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Renate Spitzner

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Renate Spitzner (* 28. Mai 1943 in Prag) ist eine österreichische Komponistin (ÖGZM), Musikerin, Musikpädagogin und Musiktherapeutin. Sie begründete die „Musisch-soziale Methode“ und initiierte den „Freiwilligenausweis“<ref name="Ehrung2001">2001 Ehrung zum Internationalen Jahr der Freiwilligen. Abgerufen am 2. Mai 2015.</ref>.

Spitzner studierte Violine, Orgel, Klavier, Trompete, Musikpädagogik, Komposition und Musiktherapie in Wien. Sie ist Absolventin der Universität für Musik in Wien.

Datei:Prof. Renate Spitzner.jpg
Renate Spitzner mit Violine

Bei ihrer Arbeit im psychiatrischen Krankenhaus Baumgartnerhöhe in Wien entwickelte sie die „musisch-soziale Methode“, bei der Patienten und Berufsmusiker gemeinsam musizieren. Für das gemeinsame Musizieren werden Werke der Klassik für die Bedürfnisse der Patienten adaptiert als auch neu geschrieben. Die „Musisch-soziale Methode“ wurde das erste Mal 1992 im Rahmen der UNO-Dekade der Behinderten Wien-Japan öffentlich anerkannt.

Renate Spitzner ist die Mutter des Komponisten Gerald Spitzner.

Auszeichnungen

  • Künstlerische Anerkennung durch die Tschechoslowakische Republik, Uraufführung der Komposition „Praha“ für Violine solo anlässlich der Eröffnung des Tschechoslowakischen Expo-Pavillons aus Brüssel in Prag 1959<ref>Siehe Tschechoslowakisches Fernsehen Livemitschnitt.</ref>
  • Zum 50. Jahrestag des Zentrums in Wien 1 (Freyung 6, Stiege 1 Tür 5) wurde Renate Spitzner 2001 zum UNO Jahr der Freiwilligen der 1. Preis für Kultur für soziales Engagement von der Republik Österreich verliehen.<ref name="Ehrung2001" />
  • 2006: Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien, verliehen am 20. September 2006 durch Gesundheitstadträtin Mag. Renate Brauner für die Entwicklung und jahrelange Umsetzung der „Musisch-sozialen Methode“.<ref>Stadträtin Brauner überreicht Ehrenzeichen. Professoren Friedrich, Lischka und Spitzner ausgezeichnet. Rathauskorrespondenz Wien, abgerufen am 2. Mai 2015.</ref>

Werke (Auszug)

Datei:Gerhard Lampersberg (links) und Renate Spitzner (Mitte).jpg
Renate Spitzner mit Komponisten Gerhard Lampersberg am Tonhof
  • Zum UN-Jahr des Delphins: Delphin 1-10 für Violine und Klavier
  • Barmherzigkeit – 800 Jahre Hl. Elisabeth
  • Begegnung am Brunnen (2006, Wiener Rathaus, Wappensaal zur Ehrung für das Lebenswerk der Komponistin)
  • 620 Kurzmessen für Kranke – Kyrie, Gabenbereitung, Kommunion
  • Hoffnung für Violine und Viola (ÖGZM, Haydnsaal, Universität für Musik Wien)
  • „Tonhofer Miniaturen - Widmung an Gerhard Lampersberg und Gattin Maja Weiss-Ostborn-Lampersberg“ für Solovioline (anlässlich der ORF-Reportage 1968)

Literatur

  • Renate Spitzner, Gerald Spitzner: Musikalische Praxis – maschinell ersetzbares Virtuosentum oder lebendige Einsatzmöglichkeiten in der Rehabilitation? In: Hans Georg Zapotoczky (Hrsg.): Mensch, Macht, Maschine. Verlag Integrative Psychiatrie, Innsbruck/Wien 1995, ISBN 3-85184-012-7, S. 172–180.
  • Prof. Renate Spitzner. Integration durch Musiktherapie. In: Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gesichter der Menschlichkeit. Was Österreicherinnen und Österreicher freiwillig für Andere tun. (Memento vom 25. Dezember 2004 im Internet Archive), Wien 2001, S. 42.
  • Vortrag im Hörsaal A der Uniklinik des AKH Wien: „Genutzte Zeit der Unterdrückung - ein Lehrplan der Musisch-sozialen Methode entsteht“, 2. November 2007, DPGA-Tagung (Erläuterung des Furtwänglerschen Kompositionsdreiecks)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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