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Elster Group

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Elster Group GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1848
Sitz Wiesbaden, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Elster Group (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster.com</ref>
Mitarbeiterzahl 1045<ref name="BK2021"/>
Umsatz 286,2 Mio. Euro<ref name="BK2021"/>
Branche Messtechnik
Website https://process.honeywell.com/us/en/site/elster-instromet-de/ueber-uns
Stand: 2021

Die Elster Group GmbH ist ein deutscher Hersteller von Messtechnik und anderen Lösungen für die Gas-, Elektrizitäts- und Wasseraufbereitungsindustrie mit Firmensitz in Mainz-Kastel. Heute ist das Unternehmen eine weiterhin teilweise eigenständig agierende Gesellschaft von Honeywell International.

Geschichte

Datei:Emil Haas.jpg
Emil Haas

Elster wurde 1848 von Johannes Siegmar Elster in Berlin gegründet.<ref>Firmengeschichte. Honeywell Elster, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juli 2022; abgerufen am 3. Mai 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster-instromet.com</ref> 1865 wurde das Unternehmen in Elster Kromschröder umbenannt. 1876 wurde das Werk in Mainz gebaut. Das Unternehmen firmierte anschließend als Gasmesserfabrik Elster & Cie mit rund 500 Mitarbeitern im Stammwerk in Mainz. Der Mitbegründer und Erfinder Ingenieur Emil Haas erhielt 1878 für das Elster Gasmessgerät (Balgengaszähler) ein Patent.<ref>Honeywell Elster - Firmengeschichte - Über uns - Intelligente Gemeinschaft. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2021; abgerufen am 1. Juli 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster-instromet.com</ref> Hauptsitz des Unternehmens blieb aber in Berlin. Der Standort Mainz galt rechtlich zunächst als Filiale.<ref>Berliner Tageblatt vom 6. Januar 1881, Seite 7, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> 1904 starb Emil Haas. 1906 waren neben seinen Erben Conrad Otto Ferdinand Elster und Johannes Ferdinand Siegmar Elster Gesellschafter. Spätestens 1906 firmierte der Mainzer Unternehmensteil als Gasmesserfabrik Mainz Elster & Co. ohne ausdrückliche Benennung als Filiale.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 16. Oktober 1906, Seite 23, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Im März 1907 kam es in den Berliner Werksräumen, Lietzmannstraße 28, zu einer Gasexplosion mit mehreren Verletzten.<ref>Berliner Börsen-Zeitung vom 4. März 1907, Seite 3, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Das Unternehmen entwickelte in dieser Zeit auch andere Geräte, etwa Geldzählmaschinen.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 6. Juli 1908, Seite 27, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Eine weitere Fabrik des Unternehmens bestand spätestens 1909 in Hamburg.<ref>Hamburger Echo vom 11. April 1909, Seite 9, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Im November 1909 gab es bei einer Kesselexplosion im Berliner Werk unter der Adresse Neue Königstraße 68 einen Toten und mehrere Verletzte.<ref>Berliner Tageblatt vom 13. November 1909, Seite 5, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref>

Während des Ersten Weltkriegs war das Unternehmen in die Rüstungsproduktion eingebunden, etwa in die Herstellung von Granatzündern.<ref>Kölnische Zeitung vom 28. Dezember 1917, Seite 8, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Auch Bauteile für Prothesen wurden entwickelt.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 25. März 1918, Seite 19, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Am 9. September 1917 starb der in Berlin lebende Miteigentümer Conrad Elster<ref>Berliner Tageblatt vom 14. September 1917, Seite 7, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> und im Mai 1920 der in Mainz lebende Ludwig Haas.<ref>Kölnische Zeitung vom 28. Mai 1920, Seite 11, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> 1927 erfolgte die Umwandlung der bisherigen Offenen Handelsgesellschaft in Mainz in eine Aktiengesellschaft unter der Firmierung Elster & Co. A.-G. in Mainz. In diesem Zusammenhang wurden zuvor gesellschaftsrechtlich eigenständigen Teilbetriebe unter dem Namen S. Elster bzw. Sigmar Elster in Insterburg (später unter Königsberg geführt), Hamburg und Dresden in die Gesellschaft eingebracht, die vorher zum Unternehmen S. Elster, Berlin gehört hatten. Ausländische Betriebe sowie die Firma S. Elster in Berlin wurden als Offene Handelsgesellschaften weitergeführt. Den Gründungsvorstand bildeten Johannes Elster, Berlin, und Alfred M. Knauer, Langenschwalbach. Gründungsaktionäre waren darüber hinaus Klara Elster, Witwe von Johannes Elster, sowie Eugenie Weichelt, Lotte Haas, Mathilde Knauer aus der Familie Haas.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 20. September 1928, Seite 12 f., abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref> Die Geschäftsräume befanden sich 1935 in der Rheinallee 31 in Mainz.<ref>Deutscher Reichsanzeiger und preußischer Staatsanzeiger vom 20. August 1935, Seite 8, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de am 26. Dezember 2024, Direktlink.</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein Ab 1985 wurden die Elster Gasmessgeräte von denen der Ruhrgas vertrieben.<ref name="geschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster.com auf elster.com, abgerufen am 22. Mai 2014.</ref> Die Gasmessgerät bildeten den Kern der Sparte „Ruhrgas Industries“ der Ruhrgas mit Sitz in Essen, die ihrerseits aus einer langen Reihe von Firmenfusionen und Akquisitionen entstanden war.<ref name="geschichte" />

Im September 2005 übernahm der Finanzinvestor CVC Ruhrgas Industries von E.ON und firmierte Ruhrgas Industries in Elster Group um. Elster wurde im Oktober 2010 als SE an der NYSE an die Börse gebracht. 2012 wurde Elster Group durch das britische Beteiligungsunternehmen Melrose durch ein öffentliches Übernahmeangebot erworben, nachdem Melrose die 64 % nach der Börseneinführung bei CVC verbliebenen Anteile erworben hatte (2,3 Milliarden US-$).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beteiligungsgesellschaft Melrose PLC übernimmt die Elster Group SE (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allenovery.com</ref> Elster wurde anschließend in eine GmbH umgewandelt und der Sitz in den Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel verlegt.

Die Gruppe hatte im Jahr 2014 nach eigenen Angaben mehr als 7000 Mitarbeiter und ist in 38 Ländern in Nord- und Südamerika, Europa und Asien aktiv.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Elster Group (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elster.com</ref>

Im Juli 2015 wurde Elster von der Honeywell-Gruppe für 5,1 Milliarden US-$ übernommen.<ref>Honeywell Completes Acquisition of Elster. In: Honeywell. Abgerufen am 27. Oktober 2016.</ref>

Innerhalb von Honeywell bilanziert die Elster GmbH weiterhin eigenständig.<ref name="BK2021" /> Mehrere Gesellschaften, Produkte und Dienstleistungen tragen die Bezeichnung Elster im Namen.<ref>Honeywell Elster: Über uns, online verfügbar auf der Unternehmenswebseite.</ref>

Einzelnachweise

<references>

<ref name="BK2021"> Elster GmbH, Wiesbaden, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021, 23. Mai 2023, abgerufen am 19. Dezember 2024 unter bundesanzeiger.de</ref> </references>