sich in den letzten Jahren die vormals enge Beziehung zur Polizei und ihr allgemeines gesellschaftliches Ansehen verschlechtert haben, bilden die Yakuza nach wie vor eine einflussreiche Gemeinschaft innerhalb der japanischen Gesellschaft und haben ihre Bedeutung vor allem im Banken- und Immobiliengeschäft erhalten können.

Die patriarchalische Führungsfigur in einem Yakuza-Netzwerk ist der Oyabun (jap. Vater) oder Kumichō<ref></ref> (jap. Bandenchef). Er entspricht in etwa dem „Paten“ im Mafia-Milieu. Einem Oyabun gegenüber ist sein Untergebener zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Unter Yakuza gilt ein Oyabun auch als „einer, der über den Wolken lebt“, eine Metapher, die von westlichen Experten als Synonym für Unantastbarkeit interpretiert wird. Als niederes Glied innerhalb der Hierarchie gelten die Kobun, die Söhne. Dieses Prinzip wird über viele Stufen verschachtelt. Yakuza pflegen ein aufwendiges Aufnahmeritual, bei dem traditionelle Kleidung getragen wird und der zukünftige Kobun seinem Oyabun Treue und Loyalität bis in den Tod zu schwören hat. Die Notwendigkeit drakonischer Strafen gegen Geschäfte außerhalb der Strukturen und das damit verbundene Nicht-Abführen der Erlöse als „Mitgliedsbeiträge“ zeigt, dass die Bindungswirkung des Senioritätsprinzips nachlässt. Innerhalb der Organisationen kommt es häufig zu Konkurrenz und Machtkämpfen einzelner Machtzentren auf gleicher Stufe um die Gunst der übergeordneten Ebene.

Die Mitgliederschaft der Yakuza ist schwer einzuschätzen. Nach einer vielfach verbreiteten Aussage eines Offiziers der Public Security Intelligence Agency von 2009 seien die Mitglieder zu rund 60 Prozent Burakumin, Nachkommen der „Unreinen“ in der feudalen Epoche Japans. Etwa 30 % stammten demnach aus der koreanischen Minderheit und 10 % gehörten zu sonstigen Bevölkerungsgruppen.<ref name="Takahashi">Kosuke Takahashi: Capital punishment – Japan's yakuza vie for control of Tokyo. Jane’s Intelligence Review, Dezember 2009, S. 40–43.</ref> Diese Angaben werden bezweifelt und dienen dem politischen Ziel, die Kriminalität Außenseitern und Ausländern zuzuschieben.<ref>Dolf-Alexander Neuhaus: Right Wing Organizations, Organized Crime, and the State in Japan – Historical Discourses and Developments. In: Stephan Blancke (Hrsg.): East Asian Intelligence and Organised Crime. Dr. Köster 2015, ISBN 978-3-89574-888-2, S. 117–132, 117.</ref> Beobachter stellen vielmehr fest, dass die Yakuza zwar in der Nachkriegszeit aus den unteren Schichten und Außenseitern bestand, seit den späteren Jahrzehnten aber Aussteiger der Mehrheitsgesellschaft die Mitgliedschaft bestimmen.<ref>Andrew Rankin: Recent Trends in Organized Crime in Japan: Yakuza vs the Police, & Foreign Crime Gangs ~ Part 2. In: Japan Focus – The Asian Pacific Journal. Band 10, Ausgabe 7, Nummer 1, 11. Februar 2012 (englisch).</ref>

Rund die Hälfte der Yakuza gelten als jun-kōseiin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Mitgliedsanwärter“), die außerhalb der Organisation leben und regulären Geschäften nachgehen, aber bei Bedarf von Fall zu Fall rekrutiert werden können.<ref name="blahtwayt">Will Blathwayt: Yakuza bared – The changing face of Japanese organised crime. Jane’s Intelligence Review, April 2008, S. 36–41.</ref>

Nach der Verschärfung der gesetzlichen Strafverfolgung

Der Yakuza-Experte und ehemalige Autor der japanischen Tageszeitung Yomiuri Shinbun, Jake Adelstein, ist der Ansicht, dass den zahlreichen neuen Gesetzen, die Schutzgelderpressung und andere Aktivitäten der Yakuza illegal machten, ein Stimmungswandel vorausging. Noch 2009 hatte die Yamaguchi-gumi um die 40.000 Mitglieder und zeigte sich regelmäßig öffentlich in den von ihr kontrollierten Gebieten. Das ungenierte Auftreten auf Sportevents und in der Öffentlichkeit wurde zunehmend als Tabubruch und Provokation empfunden und die entsprechenden Restriktionen sorgten dafür, dass die vormals geduldete Yakuza sich neue Geschäftsfelder erschließen musste.<ref name="STE" />

