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Johann Richard Seel

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Datei:Seel, Johann Richard 01.JPG
Der deutsche Michel in der Gewalt der Zensur, Karikatur, 1842
Datei:Der deutsche Michel, August 1842.png
Der deutsche Michel, August 1842, Karikatur, 1842
Datei:Bildniskarikaturen, u. a. Carl Siebel (1836), Emil Rittershaus (1834–1857) und Carl Michels (1831–1866), 1859.png
Karikaturen vom Wuppertaler Dichterkreis, u. a. von Carl Siebel, Emil Rittershaus und Carl Michels, 1859
Datei:Richard Seel - Reformierter Friedhof Hochstraße.JPG
Grabstein auf dem Reformierten Friedhof Hochstraße in Wuppertal. Portraitrelief von Bernhard Afinger

Johann Richard Seel (* 2. Februar 1819 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal); † 12. Januar 1875 ebenda)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berühmte Wuppertaler (mit Foto) (Memento vom 18. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref> war ein deutscher Maler, Grafiker und Karikaturist des Vormärz. Er entwarf im Jahr 1842 das bekannte Bild des deutschen Michel.

Biographie

Seel war der Sohn des Zinngießers Hermann Seel und seiner Frau Wilhelmina, geb. Joest. Er besuchte das Elberfelder Gymnasium bis zur Untertertia 1837 und schloss sich einem Literaturkränzchen an, dem auch Friedrich Engels, Carl de Haas, Friedrich Roeber und Adolf Schults angehörten. Er studierte Malerei ab 1837 an der Königlichen Kunstakademie in Düsseldorf bei Karl Ferdinand Sohn. 1840/41 war er als Einjährig-Freiwilliger in Berlin, wo 1842 seine berühmte Karikatur Der deutsche Michel sowie weitere Karikaturen zu Problemen seiner Zeit entstanden, etwa Die Finanzierung des Kölner Dombaus, Der Eintritt der Zensur und Die radikale Evangelienkritik. Danach ging er 1845 nach Paris und studierte – vermutlich nach Vermittlung durch Clemens Bewer – bei Paul Delaroche. 1848 kehrte er nach Elberfeld zurück, sympathisierte mit dem Gedankengut der Märzrevolution, beteiligte sich jedoch nicht aktiv.

Danach wurde er ein bekannter Porträt- und Landschaftsmaler in Elberfeld und Barmen. Gefördert wurde er durch den Kaufmann und Kunstmäzen Ludwig von Lilienthal. Seel war mit vielen Dichtern des Tals befreundet, wie Adolf Schults, Emil Rittershaus und Carl Siebel. Seel starb nach langer Krankheit in Elberfeld.

Werke

  • Album aus dem Wupperthale hrsg. vom Maler J. Richard Seel, Langewiesche, Barmen 1854

Literatur

  • Michael Knieriem: „Wir wollen dem Wupperthale einen Namen machen…“. Eine Dokumentation zur Entstehungsgeschichte des Elberfelder Literaturkränzchens 1838–1844. Wuppertal 1994 (Nachrichten aus dem Engels-Haus 10)
  • Knut Soinè: Johann Richard Seel, der Zeichner des Deutschen Michel. Hauschild Verlag, Bremen 1998, ISBN 978-3-931785-76-5
  • Horst Heidermann: Johann Richard Seel, Maler im Wuppertal und Zeichner des Deutschen Michel. Thales Verlag, Essen 2003, ISBN 3-88908-492-3 (Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals 40 Hrsg. vom Bergischen Geschichtsverein – Abteilung Wuppertal)

Weblinks

Commons: Johann Richard Seel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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