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Fernando Pereira

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Vorlage:Hinweisbaustein Fernando Pereira (* 10. Mai 1950 in Chaves, Portugal; † 10. Juli 1985 in Auckland, Neuseeland) war ein freischaffender niederländischer Fotograf portugiesischer Herkunft und Greenpeace-Aktivist, der bei der Versenkung der Rainbow Warrior getötet wurde.

Leben und Kontext

Der in der portugiesischen Kleinstadt Chaves geborene Pereira floh zur Regierungszeit António de Oliveira Salazars aus seinem Heimatland, um nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden. Über Spanien floh er zu Fuß und per Anhalter bis in die Niederlande. Dort schlug er eine Laufbahn als Fotograf ein. Als Pressefotograf fotografierte er Künstler, Politiker und aktuelle Ereignisse. Fast eintausend seiner Fotos sind über das Nationalarchiv der Niederlande verfügbar.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fernando Pereira im Nationalarchiv der Niederlande (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gahetna.nl, abgerufen am 19. Juli 2015</ref> Durch seine Heirat mit einer Holländerin wurde er schließlich niederländischer Staatsbürger. Die Familie hatte zwei Kinder: Marelle und Paul.<ref>Darstellung von Greenpeace, abgerufen am 14. Juli 2015</ref><ref name=":0">NZ On Screen: Child of the Rainbow Warrior | Television | NZ On Screen. Abgerufen am 3. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1985 beteiligte er sich als Fotograf und Aktivist an der Greenpeace-Aktion gegen die französischen Kernwaffentests auf dem Mururoa-Atoll.

Er starb bei der Versenkung der Rainbow Warrior durch den französischen Geheimdienst. Nach der ersten Explosion war er mit anderen Aktivisten unter Deck gegangen, nach der zweiten Explosion wurde er vermisst und konnte nur noch tot geborgen werden.<ref>Darstellung von Greenpeace, abgerufen am 13. Juli 2015</ref> Der Anschlag auf das Greenpeace-Schiff wurde im Hafen von Auckland durch zwei Agenten des französischen Auslandsgeheimdienstes durchgeführt. Es wurden zwei Haftminen an dem Schiff angebracht. Der Kapitän der Rainbow Warrior, Peter Willcox, befahl das Schiff zu verlassen. Pereira ging aber unter Deck, möglicherweise um seine Kamera-Ausrüstung zu retten.<ref name=":0" /> Der Schiffsarzt ging davon aus, dass die Explosion der zweiten Mine ihn unter Deck betäubt habe.<ref NAME="einestages">Katja Iken, Die Bomben gegen Greenpeace, Spiegel Online (einestages) vom 9. Juli 2015. 2015</ref> Der Tod Pereiras löste ein weltweites Medienecho aus, weil er zum Symbol der Handlungsweise des Geheimdienstes gegen Greenpeace wurde: „Pereira starb, weil der französische Geheimdienst ein Schiff mit Menschen versenkt hatte, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzten“ (Katja Iken im Spiegel).<ref NAME="einestages"/><ref>New York Times, 2013</ref><ref>Le Monde, 2015</ref><ref>Independent, 1995</ref><ref>NTV, 2015 </ref>

Zwei der Ausführenden des Anschlags, die Geheimdienstoffiziere Alain Mafart und Dominique Prieur, wurden im November 1985 zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Davon verbüßten sie acht Monate, bevor sie unter französischem Druck auf das französische Atoll Hao verlegt wurden.<ref name=":0" /> Die Familie Pereira erhielt von der französischen Regierung eine Entschädigung von umgerechnet ca. 300 000 Euro, die den Sätzen für Schadenersatz bei Verkehrsunfällen entsprach.<ref>Spiegel 29/1986, abgerufen am 15. Juli 2015</ref>

Die Versenkung der Rainbow Warrior und der Tod Pereiras gelten als eine der größten politischen Niederlagen in der Amtszeit Mitterrands.<ref>„Lektion in Zynismus“. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1995, S. 118–120 (online19. Juni 1995).</ref>

2005, am zwanzigsten Jahrestags des Untergangs der Rainbow Warrior wurde öffentlich, dass der französische Präsident François Mitterrand selbst die Aktion autorisiert hatte.<ref>Report Says Mitterrand Approved Sinking of Greenpeace Ship in The New York Times vom 10. Juli 2005</ref> In einer Erklärung sagte Admiral Pierre Lacoste, der damalige Geheimdienst-Chef, dass Pereiras Tod schwer auf seinem Gewissen laste.

Fotos von Pereira

Literatur

  • Robin Morgan: Rainbow warrior. The French attempt to sink Greenpeace. Hutchinson, London 1986, ISBN 0-09-164360-0.

Weblinks

Commons: Fernando Pereira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Fotos von Fernando Pereira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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