Die Mitgliedszahlen der Yakuza-gumis fallen seit den Gesetzen gegen Bankgeschäfte der kriminellen Gruppen aus dem Jahr 2011 rapide. Der Höchststand wurde 1963 registriert mit 184.100 Personen.<ref name="wapo20170408" /> Dann setzte über rund drei Jahrzehnte ein langsamer Rückgang ein. Von 1990 bis etwa 2010 wurde die Gesamtzahl der Yakuza stabil mit über 80.000 Menschen angegeben,<ref name="blahtwayt" /> bevor die staatliche Verfolgung einsetzte. 2013 wurde die Zahl nur noch auf 63.000 geschätzt, eine der kleineren Gruppen Kyūshū Seidō-kai löste sich 2013 unter dem Druck auf.<ref name="jt20131005" /> 2015 fiel die Gesamtzahl aller Yakuza-Gumi erstmals unter 50.000.<ref name="nikkei20160225">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: nikkei.com. Nihon Keizai Shimbun, 25. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Februar 2016; abgerufen am 26. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2017 zählte die Nationale Polizeibehörde nach einer etwas anderen statistischen Erfassungsmethode nur noch unter 20.000 Vollmitglieder.<ref name="wapo20170408">Jake Adelstein: Global Opinions – Japan’s yakuza aren’t disappearing. They’re getting smarter. In: washingtonpost.com. 8. April 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. April 2017; abgerufen am 26. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mehr als 2000 Mitglieder hatten Stand 2016: die Yamaguchi-gumi (5200 Mitglieder), die Sumiyoshi-kai (3100), die 2015 von der Yamaguchi-gumi abgespaltene Kobe Yamaguchi-gumi (2600) und die Inagawa-kai (2500).<ref name="nippon20171004" /> Darüber hinaus sind 18 weitere Gruppen registriert.

Auch abgesehen von der polizeilichen Verfolgung haben die Gruppen Nachwuchsprobleme, da in der alternden japanischen Gesellschaft mit behüteten Jugendlichen kaum mehr Interesse junger Leute an den Yakuza-Strukturen und den harschen Bedingungen für Neueinsteiger auf den untersten Ebenen besteht. Der Dokumentarfilm Young Yakuza aus dem Jahr 2007 begleitete einen 20-Jährigen bei seinem Eintritt in die Yakuza.

Geschichte

Datei:Tattooed-Helper-Yakuza-Ukiyo-e-by-Suzuki-Kinsen-1900.png
Suzuki Kinsen, ca. 1900: Ein Yakuza mit einem Drachentattoo rennt, um seinem Kameraden zu helfen, der gegen die Polizei kämpft.

Die Yakuza berufen sich auf eine Abstammung von den Glücksspielsyndikaten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), bakuto) der Edo-Periode (etwa 1600 bis 1868). Die damaligen Yakuza bestanden fast ausnahmslos aus Menschen von „niederer Geburt“, also Angehörigen der Stände der Bauern und Handwerker, hauptsächlich jedoch der Kaufleute. Hatte man als solcher sein Land oder Geschäft durch Glücksspiel, Naturkatastrophen oder plündernde Rōnin verloren oder kam als Flüchtling vor Unruhen oder Strafverfolgung mittellos in eine neue Stadt, blieb einem nicht viel anderes übrig, als bei der Yakuza anzufragen. Diese gab einem dann eine Unterkunft und Arbeit; nicht selten zogen allein Geborgenheit innerhalb der Familienstruktur sowie Abenteuerlust und Hoffnung auf Respekt und Anerkennung unter der ländlichen Bevölkerung auch Freiwillige in die Dienste der Yakuza. Alle Polizeikräfte dagegen kamen damals aus dem Stand der Samurai, die durch die so genannte pax Tokugawa keine kriegerische Beschäftigung mehr hatten und sich auf den Schutz der öffentlichen Sicherheit konzentrierten. So entstand oft ein spannungsgeladenes Verhältnis zwischen den beiden Parteien, und die Yakuza wurden oft von den bushi als Möchtegern-Samurai ohne Ehrung des Bushidō herablassend behandelt. Trotzdem war ein Interessenkonflikt nicht unvermeidbar, und die Radikalität der verschiedenen kumi unterschied sich von Ort zu Ort stark, so gab es auch in wenigen Fällen Kooperation zwischen den beiden Gruppierungen, wenn es um Gemeindepolitik und um Anliegen der Bürger ging. Die Yakuza leitet daraus ein Robin-Hood-Image ab.<ref name="blahtwayt" />

