Homolog (Linguistik)
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Ein Homolog bzw. homologer Terminus (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ausdruck, der durch seine Form ein Beispiel für seine Bedeutung darstellt. Damit zählen Homologe zu den Autologen.
Beispiele
- Der Terminus achtzehnbuchstabig ist homolog, da er selbst 18 Buchstaben aufweist. Entsprechendes gilt z. B. für „dreisilbig“, „deutsch“, „kleingeschrieben“ und „Substantiv“.
- Der Terminus Schibboleth diente in einer biblischen Geschichte als Schibboleth, war also ein Homolog.
- Der Ausdruck Assimilation ist selbst ein Beispiel für eine Assimilation (< lat. assimilis aus ad + similis).
- altind. bahuvrihi ›viel Reis habend‹ ist selbst ein Bahuvrihi (Possessivkompositum)<ref>Homolog. In: Metzler Lexikon der Sprache, 2. Auflage 2005, S. 280</ref>
- Der englische Ausdruck haplogy („Haplologie“) ist selbst ein Beispiel für Haplologie/Silbenschwund.<ref>Haplologie. In: Metzler Lexikon der Sprache, 2. Auflage 2005, S. 269</ref>
- Der Ausdruck tote Metapher (‚lexikalisierte/verblasste Metapher‘) ist eher ein reziprokes Homolog, nämlich eine lebendige Metapher oder ein Heterolog.
- Das Wort Rechtsschreibfehler hat einen Rechtschreibfehler.
- Das Wort Oxymoron, eine rhetorische Figur, die das Verbinden zweier Gegensätze beschreibt, ist selber ein Oxymoron. Es setzt sich zusammen aus ὀξύς oxys „scharf[sinnig]“ und μωρός mōros „stumpf[sinnig], dumm“.
- Das Wort achatisieren stand im Duden von 1880 ist aber heute nicht mehr gebräuchlich. Es ist eine altertümliche Form von archaisieren und somit homolog.
Literatur
- Homolog. In: Metzler Lexikon der Sprache, 2. Aufl. 2005, S. 280
Weblinks
Wiktionary: Homolog – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Einzelnachweise
<references />