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Theoderich von Neuhaus

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Theoderich von Neuhaus (auch Dietrich von Neuhaus, Theoderich/Dietrich von Hradec, Dietrich de Novo Foro, Theodoricus de Gradec; tschechisch: Dětřich z Hradce; † 10. Oktober 1302 in Olmütz) war Bischof von Olmütz.

Leben

Theoderich entstammte dem witigonischen Familienzweig der Herren von Neuhaus. Sein Vater Witiko I. von Neuhaus war der Sohn des Begründers der Herren von Neuhaus Heinrich I. von Neuhaus.<ref>František Teplý: Dějiny města Jindřichova Hradce. Dílu I. svazek 1., Jindřichův Hradec 1927</ref> Als Domherr von Olmütz veranlasste Theoderich 1280 Stiftungen für das Olmützer Domkapitel und das Nonnenkloster bei der St.-Peter-Kirche ebenda. Nach dem Tod des Bischofs Bruno von Schauenburg wählte ihn das Domkapitel 1281 einstimmig zu dessen Nachfolger. Es war die erste Wahl, die das Domkapitel selbständig vornehmen durfte. Sie wurde vom Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein geleitet, zu dessen Kirchenprovinz auch Böhmen und Mähren gehörten. Die Bischofsweihe erfolgte im selben Jahr durch den Prager Bischof Tobias von Bechin.

Während seiner Amtszeit beschränkte sich Theoderich auf seine bischöflichen Aufgaben, wobei er keine Neuerungen einführte. Er bemühte sich um bessere Beziehungen zu den Bettelorden und gestattete den Minoriten, in seiner Diözese Gottesdienste zu halten und zu predigen. In seiner bischöflichen Kanzlei waren neben dem leitenden Notar weitere Notare sowie Schreiber beschäftigt.

1287 nahm er an der Reichssynode in Würzburg teil, wobei nicht bekannt ist, ob er die Synodalbeschlüsse in seiner Diözese umsetzte. 1296 gründete er bei St. Peter in Brünn ein Kollegiatskapitel gegen den Widerstand der Zisterzienserinnen des Klosters Tišnov, die das Patronat für diese Kirche hatten und übergab die Propstei dem späteren Olmützer Bischof Peter II. von Konitz, der ohnehin reich mit Pfründen ausgestattet war. Er starb am 10. Oktober 1302. Sein Leichnam wurde im Olmützer Dom beigesetzt.

Literatur

Jan Bistřický: Theoderich von Neuhaus († 1302). In: Erwin Gatz, Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448, ISBN 3-428-10303-3, S. 509.

Einzelnachweise

<references/>

VorgängerAmtNachfolger
Bruno von SchauenburgBischof von Olmütz
1281–1302
Johannes VI. von Waldstein

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Johannes I. | Vereint mit Prag 1087–1088 | Wezel (tschechisch: Vezel) | Andreas I. | Heinrich I. | Petrus I. | Johannes II. | Heinrich II. Zdik | Johannes III. | Johannes IV. | Dietleb | Pilgrim | Kaim | Engelbert von Brabant | Johannes V. Bavor | Robert | Wilhelm (Elekt) | Konrad von Friedberg | Bruno von Schauenburg | Theoderich von Neuhaus | Johannes VI. von Waldstein | Peter II. von Konitz | Konrad I. | Heinrich III. | Johannes VII. Volek | Johannes VIII. Očko von Wlašim | Johannes IX. von Neumarkt | Peter III. Jelito | Johannes X. Soběslav | Nikolaus von Riesenburg | Johannes XI. Mráz | Latzek von Krawarn | Konrad II. von Vechta | Wenzel Králík von Buřenice (Administrator) | Albrecht von Březí (Elekt) | Johannes XII. von Bucca | Konrad III. von Zwole | Paul von Miličin und Talmberg | Johannes XIII. Haes | Bohuslaus von Zwole | Protasius von Boskowitz und Černahora

Administratoren des Domkapitels 1482–1484: Johannes Pauswangel, Alex von Iglau, Heinrich von Zwole | Johann Filipec (amtsführend) | Johannes XIV. Vitéz

vom Papst ernannte Administratoren, residierten nicht in Olmütz 1487–1497: Ardicino della Porta, Johannes XV. Borgia

Administration durch die Domherren 1490–1497: Konrad Altheimer, Daniel von Kosteletz, Johann von Jamnitz

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