Relevanten Einfluss auf die japanische Gesellschaft erlangte die Yakuza erst wieder in den Zeiten der Unruhe am Anfang der Shōwa-Zeit ab 1926 und bis zum Zweiten Weltkrieg sowie insbesondere nach der japanischen Niederlage ab 1945. Zu dieser Zeit entstanden die Strukturen der modernen Yakuza. Sie organisierte den Schmuggel und Schwarzhandel und schuf extra-legale Methoden zur Durchsetzung legaler und illegaler Ansprüche, als die staatliche Justiz und Polizei die legalen Strukturen nicht mehr aufrechterhalten konnte. Nach dem Ende der Besatzungszeit und der Anerkennung Japans als souveräner Staat 1952 im Friedensvertrag von San Francisco folgte der Wiederaufbau der Wirtschaft und der staatlichen Strukturen. Die Yakuza reagierte auf den Wandel mit dem Aufbau eigener wirtschaftlicher Aktivitäten, insbesondere im Glücksspiel und der Bauwirtschaft. Die verschiedenen Banden konkurrierten und gerieten in Konflikte, die als blutige Bandenkriege um Einflussgebiete geführt wurden. Mitte der 1960er-Jahre führte die Gewalt erstmals zu Verfolgungsdruck des Staates, der wiederum die Konzentration der Macht in den bis heute vorherrschenden drei Gruppen Yamaguchi-gumi, Sumiyoshi-kai und Inagawa-kai beschleunigte.

Die Rezession der 1970er-Jahre und die folgende Blasenökonomie der 1980er-Jahre nutzte die Yakuza zum Einstieg in die Finanzbranche. Schutzgelderpressung börsennotierter Aktiengesellschaften unter dem Druck langdauernder und kostspieliger Einsprüche und Klagen von Kleinaktionären gegen Rechnungsabschlüsse und Geschäftsmethoden wurden ebenso zum Mittel der organisierten Kriminalität, wie die aufkommende Containerschifffahrt den Schmuggel beflügelte. Ebenfalls in die 1980er-Jahre fiel ein Generationswechsel in allen großen Syndikaten, insbesondere in der Yamaguchi-gumi wurde dieser bis Ende des Jahrzehnts blutig ausgetragen und führte zu erhöhtem Druck von Polizei, Politik und Öffentlichkeit auf die Gruppen.

Bis zum Inkrafttreten des Bōryokudan-Gesetzes im März 1992 waren die verschiedenen Banden großteils in legalen Strukturen organisiert. Mit dem Gesetz wurden alle als „gewalttätig“ bezeichneten Gruppen unter Druck gesetzt. Mitgliedschaft wurde nicht illegal, aber die sichtbare Betätigung wurde mit drastischen Strafen belegt. Die Yakuza-Organisationen gingen in den Untergrund. Dies und der wirtschaftliche Abschwung Japans in den 1990er-Jahren schädigte den Einfluss und die Einnahmen, worauf die Banden ihre Methoden wiederum anpassen mussten.

2004 entschied der Oberste Gerichtshof, dass der damalige oberste Führer der Yamaguchi-gumi nach den allgemeinen Grundsätzen des Gewerberechts für Handlungen seiner Untergebenen haftbar gemacht werden kann. Im konkreten Fall wurde er zu einer geringen Geldbuße verurteilt. Die Folge war jedoch, dass in allen Organisationen der nach außen sichtbare Druck und die Gewalt massiv reduziert wurden, was seinerseits das Potenzial für Erpressungen minderte.

Seit Oktober 2011 ist jegliche finanzielle Zusammenarbeit mit Yakuza-Gruppen unzulässig, alle japanischen Banken und viele andere Unternehmen haben Ausschluss-Klauseln in ihre Geschäftsbedingungen aufgenommen. In der Folge wird es für Mitglieder zunehmend schwieriger, Konten zu unterhalten oder auch eine Wohnung zu mieten. 2013 ging die japanische Finanzaufsicht gegen die Mizuho Financial Group vor, weil sie ihre Geschäftspartner nicht ausreichend überprüft und so Transaktionen für Yakuza-Mitglieder abgewickelt hat.<ref name="jt20131005">Jake Adelstein: Has business blackballed the yakuza? Don’t bank on it. In: japantimes.co.jp. The Japan Times, 3. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Dezember 2013; abgerufen am 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ende 2015 wurde der oberste Leiter der Sumiyoshi-kai wegen Wahlbetrugs zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.<ref>Court hands yakuza boss suspended sentence for election violation. In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 4. August 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. August 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch die Gesetze über Finanztransaktionen von Gang-Mitgliedern werden schärfer angewendet, ein hochrangiger Leiter der Osaka-Yamaguchi-gumi wurde 2016 beschuldigt, ein Auto gekauft und im Vertragsformular seine Gang-Mitgliedschaft nicht angegeben zu haben.<ref>Hyogo cops: Yamaguchi-gumi boss hid affiliation in vehicle purchase. In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 27. Januar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gegenwart

Wie bei allen Mafia-Organisationen ist die zentrale Rolle der japanischen Yakuza die eines „Dienstleisters“ in der und für die Gesellschaft. Ihre Kunden nehmen den Schutz der Mafia in Anspruch, weil sie entweder von der staatlichen Gewalt diskriminiert werden oder weil sie in der Illegalität tätig sind und die staatliche Gewalt sie nicht schützt.<ref></ref> Die Yakuza erfüllt diese Funktion für die japanische Gesellschaft.<ref></ref> Traditionell ist die Yakuza in die Glücksspiel- und Unterhaltungsindustrie involviert, heute zunehmend auch in anderen Bereichen. Die moderne Yakuza hat ihren Wirkungskreis bis hin zur Einflussnahme auf Finanzmärkte und politische Korruption ausgedehnt. Sie hat auch bereits versucht, Einfluss auf politische Wahlen zu nehmen, indem Kandidaten zunächst finanziell oder mit „Dienstleistungen“ unterstützt wurden, wofür nach der Wahl Gegenleistungen fällig werden sollen.

