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Spiegeleiqualle

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Spiegeleiqualle
Datei:Spiegeleikwal voor de westkust van Sardinië.jpg

Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata)

Systematik
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Schirmquallen (Scyphozoa)
Ordnung: Wurzelmundquallen (Rhizostomeae)
Familie: Cepheidae
Gattung: Cotylorhiza
Art: Spiegeleiqualle
Wissenschaftlicher Name
Cotylorhiza tuberculata
(Macrì, 1778)

Die Spiegeleiqualle (Cotylorhiza tuberculata) gehört zu den Wurzelmundquallen (Rhizostomeae). Sie lebt im Mittelmeer, hauptsächlich in der Hochsee (Pelagial), meist nur knapp unter der Wasseroberfläche. Sie kann sich aktiv fortbewegen und ist so relativ unabhängig von Meeresströmungen.

Merkmale

Die Spiegeleiqualle hat einen weißlichen Schirm, mit einem Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern, und eine gelbe, an den Dotter eines Spiegeleis erinnernde, Erhebung in der Mitte. Sie hat acht zentrale und viele kleine Arme, die in violetten knopfartigen Verdickungen enden. Die Lebenszeit beträgt etwa ein halbes Jahr.

Datei:Wrda - taking the ride (by-sa).jpg
Seitenansicht einer Spiegeleiqualle mit begleitenden Fischen

Die Qualle wird von vielen kleinen Fischen begleitet, die in den Nesselfäden Schutz finden. Sie hat nur ein schwaches Nesselgift und ist für den Menschen harmlos. In den Sommermonaten können sie eine kilometerlange Quallenblüte bilden. Sie ernähren sich je zur Hälfte von kleinen Meerestieren und Algen.<ref>Peter Carstens: Spiegeleiquallen vor Mallorca: ein Alarmsignal. In: GEO. 28. September 2023, abgerufen am 2. März 2026.</ref>

Fortpflanzung

Weibliche Spiegeleiquallen lassen kurz vor ihrem Tod viele Planulalarven frei. Diese sinken zu Boden und werden zu Polypen. Die 5 bis 10 Millimeter großen, 16 Tentakel tragenden Polypen schnüren im Frühjahr durch Knospung Ephyralarven ab, die im Laufe ihres Wachstums zu Medusen werden.

Literatur

  • Matthias Bergbauer, Bernd Humberg: Was lebt im Mittelmeer? Franckh-Kosmos, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07733-0

Weblinks

Commons: Spiegeleiqualle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />