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Rettet den Regenwald

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Rettet den Regenwald e. V.
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Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1988
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Hamburg
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Schutz und Bewahrung von Wäldern, insbesondere des tropischen Regenwalds, gemeinsam mit den dort lebenden Völkern
Vorsitz Bettina Behrend, Marianne Klute
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder ca. 13.000 Fördermitglieder
Website regenwald.org

Der Verein Rettet den Regenwald e. V. ist eine Umweltorganisation in Deutschland.

Die sich selbst als politisch unabhängig bezeichnende Organisation setzt sich für den Tropischen Regenwald, seine indigenen Bewohner und den Erhalt ihrer Lebensräume ein und unterstützt dieses Ziel auch finanziell. Mit Online-Petitionen in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Indonesisch) und der Zeitschrift Regenwald Report macht der Verein auf regenwaldzerstörende Projekte aufmerksam und kritisiert die beteiligten Unternehmen, Banken und Regierungen. Zudem sammelt der Verein Spenden, mit denen die Arbeit örtlicher Umweltorganisationen und Menschenrechtsgruppen unterstützt wird.

Die thematischen Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind Monokulturen (Palmöl, Kakao, Soja, Eukalyptus, Zuckerrohr), Land Grabbing/Landraub, Biotreibstoff, Großprojekte wie Staudämme, Ressourcenausbeutung durch Goldgewinnung, illegaler Holzeinschlag, Tropenholzverzicht, Wilderei, Massentierhaltung. Der Verein setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Regionale Schwerpunkte liegen derzeit in Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Philippinen, südliches Afrika, Brasilien und Peru. Die Arbeit des Vereins beschränkt sich nicht nur auf die Tropen, sondern schließt die heimische Umwelt ein.

Gründung und Finanzierung

Datei:Holzbegutachtung.jpg
Reinhard Behrend, damaliger Vereinsvorsitzender von Rettet den Regenwald e. V., begutachtet gefällte Regenwald-Baumstämme in Afrika (1. Januar 1997)

Der Verein wurde 1988 vom ehemaligen Vorsitzenden Reinhard Behrend gegründet und sitzt in Hamburg. Behrend leitete den Verein, bis er im Mai 2020 wegen einer Erkrankung diese Position abgeben musste. Er starb am 5. Juni 2020. Der Verein finanziert sich laut eigener Aussage fast ausschließlich über Spenden. Weiterhin werden Einnahmen aus der Vermarktung von T-Shirts, CDs, Büchern, Kinderartikeln, Aufklebern und Postern über den eigenen Regenwald-Shop erzielt.<ref>Jahresbericht 2014 (PDF; 3,0 MB)</ref>

Der Verein ist in Deutschland als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

Regenwald Report

Der Regenwald Report ist die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Vereins. Sie enthält Berichte über Regenwaldvernichtung, aktuelle Protestaktionen und Spendenaufrufe. Zudem berichtet das Heft über Erfolge beim Schutz der Regenwälder sowie über lokale Umweltgruppen.

Die Zeitschrift erscheint seit 1988. Alle Ausgaben ab 1995 sind online verfügbar.<ref>Regenwald Report</ref> Die Auflage liegt zwischen 70.000 und 100.000, der Druck erfolgt auf Recyclingpapier.

Arbeitsweise

Die Lobby- und Informationsarbeit in Deutschland bildet einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Der Verein informiert die Öffentlichkeit über die deutsche Beteiligung an der Regenwaldzerstörung und zeigt die Ursachen auf. Er nennt als Verursacher Deutsche Bank, BASF, Bayer AG, Unilever, Nestlé, Procter & Gamble, PepsiCo, Monsanto, Cargill, Wilmar, Asia Pulp and Paper Company (APP), APRIL und andere. Er nimmt Einfluss auf die Politik in Deutschland und der Europäischen Union.

Der Verein wendet sich auch direkt an die Verbraucher in Deutschland, die mit bewusstem Kaufverhalten, Protestaktionen und privatem Engagement zum Regenwaldschutz beitragen können. So wirbt der Verein für ein generelles Verzicht auf Palmöl und hält eine Positivliste palmölfreier Produkte<ref>http://www.umweltblick.de/index.php/branchen/produkte-ohne-palmoel</ref> bereit.

Mitarbeiter werden häufig von Journalisten aus Printmedien, Radio und Fernsehen und von Filmemachern interviewt (Der Spiegel, Natur, Silva, Bioboom, ZDF, Deutschlandfunk, Radio Lora, Radio Dreyeckland).<ref>Rudolf Balmer: Bayer-Hauptversammlung in Köln: Protest wegen Bienensterben. In: taz.de. 27. Mai 2015, abgerufen am 7. März 2024.</ref><ref>https://rdl.de/beitrag/kampf-um-die-regenw-lder-was-ist-mit-dem-palm-l</ref><ref>https://latina-press.com/news/187573-peru-kampf-um-die-urwaelder-amazoniens-erreicht-deutsche-gerichtssaele/</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.ksta.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Der zweite Schwerpunkt setzt direkt in den Regenwaldländern an. Dort unterstützt der Verein Menschen, setzt sich für den Wald, indigene Rechte, sozialen Fortschritt und nachhaltige Entwicklung ein. Bei Bedarf finanziert und organisiert der Verein Lobbybesuche in Deutschland von Menschen, die in ihrer Heimat für den Erhalt ihrer Regenwälder kämpfen, sofern ihre Lebensräume durch die Politik deutscher Konzerne, Banken oder Ministerien bedroht sind.

Kampagnen

Mit seinen Kampagnen – meist in Form von Online-Petitionen – macht der Verein auf Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Die Petitionen werden regelmäßig von mehr als 100.000 Menschen unterschrieben.

Rettet den Regenwald nimmt an Demonstrationen und Protestaktionen teil oder organisiert sie. Dabei werden häufig Unterschriftenlisten übergeben. Mitarbeiter von Rettet den Regenwald besuchen Hauptversammlungen von Unternehmen wie Deutsche Bank, BASF, Bayer und sprechen zu den Aktionären.

Der Verein hat den Alternativen Forstkongress CSAP im September 2015 in Durban mitorganisiert.<ref>Forstkongress CSAP rettet-den-regenwald-/c1bq7</ref>

Seit dem Jahr 2014 unterstützt der Verein Umweltschützer in Peru dabei, Regenwaldgrundstücke im Dorf Tamshiyacu am Amazonas zu kaufen und unter Schutz zu stellen. Der Regenwald ist durch Rodungen der Firma Cacao del Peru Norte bedroht.<ref>https://news.mongabay.com/2015/09/cacao-plantation-ramping-up-forest-clearing-in-peru/</ref><ref>Octavia Payne, Sarah Alix Mann: Zooming In: “Sustainable” Cocoa Producer Destroys Pristine Forest in Peru. In: Blog. Global Forest Watch, 9. Juni 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 2. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>https://www.regenwald.org/spende/146/peru-helfen-sie-den-amazonasregenwald-zu-schuetzen</ref>

Hauptsächliche Themen dieser Kampagnen sind: (illegale) Regenwaldrodung z. B. für Tropenholznutzung oder die Produktion von Agrarenergie/Biodiesel, Palmöl oder Kakao<ref>Bittere Schokolade. Kakao bedroht Amazonien, in: Regenwaldreport 1/15. Online (abgerufen am 20. März 2015)</ref> sowie der Schutz der dort lebenden Menschen und Wildtiere, Landraub, Massentierhaltung sowie Goldförderung und ihre Auswirkungen. Petitionen mit besonders vielen Unterschriften waren beispielsweise: Biospritpolitik der EU,<ref>Palmöl Stopp! Biodiesel Stopp! Sofort!, auf regenwald.org</ref> Regenwaldvernichtung für Palmöl und Kakao in Peru,<ref>Beendete Aktion | Peru: Abholzung sofort stoppen!, auf regenwald.org</ref> Bedrohung der Orang-Utans durch Palmölplantagen,<ref>Rettet die Orang-Utans! Stoppt Palmöl!, auf regenwald.org</ref><ref>Bitte unterschreiben:Wald schützen, Biosprit stoppen, auf regenwald.org</ref> die Bedrohung der Bienen durch Pestizide,<ref>| Aktion: Die Bienen brauchen Eure Hilfe jetzt, auf regenwald.org</ref> das Freihandelsabkommen CETA und Teersande aus Kanada,<ref>Das dreckigste Erdöl der Welt: CETA stoppen!, auf regenwald.org</ref> der falschen Definition von Plantagen als Wälder.<ref>Sagen Sie der UNO: Plantagen sind kein Wald!, auf regenwald.org</ref>

Kooperationspartner

Der Verein kooperiert mit deutschen und internationalen Umwelt-, Eine Welt- und Menschenrechtsgruppen. Dazu gehören auf nationaler Ebene Pro Regenwald, Save Wildlife Conservation Fund und Robin Wood und auf internationaler Ebene Rainforest Foundation (Großbritannien), Amazonwatch (USA), Acción Ecológica (Ecuador), DECOIN (Ecuador), Fundación del Río (Nicaragua), Rainforest Information Centre (Australien), Rainforest Action Network (USA), Rainforest Relief (USA), Environmental Defense (USA), Stiftung PanEco (Schweiz), Save our Borneo (Indonesien), JATAM (Indonesien), Walhi (Indonesien), Aldaw (Philippinen), Timberwatch (Südafrika),<ref>https://www.timberwatch.org.za/</ref> SPDE (Peru),<ref>http://www.spde.org./</ref> Biofuelwatch (Großbritannien), Bruno Manser Fonds (Schweiz) und viele andere.

Kritik

Die Zeitschrift Öko-Test gab dem Verein 2002 im Umgang mit Spenden die Note „sehr gut“. Bei einer Bewertung von Spendenorganisationen durch das Magazin test kam für das Stichjahr 2013 als Ergebnis unzureichend in der Gruppe der „Mäßig transparent und organisierten“ Organisationen heraus – bei Einnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro.<ref>Richtig spenden | So erkennen Sie seriöse Spenden-Organisationen, auf test.de</ref>

Transparenz

Rettet den Regenwald e. V. ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Seine Finanzen veröffentlicht der Verein in ausführlichen Jahresberichten.<ref>Initiative Transparente Zivilgesellschaft, auf regenwald.org</ref><ref>Unsere Jahresberichte, auf regenwald.org</ref>

Literatur

  • Öko-Test-Ausgabe November 2002, erschienen am 28. Oktober 2002 unter dem Titel: Öko-Spenden – Zwischen Biotop und Sumpf
  • Silva-Waldmagazin.de-Ausgabe 1/2015:<ref name="silva-waldmagazin">Waldmagazin, auf zabota.de</ref> Palmölboom – bis ans Ende der Welt und Interview mit Reinhard Behrend: Regenwald ist unbeschreiblich schön...
  • Silva-Waldmagazin.de-Ausgabe 2/2015:<ref name="silva-waldmagazin" /> Bittere Schokolade
  • Natur-Ausgabe 2/2015: Gutes, schlechtes Palmöl
  • Bioboom-Sommer 2015: Hier war mein Wald

Weblinks

Commons: Rettet den Regenwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise, Anmerkungen

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