Daneben betreibt die Yakuza weiterhin Schutz für „traditionelle“ Mafia-Aktivitäten wie Prostitution und Menschenhandel sowie legales (Pachinko) und illegales Glücksspiel.<ref></ref> Zunehmend auch für Drogenhandel, der teilweise durch Yakuza selbst betrieben wird, obwohl mehrere große Gruppen ihren Mitgliedern die Beteiligung an Drogengeschäften verbieten.<ref name="wapo20170408" /> Ein Schwerpunkt sind legale und illegale Inkasso-Geschäfte, weil die japanische Rechtsordnung Privatleuten und Unternehmen nur unzureichende Verfahren zur Durchsetzung von Geld-Forderungen bietet. Dazu kommen Kreditvergabe (zu überhöhten Zinsen) und teils komplizierte Verschleierungen von Vermögenswerten und Geldwäsche im Vorfeld einer Insolvenz. Erheblichen Sachverstand erfordert es auch, das extrem unflexible japanische Aktienrecht gegen ein Unternehmen in Stellung zu bringen und Schwierigkeiten durch Kleinaktionäre zu inszenieren oder zumindest anzudrohen.<ref></ref> Ähnliche Methoden können auch im Immobilienrecht angewandt werden, indem mit Sperrgrundstücken gegen große Bauvorhaben gedroht wird.

In der an Konsens orientierten und konfliktscheuen japanischen Geschäftswelt können auch fiktive soziale Bewegungen, die unbegründete Forderungen erheben, für Unternehmen und deren Ansehen eine große Belastung darstellen. Zu den Methoden der Yakuza gehört es daher, im Auftrag von Unternehmen kleinste Demonstrationen oder auch nur die Drohung damit gegen Konkurrenten des Auftraggebers zu inszenieren. Häufig handelt es sich dabei um das plötzliche, lautstarke Auftreten bekannter rechtsextremer Splittergruppen. Schon deren Anwesenheit im öffentlichen Raum vor einem Geschäftsgebäude kann das Ansehen eines Unternehmens gefährden.<ref></ref> Relativ neu ist die Vermittlung von illegalen Arbeitskräften, insbesondere Ausländern ohne Aufenthaltserlaubnis. Zudem steigt die Beteiligung der Yakuza an Betrugsdelikten, mit denen Senioren um ihre Ersparnisse gebracht werden.<ref name="wapo20170408" />

Abgewickelt werden die Schutzgeldzahlungen an Yakuza beispielsweise bei vielen Hotels und Restaurants verdeckt über den Wäschedienst der japanischen Erfrischungstücher Oshibori. In der Finanzwirtschaft werden nutzlose Wirtschaftsnachrichten teuer verkauft, um so die Schutzgelder einzuziehen.

Mit dem Verbot des offenen Auftretens der Yakuza milderte sich das auffallende und herausfordernde Verhalten der Yakuza-Gruppen. Die ehemaligen offiziellen Büros firmieren jetzt als Kredit- oder Arbeitskräftevermittlungen u. ä. Selbst in Japan verschwimmen die Begriffe, die organisierte Kriminalität beschreiben. Offizielle japanische Stellen benutzen den Ausdruck Bōryokudan (gewalttätige Gruppen), jedoch gilt bei den Yakuza Gewalt als Ultima Ratio. Der weitaus größte Teil der alltäglichen legalen Geschäfte, wie Kreditvergabe oder Arbeitskräftevermittlung, und der illegalen, wie Prostitution, Glücksspiel oder Erpressung, läuft immer ohne sichtbare Gewalt ab.

