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Niederweyer

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Niederweyer
Stadt Hadamar
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(197)&title=Niederweyer 50° 27′ N, 8° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(197) 50° 26′ 58″ N, 8° 4′ 55″ O
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Höhe: 225 (220–240) m ü. NHN
Fläche: 1,36 km²<ref name="DF">Zahlen, Daten, Fakten – Einwohnerzahlen (Haupt- und Nebenwohnsitze). In: Webauftritt. Stadt Hadamar, abgerufen am 18. Oktober 2020.</ref>
Einwohner: 197 (31. Dez. 2024)<ref name="DF1">Zahlen, Daten, Fakten. Einwohnerzahlen. In: www.hadamar.de. Stadt Hadamar, abgerufen am 18. März 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 65589
Vorwahl: 06433
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Niederweyer ist der kleinste Stadtteil von Hadamar im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geografische Lage

Niederweyer liegt am nordöstlichen Rand des Limburger Beckens. Rund 500 Meter östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 54 von Nordosten nach Südwesten.

Die Gemarkung des Orts ist ebenfalls in Nordost-Südwest-Richtung gestreckt. Im Westen grenzt sie an die Gemarkung der Kernstadt Hadamar, im Norden an Oberzeuzheim und im Osten an Oberweyer, im Süden an den Limburger Stadtteil Ahlbach. Südlich des Orts fließt der Faulbach nach Westen. Das Gemarkungsgebiet besteht fast ausschließlich aus Landwirtschaftsfläche, ohne geschlossene Waldgebiete. Das Gelände weist kaum Höhenunterschiede auf und steigt lediglich nach Nordwesten zum Galgenberg (in der Gemarkung Hadamar) hin leicht an.

Geschichte

Datei:Niederweyer Kirche.JPG
Kapelle

Ortsgeschichte

Bedeutend für die Ortsentwicklung war seine Lage an einer Altstraße, der „Hohen Straße“, zwischen Koblenz und Wetzlar. Der älteste Teil des Orts nimmt noch heute die Form eines Straßendorfs entlang der Hohen Straße an, in Niederweyer als „Ortsstraße“ bezeichnet. Ein Münzenfund in der Niederweyerer Gemarkung aus dem Jahr 1961 lässt sich auf das erste Viertel des 13. Jahrhunderts datieren.

Ab 1567 gehörte Niederweyer kirchlich zur Pfarrei in Oberweyer. Die erste Kapelle ist aus dem Jahre 1898 überliefert. Im Jahr 1962 bekam Niederweyer dann eine neue Filialkapelle mit einer ungewöhnlichen Architektur. Sie ist dem Heiligen Geist gewidmet. 1971 legte Niederweyer einen eigenen Friedhof an. Zuvor waren alle Verstorbenen in Oberweyer beerdigt worden.

Für das Jahr 1805 sind 14 Familien im Ort verbürgt, 1939 waren es 98 Einwohner und 1972 wurden 170 gezählt. Im Zweiten Weltkrieg waren 13 Gefallene aus dem Dorf zu beklagen.

Aus dem Jahr 1882 wird von einem größeren Brand eines Anwesens am 1. September in Niederweyer berichtet, zu dem Feuerwehren aus der Umgebung mit ihren von Pferden gezogenen Feuerspritzen anrückten.<ref>Franz-Josef Sehr: Die Gründerjahre der Freiwilligen Feuerwehr Obertiefenbach. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 1995. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg 1994, S. 170–171.</ref>

Im Jahr 1993 wurde ein Dorfgemeinschaftsraum eröffnet.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit Niederweyer, die bis dahin kleinste selbständige Gemeinde in Hessen, nach Hadamar eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 22. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 2, S. 47, Punkt 50 Abs. 25 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,8 MB]).</ref> Die ehemalig selbständigen Gemeinden Hadamar, Niederweyer, Niederzeuzheim, Oberweyer, Oberzeuzheim und Steinbach bildeten die neue Stadtgemeinde Hadamar. Der Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Hadamar.<ref></ref> Für diese ehemaligen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 120 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Hadamar, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Niederweyer angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Niederweyer: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
115
1840
  
118
1846
  
113
1852
  
118
1858
  
125
1864
  
123
1871
  
111
1875
  
127
1885
  
139
1895
  
135
1905
  
130
1910
  
132
1925
  
135
1939
  
116
1946
  
153
1950
  
148
1956
  
139
1961
  
151
1967
  
166
1970
  
170
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
177
2019
  
198
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Hadamar<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Niederweyer 177 Einwohner. Darunter waren 9 (5,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 81 zwischen 18 und 49, 42 zwischen 50 und 64 und 33 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 81 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 30 Paare ohne Kinder und 15 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 2 evangelische (= 1,44 %), 137 katholische (= 98,56 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 2 evangelische (= 1,32 %), 149 katholische (= 98,68 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für den Stadtteil Niederweyer besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Niederweyer) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat Niederweyert besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 58,04 %. Alle Kandidaten dehörten der „Wählergruppe Niederweyer“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Niederweyer. In: Votemanager. Stadt Hadamar, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Christian Mattlener zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Niederweyer. In: Ratsinformationssystem. Stadt Hadamar, abgerufen im September 2023.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Datei:Niederweyer Scheune.jpg
Denkmalgeschützte Scheune im Ortskern
Datei:Niederweyer Kreuz.JPG
Flurkreuz am Ortseingang

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Unter Denkmalschutz stehen ein steinernes Flurkreuz kurz hinter dem Ortsausgang in Richtung Hadamar und eine Felssteinscheune in der Ortsstraße.

Der Sockel des Kreuzes wurde laut Inschrift 1846 von einem privaten Stifter aus hellgrauem Marmor errichtet. Das heute vorhandene Kreuz selbst und der Christuskorpus sind jüngeren Datums. Bis vor wenigen Jahren war das Kreuz von zwei Linden flankiert, die vermutlich aus der Zeit der Errichtung des Sockels stammten.

Die Scheune wurde Berichten zufolge um 1900 erbaut. Der helle Kalkstein wurde ungewöhnlich sorgfältig vermauert, Basaltsäulen bilden das Traufgesims.

Vereine

Im Ort gibt es die „Dorfgemeinschaft“ als einzigen Verein, unter deren Dach sich unter anderem ein Kochclub und einige Sportgruppen befinden, die jedoch nicht zu offiziellen Wettbewerben oder Turnieren antreten. Den abwehrenden Brandschutz für Niederweyer stellt bereits seit vielen Jahrzehnten die Freiwillige Feuerwehr Oberweyer sicher, der auch Einwohner aus Niederweyer angehören. Ähnlich sind Einwohner aus dem Ort vornehmlich auch in anderen Vereinen mit Sitz in Oberweyer organisiert.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Kirmes wird zu Pfingsten gefeiert und alle zwei Jahre ein Oktoberfest.

Literatur

Weblinks

Commons: Niederweyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Niederweyer, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 20 und 58, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Ende