Kleinbautzen
Kleinbautzen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Gemeinde Malschwitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(448)&title=Kleinbautzen 51° 13′ N, 14° 32′ O
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| Höhe: | 154–160 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 2,8 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kleinbautzen, Gemeinde Malschwitz. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | 448 (31. Dez. 2025)<ref>Angaben der Gemeindeverwaltung Malschwitz.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 160 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1994 | |||||
| Postleitzahl: | 02694 | |||||
| Vorwahl: | 035932 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Kleinbautzen, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1994 Ortsteil der Gemeinde Malschwitz im ostsächsischen Landkreis Bautzen, in die es 1994 eingemeindet wurde. Kleinbautzen zählt zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen. Nach Malschwitz und Baruth ist es der nach Einwohnerzahl drittgrößte Ortsteil der Gemeinde.
Die Ortsteile Kleinbautzen und Preititz bilden die Ortschaft Kleinbautzen, die nach der Sächsischen Gemeindeordnung gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher hat.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 320 kB) § 14. In: Webauftritt. Gemeinde Malschwitz, abgerufen im März 2026.</ref>
Geographie
Kleinbautzen liegt im Oberlausitzer Gefilde etwa 8 km nordöstlich von Bautzen nördlich des Albrechtsbaches und östlich der Kreckwitzer Höhen (bis 196 m) auf etwa 156 m ü. NN. Es ist ein erweitertes Gassendorf; im südöstlichen Teil des Ortes befindet sich ein Gutshof.
Geschichte
Es wird angenommen, dass sich schon vor dem Jahr 1000 an dieser Stelle ein Gut befand, das der Versorgung der Ortenburg diente. Nach der Eroberung der Gegend durch die Deutschen wurde daraus ein königliches Allodium. Später ging das heutige Ortsgebiet in den Besitz der Stadt Bautzen über, die hier ein Landgut errichtete. Dieses wird erstmals 1419 als Bawdessen erwähnt; später auch treffend mit villa Budissin bezeichnet.<ref>Heinz Schuster-Šewc: Bautzen/Budyšin und seine Ortenburg. Eine kurze Namensgeschichte. In: Von Budissin nach Bautzen. Lusatia Verlag, Bautzen 2002, S. 26–29.</ref> Der heutige Name taucht erstmals 1580 in der Form Klein Baudissen auf.
Am 21. Mai 1813 kam es in den Kreckwitzer Höhen bei Kleinbautzen zu einem entscheidenden Gefecht im Zuge der Schlacht bei Bautzen. Das Hauptkampfgebiet dieser Schlacht befand sich nördlich des Ortes; dieser wurde nahezu komplett zerstört.
Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 239 Einwohnern; davon waren 214 Sorben (90 %) und 25 Deutsche.<ref>Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 54.</ref> 1956 lag der sorbischsprachige Bevölkerungsanteil in der Gemeinde noch bei 51,4 %.<ref>Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 245.</ref>
1936 wurde das Nachbardorf Preititz eingemeindet. Im Dezember 1941 wurde der sorbische Kleinbautzener Pfarrer Gerhard Wirth wegen antinationalsozialistischer Predigten aus seiner Gemeinde ausgewiesen.<ref>Jan Mahling: Die evangelische Kirche – Gemeindegeschichte seit 1523. In: Von Budissin nach Bautzen. Lusatia Verlag, Bautzen 2002, S. 122–133.</ref>
Bis 1994 war Kleinbautzen eine eigenständige Landgemeinde, bevor es sich mit den Gemeinden Malschwitz und Niedergurig zur neuen Gemeinde Malschwitz vereinigte.<ref>Kleinbautzen im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
Kleinbautzener Kirche
Die Kleinbautzener Kirche in ihrer jetzigen Gestalt und die Ausstattung ist aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert. Zwei wesentliche Bau- und Ausstattungsphasen (1675/1681) prägen den Kirchenbau. Bemerkenswert sind der Altar und die beiden Herrschaftslogen an Nord- bzw. Südseite. Stilistisch zeigt sich an deren Schnitzwerk der Übergang von der Renaissance zum Barock.
Seit 2004 sind umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Außen- und Innenbereich ausgeführt worden. Im oberen Innenwandbereich konnte eine ehemals umlaufende Festonmalerei aufgefunden werden, auch sind die Emporenbrüstungen von 1680 restauratorisch freigelegt worden. Unter der mehrschichtigen Ölüberfassung konnten Malereien mit Darstellungen von Propheten aus dem Alten Testament aufgedeckt und restauriert werden.<ref>Archiv der Kirchgemeinde, Ulrike Hartmann, Dokumentation Jörg Freund <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Projekte ( des Vorlage:IconExternal vom 26. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Letzte Restaurierungsaktivitäten konzentrierten sich 2012 auf die Konservierung der Epitaphanlage des Carl Heinrich von Nostitz (gest. 1684) und seiner Frau Barbara Elisabeth; geb. von Ziegler-Klipphausen.<ref>Dokumentation Jörg Freund Restaurierung der Epitaphanlage des Carl Heinrich von Nostitz und seiner Frau.</ref>
Im Rahmen des Lausitzer Musiksommers und anderer Anlässe bildet die Kirche einen würdigen Rahmen für Renaissancemusik-Konzerte u. ä.
Wirtschaft
Kleinbautzen ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Der regional bedeutende Agrarbetrieb Budissa AG betreibt am Rand des Ortes eine große Milchviehanlage mit angeschlossener Biogasanlage.
Verkehr
Kleinbautzen befindet sich nur wenige Hundert Meter nördlich der Autobahn 4, jedoch ist die nächste Anschlussstelle (Bautzen-Ost) 7 km entfernt. Lokalstraßen verbinden Kleinbautzen mit Malschwitz (3 km), Preititz (2 km) und Purschwitz (1 km). 2 km südlich befindet sich der Flugplatz Bautzen.
Persönlichkeiten
- Adam Gottlob Schirach, 1748–1773 Pfarrer zu Kleinbautzen, Bienenzüchter
- Lubina Holanec-Rawpowa, Konzertorganistin, geboren 1927 in Kleinbautzen
Sehenswürdigkeiten
- Teufelsstein (mutmaßliches Sonnenheiligtum)
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Literatur
- Cornelius Gurlitt: Kleinbautzen. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 102.
Weblinks
- Kleinbautzen im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Ortsteil Kleinbautzen In. Webauftritt der Gemeinde Malschwitz.
Einzelnachweise
<references />
Baruth (Bart) | Briesing (Brězynka) | Brießnitz (Brězecy) | Brösa (Brězyna) | Buchwalde (Bukojna) | Cannewitz (Skanecy) | Doberschütz (Dobrošecy) | Dubrauke (Dubrawka) | Gleina (Hlina) | Guttau (Hućina) | Halbendorf/Spree (Połpica) | Kleinbautzen (Budyšink) | Kleinsaubernitz (Zubornička) | Lieske (Lěskej) | Lömischau (Lemišow) | Malschwitz (Malešecy) | Neudorf/Spree (Nowa Wjes/Sprjewja) | Niedergurig (Delnja Hórka) | Pließkowitz (Plusnikecy) | Preititz (Přiwćicy) | Rackel (Rakojdy) | Ruhethal (Wotpočink) | Wartha (Stróža)
- Seiten mit Skriptfehlern
- Ort im sorbischen Siedlungsgebiet
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-12
- Ort im Landkreis Bautzen
- Ort in der Oberlausitz
- Geographie (Malschwitz)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)
- Ersterwähnung 1419
- Gemeindeauflösung 1994
- Kirchdorf (Siedlungstyp)