Im Januar 1993 konnte sich ein Kumi auf einer Pressekonferenz bei den Einwohnern Osakas ganz öffentlich für gewisse Unannehmlichkeiten während eines Führungskrieges entschuldigen. 2014 veröffentlichte die größte Yakuza-Organisation eine Website, auf der sie ihren positiven Einfluss für die Katastrophenhilfe nach den letzten Erdbeben und Tsunamis hervorhebt und sich als Kämpfer gegen den Drogenhandel darstellt.<ref>Japanische Mafia – Yakuza möchte wieder gemocht werden. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. April 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. August 2014; abgerufen am 6. Mai 2021.</ref>

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima gab es Vorwürfe, Festnahmen und Geständnisse zu groß angelegtem Betrug mit Ausgleichszahlungen für Bewohner der Sperrzone.<ref>Yakuza arrested in fraud of TEPCO over Fukushima reparations. In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 12. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Januar 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die größte Gruppierung ist weiterhin die Yamaguchi-gumi. Zwischen den 1980er- und 2000er-Jahren hatte sie weitgehend stabil rund um 20.000 „Mitarbeiter“ und einen Anteil von etwa 20 % an den jährlichen Einnahmen aller Yakuza.<ref name="blahtwayt" /> Sie drang 2005 erstmals in den bislang den beiden anderen großen Syndikaten gehörenden Ballungsraum Tokyo vor, als sie eine lokale Organisation im Ginza-Viertel übernahm. Dies führte zu mehrjährigen Spannungen zwischen den Banden.

Unter dem steigenden Verfolgungsdruck durch Polizei und Gerichte sank die Mitgliederzahl ab 2010 rapide. Im September 2015 spaltete sich der Arm in Kobe von der Yamaguchi-gumi ab und mehrere Mitglieder sagten gegenüber der Polizei aus.<ref>Yamaguchi-gumi boss makes first public appearance since split. In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 2. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als Grund gelten die finanziellen Forderungen der Führungsspitze, die die sinkende Leistungsfähigkeit der unteren Ebenen überforderten.<ref>Die japanische Mafia hat die beste Zeit hinter sich. In: welt.de. Die Welt, 29. Oktober 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Dezember 2015; abgerufen am 1. Juni 2021: „"Wir brauchen die Yakuza nicht mehr", sagt einer der es wissen muss. Satoru Takegaki war Leibwächter des Bosses. Heute kämpft er gegen die Organisation, die zunehmend an Macht und Einfluss verliert.“</ref> Als die örtliche Leitung in Kobe die Mutterorganisation verließ, gingen etwa 6100 Mitglieder nicht nur aus Kobe, sondern aus 36 Präfekturen mit.<ref name="nikkei20160225" /> Im Zuge der Abspaltung kam es zu Tötungsdelikten und Unruhen in der Öffentlichkeit.<ref>Yamaguchi-gumi boss found bludgeoned to death in Mie. In: tokyoreporter.com. Tokyo Reporter, 16. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2019; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im April 2017 spaltete sich die aus Kobe geführte Gruppe erneut, alle drei Organisationen verloren im Zuge der Abspaltungen an Mitgliedern und Bedeutung. Anfang 2018 hatte die Yamaguchi-gumi noch 5200 Mitglieder, die Kobe-Yamaguchi zählte 2600 Personen und die neueste Gruppe, die sich Ninkyo-Yamaguchi nennt, etwa 460 Mitglieder.<ref>2nd spinoff from Yamaguchi-gumi has makings of organized gang. In: asahi.com. Asahi Shimbun, 15. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. März 2018; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „About a decade ago, Yamaguchi-gumi had more than 20,000 members, but stricter ordinances approved in all 47 prefectures to crack down on organized gangs led to a halving of its membership by the end of 2014, even before the break-up. As of the end of 2016, Yamaguchi-gumi had 5,200 members, while Kobe Yamaguchi-gumi had 2,600 members. Ninkyo Yamaguchi-gumi had about 460 members as of February 2018. The 2015 split by Kobe Yamaguchi-gumi was led by gangs in the Kansai region disgruntled by the leadership of Kenichi Shinoda, 76, the boss of Yamaguchi-gumi whose roots were with a gang based in Nagoya. Kobe Yamaguchi-gumi was led by Kunio Inoue, 69, who was a deputy leader of the Kobe-based Yamaken-gumi gang.“</ref>

Kennzeichen

Tätowierungen

Datei:Japan-Yakuza-Sanja Matsuri-01.jpg
Tätowierte Yakuza – Sanja Matsuri, Asakusa Tokio 2007

Yakuza verwenden seit hunderten von Jahren großflächige Tätowierungen als Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit, aber auch um sich als ranghöheres Individuum zu kennzeichnen. Nicht selten gaben sich Bauern und Handwerker bei ihrem Eintritt in die Yakuza neue und kriegerisch klingende Namen wie Tiger und Kranich, neun Drachen, tobender Sturm, die sie dann in dieser Form auf Rücken oder Brust bildlich darstellen ließen. Zusätzlich wurden oft noch ausschweifende und künstlerische Verzierungen angebracht, nicht selten wurde alles bis auf Kopf, Hände, Füße und Genitalbereich mit Mustern versehen. Tatsächlich aber verliert die Tätowierung bei den Yakuza an Bedeutung, seit die Organisationen offiziell verboten wurden.

