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Punani

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Punani, Punanai
Punani, Punanai (Sri Lanka)
Punani, Punanai (Sri Lanka)
Punani, Punanai
Koordinaten: 7° 58′ N, 81° 23′ O
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Staat: Sri LankaDatei:Flag of Sri Lanka.svg Sri Lanka
Provinz: Ostprovinz
Distrikt: Batticaloa
Nächste Stadt: Batticaloa, Polonnaruwa

Punani, auch Punanai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Siedlung im überwiegend von Tamilen bewohnten Osten Sri Lankas im Distrikt Batticaloa.

Punani liegt an der Nationalstraße A 11 und an der Bahnlinie zwischen Batticaloa und Polonnaruwa nahe der Grenze der jeweiligen Distrikte, wenige Kilometer östlich von Welikanda.

Bürgerkrieg

Der direkt nördlich angrenzende Trincomalee-Distrikt wurde in weiten Teilen von der LTTE kontrolliert. Im Ort befand sich ein Auffanglager der sri-lankischen Armee (SLA), das eingerichtet wurde, um die tamilische Zivilbevölkerung aus der nördlich gelegenen Region um Vakarai aufzunehmen, das in dem bis Mai 2009 andauernden Bürgerkrieg zum Konfliktgebiet gehörte.

Im Dezember 2006 flüchteten nach Armeeangaben täglich 1500–2000 Tamilen, aufgefordert von der Armee, in die Auffanglager von Punani und anderen Orten der Umgebung. Zuvor wurde im Juli 2006 Artilleriebeschuss vom Armeestützpunkt Punani in Richtung Vakaneri gemeldet, das etwa 10 Kilometer östlich an der Küste gelegen ist.<ref>Eine weitere Meldung vom November 2006: Sri Lanka Frontline: LTTE preparing for massive attack in the East. 2. Nov. 2006</ref> Beobachtern zufolge war der Armee an einem ungestörten Operationsgebiet im Kampf gegen die LTTE gelegen,<ref>The Nation: Vakarai under siege: 17. Dez. 2006</ref> von der Armee wurde der Missbrauch der Zivilbevölkerung durch die LTTE als menschliche Schutzschilde angeklagt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.drylands.deTagelange Flucht durch den Dschungel. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Dry Lands Project. 22. Dezember 2006, abgerufen am 6. Januar 2018.</ref> Anschläge beider Parteien im Bereich Punani gab es auch zuvor.<ref>Peace Secretariat of Liberation Tigers of Tamil Eelam: LTTE Batti-Amparai Political Head Kaushalyan killed in ambush in Punani. 8. Feb. 2005</ref>

Nach Angaben einer Hilfsorganisation kehrten im März 2007 mehrere hundert Flüchtlinge aus Punani in die Region Vakaneri zurück.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CHA Situation Report Eastern Province (Ampara & Batticaloa). Mai 2007 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.humanitarian-srilanka.org (PDF; 75 kB)</ref> Im April 2008 gab es im gesamten Batticaloa-Distrikt aber noch 21.201 Binnenflüchtlinge.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/ochaonline.un.orgIASC: Situation Report 122. 10.–17. April 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Die wegen eines Führungsstreits<ref>Rediff.com: Prabhakaran's eastern challenger. 9. März 2004</ref> 2004 mit der LTTE zerstrittene dritte Kampfpartei waren die Karuna-Rebellen,<ref>Dan Mc Dougall: Human cost of Sri Lanka's jungle battles. The Observer, 1. April 2007</ref> die ebenfalls für Anschläge in der Region Welikanda-Punani verantwortlich waren.

Leopard

Datei:SriLankaLeopard-ZOO-Jihlava.jpg
Sri-Lanka-Leopard: Panthera pardus kotiya

Punani kam zu trauriger Berühmtheit durch einen menschenfressenden Leoparden, dem 1924 mindestens 12 Menschen zum Opfer fielen, bevor er erschossen werden konnte.<ref>Christopher Ondaatje: The true story behind the Man-Eater of Punanai. Daily Mirror, 27. März 2007</ref>

Einst landesweit verbreitet, gibt es möglicherweise nur noch wenige hundert Leoparden der Unterart Panthera p. kotiya in geschützten und abgelegenen Gebieten im Norden und Osten und in Nationalparks.<ref>The Wilderness & Wildlife Conservation Trust: The Leopard Project.</ref> Im 19. Jahrhundert muss es eine große Zahl Leoparden in Sri Lanka gegeben haben. Allein zwischen 1872 und 1899 wurden offiziell 8473 Tiere erlegt, für die eine Belohnung bezahlt wurde. Um 1900, als noch rund die Hälfte des Landes mit Wald bedeckt war, wurde die Zahl der Leoparden auf 1660 geschätzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Manrecap.com MANRECAP: The Leopard. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.manrecap.com</ref> Zu den Gründen, warum wildlebende Leoparden in Sri Lanka heute vom Aussterben bedroht sind, zählen der Rückgang der natürlichen Waldgebiete, illegale Jagd nach dem Fell und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, die sich in der Nahrungskette anreichern.

Leoparden werden nur in Ausnahmefällen zu Menschenfressern. Gründe mögen Alter oder der Verlust von Zähnen sein, wodurch das Ergreifen der üblichen Beute eingeschränkt wird.

Literatur

  • Christopher Ondaatje: Man-Eater of Punanai: A Journey of Discovery to the Jungles of Old Ceylon. HarperCollins, New York 1992, ISBN 0-00-215747-0.

Einzelnachweise

<references />