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Paul Dietrich Giseke

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Paul Dietrich Giseke (* 8. Dezember 1741 in Hamburg; † 26. April 1796 ebenda) war ein deutscher Arzt, Botaniker, Lehrer und Bibliothekar in Hamburg. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „<templatestyles src="Person/styles.css" />Giseke“.

Leben

Paul Dietrich Giseke wurde am 8. Dezember 1741 in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns geboren. Er besuchte das Johanneum und anschließend das Akademische Gymnasium.<ref name=Lexikon>Hans Schröder: Lexikon der hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart. Im Auftrage des Vereins für Hamburgische Geschichte ausgearbeitet. Bd. 2, Hamburg 1854, Nr. 1233 </ref> Giseke studierte ab 1764 an der Universität Göttingen Medizin und Botanik. Im Jahr 1767 wurde er promoviert.<ref>Gerhard Wagenitz (Hrsg.): Göttinger Biologen 1737–1945: Eine biographisch-bibliographische Liste. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1988, ISBN 3-525-35876-8, S. 65, (online).</ref> Anschließend ging er auf Studienreisen durch Frankreich und Schweden. Während dieser Auslandsaufenthalte lernte er Carl von Linné (1707–1778) kennen und wurde dessen Schüler und enger Freund, so dass Linné sogar die Pflanzenfamilie „Gisekiaceae“ nach ihm benannte.

Aus dem Ausland zurück praktizierte Giseke in Hamburg zunächst als Arzt. Im Winter 1771 hielt er für Ärzte Vorlesung im neu eröffneten Theatrum Anatomicum im Einbeckschen Hause.<ref>Hermann Gustav Gernet: Mittheilungen aus der älteren Medicinalgeschichte Hamburg's. S. 336, ((Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3DCSRTAAAAcAAJ~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3DPA336~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D))</ref> Er war Vorstand des Ärztlichen Vereins Hamburg, dem Vorgänger der Ärztekammer. Am 12. Dezember 1771<ref>Johann Otto Thiess: Versuch einer Gelehrtengeschichte von Hamburg. Bd. 1, Hamburg, 1783, S. 244, (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11440552~SZ%3D248~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D)</ref> begann er als Professor für Physik und Poesie am Akademischen Gymnasium als Nachfolger von Johann Christian Wolf. Im Jahr 1777 war er an der Ausgabe des Buches Icones Plantarum beteiligt, das im Verfahren des Naturselbstdruckes hergestellt worden war.<ref>Heinrich Sander: Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande,…, zweiter Theil, Leipzig 1784, S. 214 ff. (online).</ref>

Ab 1784 war er neben Martin Friedrich Pitiscus (1722–1794) zweiter und nach dessen Tod ab 1794 bis an sein Lebensende (1796) erster Bibliothekar an der Stadtbibliothek dem Vorgänger der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.

Im Jahr 1789<ref>Mitgliedseintrag von Paul Dietrich Giseke bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> wurde Giseke in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Sein Nachlass befindet sich in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.<ref>Ergebnisanzeige (online)</ref> Auch der Briefwechsel mit Carl von Linné ist erhalten.

Er war verheiratet mit Charlotta Wilhelmina Fixsen, hatte aber keine Kinder. Er verstarb am 26. April 1796 in Hamburg.<ref name=Lexikon />

Ehrentaxon

Ihm zu Ehren wurde die Gattung Gisekia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. der Pflanzenfamilie der Eiskrautgewächse (Aizoaceae) benannt.<ref name="Burkhardt2018" />

Werke

Literatur

  • Adolf Meyer, Naturforschung und Naturlehre im alten Hamburg: Erinnerungsblätter zu Ehren der 90. Versammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte in Hamburg (September 1928), Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, 1928, S. 57.
  • A. von Hirsch (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker (vor 1880). 2. Aufl., 6 Bde., Berlin; Wien 1929–1935.
  • Karl Bader: Lexikon deutscher Bibliothekare im Haupt- und Nebenamt bei Fürsten, Staaten u. Städten. Leipzig 1925. [Zentralblatt für Bibliothekswesen. Beih. 55]

Sekundärliteratur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> </references>

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