In Japan ist den Trägern von Yakuza-Tätowierungen der Zutritt zu traditionellen, öffentlichen Badehäusern meist untersagt.<ref name="STE">Die Paten von Tokyo. In: Stern Crime Nr. 6, April 2016, S. 54–70.</ref>

Amputierte Fingerglieder

Wenn ein Angehöriger der Yakuza einen Fehler beging, der zu einem Gesichtsverlust führte, so konnte er diesen tilgen, indem er sich selbst ein Fingerglied mit einem Tantō (Kurzschwert) oder mit Hammer und Meißel abtrennte. In der Regel wurde dabei mit der linken Hand und mit dem ersten Glied des kleinen Fingers begonnen. Diese rituelle Verstümmelung, genannt Yubitsume, stammt ebenfalls noch aus der Zeit der Samurai. Mit jedem verlorenen Fingerglied lag das Schwert schlechter in der Hand – und mit dem Verlust der letzten Fingerkuppe war das Führen eines Schwertes nicht mehr möglich.

Yubitsume wird mittlerweile immer seltener praktiziert und ist mittlerweile zunehmend durch Strafzahlungen ersetzt worden.<ref name="STE" />

Altgedienten Yakuza fehlen dennoch oft einige Fingerkuppen. Diese lassen sie nicht nur aus ästhetischen Gründen durch individuell gefertigte Fingerprothesen ersetzen, sondern auch, um in der Öffentlichkeit nicht aufzufallen. Entsprechende Prothesen aus Wachs werden maßgefertigt und ermöglichen dem Träger ein diskretes Auftreten in der Öffentlichkeit.<ref name="TAG">Unterwelt Tokio Besuch bei einem Prothesenbauer, der Männern der Yakuza neue Finger gibt, Der Tagesspiegel, aufgerufen am 8. September 2024.</ref>

Yakuza in den Medien

Die ungewöhnliche Rolle, die die Yakuza in der japanischen Gesellschaft spielt, zeigt sich am Bild in den Medien. So gibt es Fachzeitschriften, die sich ausschließlich mit den Yakuza-Gruppen beschäftigen. Diese verbreiten in der Regel das Selbstbild der Organisationen und berichten über Personalien und Entwicklungen der japanischen organisierten Kriminalität wie über eine andere Branche.<ref>Jake Adelstein: The Strange World of Yakuza Fan Magazines. In: publishingperspectives.com. 30. Oktober 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. November 2010; abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2013 reagierte die Yamaguchi-gumi auf den Druck der neuen Gesetzgebung mit einer einmaligen Ausgabe einer internen Zeitschrift für alle Mitglieder.<ref>Japan's biggest Yakuza publishes Magazine for Gangsters. In: scmp.com. South China Morning Post, 10. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Juni 2015; abgerufen am 26. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ursprungsquelle: AFP, Tokyo).</ref> Das Heft stellte einerseits den Ehrenkodex der Bande dar und wurde durch ein Editorial des Oberhaupts eingeleitet. Andererseits enthielt es eine Unterhaltungsrubrik mit Freizeittipps, Lyrik und Go-Rätseln.

Einen besonderen Stellenwert hat der Yakuza-Film.<ref>The Yakuza Landscape Today – Outlaw Appeal: The Yakuza in Film and Print. In: nippon.com. 15. November 2017, abgerufen am 28. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Originally published in Japanese on September 25, 2017. Text by Kuwahara Rika of Power News. Banner photo: A scene from Outrage Coda. © 2017 Outrage Coda Production Committee.).</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in den Tōei-Studios Gangsterfilme mit eher eindimensionalen Plots, die in der Zeit zwischen 1890 und 1930 angesiedelt sind. Darin begehen an sich ehrenwerte Yakuza nur deshalb Verbrechen, weil z. B. korrupte Gang-Kollegen deren Treue gegenüber dem Yakuza-Ehrenkodex ausnutzen. In den Streifen wird diese Treue als absolute Tugend dargestellt, die „guten Yakuza“ besiegen am Ende die „bösen Yakuza“ und stellen die althergebrachte Werteordnung wieder her. Die jungen Filmemacher Junya Sato und Kinji Fukasaku revolutionierten das Genre ab den 1960er-Jahren. Ihre Yakuza-Filme für Tōei sind in Bezug auf Handlung und Stil realistischer und gewalttätiger und werden mit Werken des New Hollywood verglichen. Hier werden Yakuza als korrupt und gierig dargestellt, die Filmhelden sind gestörte Einzelgänger, es gibt kein klar definiertes Gut und Böse mehr. Ab den 1980er-Jahren flaute das Publikumsinteresse an Yakuza-Filmen in Japan ab.<ref>Federico Varese: The Secret History of Japanese Cinema: The Yakuza movies. In: Global Crime. Band 7, Nr. 1. Routledge/Taylor & Francis Group, 2006, doi:10.1080/17440570600650166.</ref>

