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Scherge

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Als Scherge wird im heutigen Sprachgebrauch oft ein „Henkersknecht“, Büttel, käuflicher Verräter oder generell eine Person, die einem Schurken dienstbar ist und seine Befehle ausführt, bezeichnet. Das veraltete Wort Häscher ist ein Synonym zu Scherge.<ref>Duden, 21. Auflage
NSB Universalwörterbuch der Neuen Schweizer Bibliothek. 1967.</ref>

Geschichte

Der Begriff Scherge wird schon lange nicht mehr in seiner ursprünglichen Bedeutung „Anführer einer Schar“ (althochdeutsch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. Jubiläumsausg., o. V., Gütersloh 1991, S. 1115.
Hermann Paul: Deutsches Wörterbuch. o. V., Halle a. S. 1908 (2), S. 445.</ref>) verwendet; bereits im Mittelhochdeutschen wurde Scherge im Sinne von „Gerichtsdiener“ angewandt,<ref name="grimm">Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref><ref>Duden-Red.: Duden (in sechs Bänden), Dudenverlag, Mannheim 1980, S. 2251.</ref> und in Zedlers Universallexikon (1732–1754) wird Scherge als ein Begriff bezeichnet, „worunter man heut zu Tage insgemein einen Stadt-Knecht, Büttel, Häscher, Folterer etc. zu verstehen pfleget“.<ref>Scherge. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 34, Leipzig 1742, Sp. 1328.</ref>

Das Schergenamt (auch Amt genannt) war eine geschichtliche Verwaltungseinheit in Altbayern. Dem Schergenamt stand der Scherg(e) oder Amtmann vor. Über dem Amt wiederum stand das Landgericht älterer Ordnung.

Weblinks

Wiktionary: Scherge – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />