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Hypertrophe Osteoarthropathie

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Klassifikation nach ICD-10
M89.4 Sonstige hypertrophische Osteoarthropathie
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Bei der hypertrophen Osteoarthropathie handelt es sich um eine seltene Erkrankung mit schmerzhaften Schwellungen vor allem im Bereich der Diaphysen der langen Röhrenknochen <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Periostverdickung im Röntgenbild des distalen Femur (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mevis.de</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.mevis.de... ebenso in 2 Ebenen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> (der Extremitäten) und trommelschlegelartigen Verbreiterung der Finger und Zehen und Uhrglasnägeln.<ref name=emed>emedicine</ref>

Einteilung

Folgende Typen sind zu unterscheiden:<ref name="emed" />

  • sekundäre (erworbene) hypertrophe Osteoarthropathie (des Erwachsenen)
    • Hypertrophe pulmonale Osteoarthropathie (veraltete Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
    • klassische paraneoplastische Erkrankung in der Rheumatologie

alle als Marie-Bamberger-Syndrom bezeichnet.

Im Folgenden geht es um die Erwachsenenform.

Manchmal kommen Gelenkbeteiligungen vor. Vasomotorische Störungen der Hände und Füße können vorhanden sein. Neurovegetative Störungen und eine Dysproteinämie werden erwähnt. Bevorzugt betroffen sind Männer vor der Lebensmitte.

Synonyme

  • Bamberger-Syndrom nach dem deutschen Arzt Eugen von Bamberger (1858–1921)
  • Marie-Bamberger-Syndrom oder Marie-Bamberger-Krankheit
  • Pierre-Marie-Krankheit, nach dem französischen Neurologen Pierre Marie (1853–1940)
  • Pierre-Marie-Bamberger-Krankheit
  • Ostéoarthropathie hypertrophiante
  • Osteoperiostitis ossificans toxicans

Bamberger beschrieb die Krankheit 1889 erstmals detailliert und verwies auf den Zusammenhang zwischen der typischen Verbreiterung der Finger und Zehen und Lungen- und Herzerkrankungen. Marie arbeitete 1890 die Unterschiede zur Akromegalie heraus.<ref>Ole Daniel Enersen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bamberger-Marie disease (Memento vom 25. April 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com</ref> Da der Symptomenkomplex erstmals 1868 von Nikolaus Friedreich bei den Brüdern Karl and Wilhelm Hagner beschrieben wurde, wird es auch als Hagner-Syndrom, das sehr seltene familiär gehäufte Auftreten nach Boris Nikitich Mankowsky auch als Mankowsky-Syndrom bezeichnet.

Ursachen

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Typisches Bild in der Skelettszintigrafie mit vermehrten Anreicherungen in den langen Röhrenknochen.
Befund in der Maximumintensitätsprojektion einer PET/CT mit 18F-Natriumfluorid (NaF).

Da Lungentumore eine Ursache des Marie-Bamberger-Syndroms sein können und über 90 % der Fälle mit einem nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinom assoziiert sind,<ref>smw.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prätibiale Schmerzen und Schwellungen (Memento vom 7. November 2007 im Internet Archive) In: Schweiz Med Wochenschr. 2000;130, S. 558.</ref> gilt das Marie-Bamberger-Syndrom auch als paraneoplastisches Syndrom und muss bei der Diagnosestellung Anlass einer entsprechenden Abklärung sein.

Differentialdiagnostisch muss an andere chronische Lungenerkrankungen wie Zystische Fibrose, Tuberkulose, Bronchiektasen, Lungenfibrose, seltener an Erkrankungen des Herzens und der Leber (Leberzirrhose), aber auch an chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie eine Colitis ulcerosa <ref>JuliaCrone, Wolf Dietrich Huber, Rosemarie Resch Walter Ponhold, Gerhard Granditsch: Hypertrophic Osteoarthropathy in Untreated Ulcerative Colitis. In: Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition. 2002, 35, S. 213–215.</ref>) gedacht und gegebenenfalls danach gesucht werden. Noch seltener tritt das Krankheitsbild spontan oder familiär gehäuft auf.

Prätibiale Schmerzen und Schwellungen können einer malignen intrathorakalen Erkrankung um Monate voraus gehen.

Therapie

Abgesehen von der Behandlung der Grunderkrankung werden zur Schmerzlinderung nichtsteroidale Antirheumatika verabreicht.

Weblinks

Commons: Hypertrophe Osteoarthropathie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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