In den 1990er-Jahren machte Takeshi Kitano den Yakuza-Film durch Regie-Arbeiten wie Sonatine in Europa bekannt. In Japan wurden die Gangsterfilme des dort als Medienfigur omnipräsenten Kitano nur am Rande wahrgenommen.<ref>Sofia Glasl: Takeshi Kitano: Porträt des japanischen Regisseurs. In: Filmdienst. 14. Oktober 2020, abgerufen am 29. Mai 2022.</ref> Ab 2010 ergänzte Kitano das Genre mit den Filmen seiner Outrage-Trilogie.<ref>Se Young Kim: „Just a Formality“: Yakuza Sovereignty and Abject Exclusion in Kitano Takeshi’s Outrage and Beyond Outrage. In: Studies in the Humanities. Band 44/45, Nr. 1/2. Indiana 2019, S. 74 ff.</ref>

„Designierte gewalttätige Gruppen“

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Anti-Yakuza-Bewegung – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
„Yakuza Unerwünscht“ – Aufkleber der „Anti-Yakuza-Bewegung“ – Stadtteil Hakata, Fukuoka 2013
„Yakuza Kein Zutritt“ – Aufkleber der „Anti-Yakuza-Bewegung“ – Stadtteil Hakata, Fukuoka 2013

Am 15. Mai 1991 wurde von der Regierung das „Gesetz über die Verhinderung usw. von Straftaten durch Mitglieder gewalttätiger Gruppen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), bōryoku dan’in ni yoru futō na kōi no bōshi-tō ni kan suru hōritsu) verkündet, das den Begriff shitei bōryokudan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) – „designierte gewalttätige Gruppen“ – verwendete, womit größere Yakuza-Banden gemeint werden.

Die zehn größten Gruppen im Jahr 2016 waren:<ref name="nippon20171004">Fragmented Yamaguchi-gumi a Sign of Changing Yakuza Times. In: nippon.com. 4. Oktober 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. August 2019; abgerufen am 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Originally published in Japanese on September 4, 2017. Reporting and text by Power News).</ref>

Größte Yakuza-Gruppen (Kumi) 2016
Mon Name Japanisch Gemeldeter Hauptsitz Präfektur Mitglieder
Datei:Yamabishi.svg
Yamaguchi-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kōbe (Insel Awaji) Hyōgo 5200
Datei:住吉会.png
Sumiyoshi-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Akasaka, Minato-ku, Tokio Tokio 3100
Datei:Yamabishi.svg
Kobe Yamaguchi-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kobe (Stadt) Hyōgo 2600
Datei:稲川会代紋.png
Inagawa-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Roppongi, Minato-ku, Tokio Tokio 2500
Datei:松葉会.png
Matsuba-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Taitō-ku, Tokio Tokio 650
Datei:極東会.png
Kyokutō-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Toshima-ku, Tokio Tokio 590
Datei:道仁会.png
Dōjin-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kurume Fukuoka 540
Datei:合田一家.png
Gōda-ikka {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Shimonoseki Yamaguchi 420
Datei:Kyokuryu-kai.svg
Kyokuryū-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Okinawa Okinawa 360
Datei:九州誠道会.png
Namikawa-kai <templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Fukuoka Fukuoka 240

Zum Vergleich die Zahlen von 2009:<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Situation der Yakuza-Banden 2009“. (PDF; 488 kB) In: npa.go.jp. Japanische Polizeibehörde, April 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Oktober 2010; abgerufen am 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Yakuza-Gruppen (Kumi) 2009
Mon Name Japanisch Generation Gemeldeter Hauptsitz Präfektur Aktiv in … <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 Mitglieder <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 Listung
Datei:Yamabishi.svg
Yamaguchi-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #6 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kōbe Hyōgo 45 20.300 Vorlage:DatumZelle
Datei:稲川会代紋.png
Inagawa-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Roppongi, Minato-ku, Tokio Tokio 21 4.800 Vorlage:DatumZelle
Datei:住吉会.png
Sumiyoshi-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Akasaka, Minato-ku, Tokio Tokio 18 6.100 Vorlage:DatumZelle
Datei:Kudo-kai.svg
Kudō-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #4 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kitakyūshū Fukuoka 5 770 Vorlage:DatumZelle
Datei:Kyokuryu-kai.svg
Kyokuryū-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #3 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Naha Okinawa 1 260 Vorlage:DatumZelle
Datei:沖縄旭琉会.png
Okinawa Kyokuryū-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Naha Okinawa 1 370 Vorlage:DatumZelle
Datei:Aizukotetsu-kai.png
Aizu Kotetsu-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #5 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Shimogyō-ku, Kyōto Kyōto 3 660 Vorlage:DatumZelle
Datei:共政会.png
Kyōsei-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #5 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Hiroshima Hiroshima 1 330 Vorlage:DatumZelle
Datei:合田一家.png
Gōda-ikka {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #6 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Shimonoseki Yamaguchi 3 180 Vorlage:DatumZelle
Datei:Kozakura-ikka.png
Kozakura-ikka {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #4 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kagoshima Kagoshima 1 100 Vorlage:DatumZelle
Datei:Asano-gumi.png
Asano-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #3 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kasaoka Okayama 2 140 Vorlage:DatumZelle
Datei:道仁会.png
Dōjin-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kurume Fukuoka 4 790 Vorlage:DatumZelle
Datei:Shinwa-kai.png
Shinwa-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #2 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Takamatsu Kagawa 1 70 Vorlage:DatumZelle
Datei:双愛会.png
Sōai-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Ichihara Chiba 2 270 Vorlage:DatumZelle
Datei:Kyodo-kai.png
Kyōdō-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #3 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Onomichi Hiroshima 6 190 Vorlage:DatumZelle
Datei:太州会.png
Taishū-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Tagawa Fukuoka 1 190 Vorlage:DatumZelle
Datei:酒梅組.png
Sakaume-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #7 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Nishinari-ku, Ōsaka Ōsaka 2 120 Vorlage:DatumZelle
Datei:極東会.png
Kyokutō-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Toshima-ku, Tokio Tokio 15 1200 Vorlage:DatumZelle
Datei:東組.png
Azuma-gumi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Nishinari-ku, Ōsaka Osaka 1 160 Vorlage:DatumZelle
Datei:松葉会.png
Matsuba-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Taitō-ku, Tokio Tokio 10 1200 Vorlage:DatumZelle
Datei:福博会.png
Fukuhaku-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #3 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Fukuoka Fukuoka 4 330 Vorlage:DatumZelle

