Zum Inhalt springen

Zschillichau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. März 2026 um 12:58 Uhr durch imported>Wivoelke (Einw-Quelle; Fläche; Einleitung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Gemeinde Großdubrau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Zschillichau 51° 15′ N, 14° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68) 51° 15′ 8″ N, 14° 29′ 16″ O
 {{#coordinates:51,252222222222|14,487777777778|primary
dim=10000 globe= name=Zschillichau region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 161 m ü. NN
Fläche: 1,11 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Zschillichau, Gemeinde Großdubrau. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 68 (31. Dez. 2022)<ref>Angaben der Gemeindeverwaltung Großdubrau.</ref>
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1936
Eingemeindet nach: Sdier
Postleitzahl: 02694
Vorwahl: 035934
Datei:Großdubrau Zschillichau Aerial.jpg
Luftbild

Zschillichau, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf im Osten des Landkreises Bautzen in Sachsen und gehört seit 1994 zur Gemeinde Großdubrau. Der Ort liegt in der Oberlausitz und zählt zum Siedlungsgebiet der Sorben.

Geografie

Zschillichau befindet sich am westlichen Hang des Spreetales etwa neun Kilometer nordöstlich von Bautzen. Während die östliche Umgebung landwirtschaftlich genutzt wird, befinden sich im Westen die Großdubrauer Wälder. In diese Richtung steigt das Gelände bis auf 200 Meter an, während die Talaue der Spree östlich von Zschillichau etwa 20 Meter tiefer als der Ort liegt.

Siedlungshistorisch ist der Ort wie das benachbarte Sdier ein Platzdorf mit dem Siedlungskern östlich der heutigen B 156. Die Nachbarorte sind Sdier im Norden, Malschwitz im Südosten, Briesing im Süden und Großdubrau im Westen.

Geschichte

Datei:Čelchow – knježi dom 2.jpg
Das Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts (Baujahr 1901)

Am unweit von Zschillichau gelegenen Joercksberg (158,4 m ü. NHN)<ref>Geoportal Sachsenatlas, Digitale Topographische Karten (DTK) 2008-2012. In: geosn.sachsen.de. Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN), Dresden, 2024, abgerufen am 13. Oktober 2024.</ref>, der die Spreeaue überblickt, wurden in Resten ehemaliger Besiedlung Fundstücke aus der Römischen Kaiserzeit entdeckt.

Der heutige Ort wurde erstmals 1360 als Czelchow(e) erwähnt. Diese Namensform hat sich im Sorbischen bis heute erhalten. Weitere (deutsche) Formen waren Schillichen (1499), Tzöhlichau (1658) und Zschilche (1733). Die heutige Namensform ist erstmals 1810 erwähnt. Die Grundherrschaft lag bis 1718 beim Rittergut Malschwitz; danach war das Zschillichauer Rittergut selbstständig.

Bis 1990 befand sich von der Straße aus gesehen hinter dem Joercksberg eine mobile Funkmessstation der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee der DDR. Später wurde der Gebäudekomplex als Asylbewerberheim genutzt.

Bis zum 1. April 1936 war Zschillichau eine eigenständige Landgemeinde, dann wurde es nach Sdier und schließlich zum 1. Januar 1994 nach Großdubrau eingemeindet.

Bevölkerung und Sprache

Die Bevölkerungszahl pendelte im 19. und 20. Jahrhundert stets zwischen 80 und 120.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 137; darunter 125 Sorben (91 %).<ref name="Muka">Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> Seitdem ist der Gebrauch des Sorbischen im Ort zurückgegangen.

Die vorwiegend evangelische Bevölkerung ist mindestens seit 1614 nach Klix gepfarrt.

Infrastruktur

Durch Zschillichau verläuft die Bundesstraße 156, welche Bautzen mit Weißwasser verbindet.

Literatur

Weblinks

Commons: Zschillichau/Čelchow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Brehmen (Brěmjo) | Commerau (Komorow) | Crosta (Chróst) | Dahlowitz (Dalicy) | Göbeln (Kobjelń) | Großdubrau (Wulka Dubrawa) | Jeschütz (Ješicy) | Jetscheba (Jatřob) | Kauppa (Kupoj) | Kleindubrau (Mała Dubrawa) | Klix (Klukš) | Kronförstchen (Křiwa Boršć) | Margarethenhütte (Margarěćina hěta) | Neusärchen (Nowe Zdźarki) | Quatitz (Chwaćicy) | Särchen (Zdźar) | Salga (Załhow) | Sdier (Zdźěr) | Spreewiese (Lichań) | Zschillichau (Čelchow)

Vorlage:Klappleiste/Ende