Eine der kleineren Gruppen löste sich 2013 unter dem Druck der Strafverfolgung auf, wobei neuorganisierte Strukturen seit etwa 2016 als Namikawamutsu-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) wieder aktiv sind.

Aufgelöste Yakuza-Gruppe (Kumi)
Mon Name Japanisch Generation Gemeldeter Hauptsitz Präfektur Aktiv in ... <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 Mitglieder <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 Listung Auflösung
Datei:九州誠道会.png
Kyūshū Seidō-kai {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) #2 – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Ōmuta Fukuoka 5 350 Vorlage:DatumZelle 2013<ref name="jt20131005" />
Anmerkung

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Aktiv in … Präfektur(en) von Japan.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Geschätzte Mitgliederzahlen
<templatestyles src="FN/styles.css" />
3 
Ursprünglich Kyūshū Seidō-kai, die sich 2013 zwar aufgelöst hatte, sich aber unter dem neuen Namen Namikawamutsu-kai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wieder neu gruppierte und weiter aktiv ist. (Stand Dezember 2018)

Siehe auch

Literatur

  • David E. Kaplan: Yakuza. The explosive account of Japan’s criminal underworld. Tokyo u. a. 1986 (englisch).
  • Gabriele Kawamura-Reindl: Yakuza. Gesellschaftliche Bedingungen organisierter Kriminalität in Japan (= Hamburger Studien zur Kriminologie. Band 19). Centaurus-Verlag-Gesellschaft, Pfaffenweiler 1994, ISBN 978-3-89085-898-2.
  • Eiji Ijichi (Ex-Yakuza-Boss), Jun’ichi Saga: Der Yakuza – ein Leben in Japans Unterwelt. Edition Peperkorn. Göttingen 1995, ISBN 978-3929181043 (Rezension bei japanische-literatur.blogspot.com).
  • Wolfgang Herbert: Japan nach Sonnenuntergang. Unter Gangstern, Illegalen und Tagelöhnern. Berlin 2002, ISBN 3-496-02733-9.
  • Peter B. E. Hill: The Japanese mafia. Yakuza, mafia and the state. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 978-0-19-925752-2 (englisch).
  • Mark Poysden, Marco Bratt: A history of Japanese body-suit tattooing. Amsterdam 2006, ISBN 978-90-74822-75-6 (englisch).
  • Will Blathwayt: Yakuza bared. In: IHS Jane’s Intelligence Review. April 2008, S. 36–41, ISSN 2048-349X (englisch).
  • Alexander Detig: Die letzten Yakuza. Plassen Buchverlage, Kulmbach 2015, ISBN 978-3-86470-250-1.

Dokumentarfilme

Weblinks

Commons: Yakuza – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="gokudo_01"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – gokudō_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="gokudo_02"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – gokudō_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="boryokudan_01"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – bōryokudan_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="boryokudan_02"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – bōryokudan_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="ninkyo_jinkyo_01"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – ninkyō jinkyō_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="ninkyo_jinkyo_02"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – ninkyō jinkyō_02. In: Wadoku. Abgerufen am 24. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="kumi_01"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – kumi_01. In: tangorin.com. Abgerufen am 25. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="kumi_02"> Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – kumi_02. In: Wadoku. Abgerufen am 25. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> </references>