Sabrina Setlur
Sabrina Setlur (* 10. Januar 1974 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Rapperin und Schauspielerin. Sie hat mehr als zwei Millionen Tonträger verkauft<ref name="one">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig „Sabrina Setlur: Eine Frau sieht rot“.] In: Berliner Morgenpost. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. August 2007.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und ist die erste Rapperin mit einem Nummer-eins-Hit in den deutschen Singlecharts.<ref>Malcolm Ohanwe: Ende der Männerdomäne: Diese 5 Deutsch-Rapperinnen solltet ihr kennen. In: PULS. Bayerischer Rundfunk, 26. Juli 2016, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref>
Leben
Sabrina Setlur wurde als Tochter indischer Einwanderer in Frankfurt am Main geboren und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in bürgerlichen Verhältnissen in Bad Soden am Taunus und Schwalbach am Taunus. In der Oberstufe an der Frankfurter Liebigschule lernte sie den späteren Mitbegründer des Labels Pelham Power Productions (3P), Thomas Hofmann, kennen. Dieser ermutigte Setlur 1993, nach einer spontanen Performance zu Dr. Dres Nuthin’ but a ‘G’ Thang, auf der späteren Rödelheim-Hartreim-Projekt-Produktion Wenn es nicht hart ist zu rappen. Sie brach ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre ab und unterzeichnete einen Plattenvertrag bei 3P.
Musikkarriere
1995 veröffentlichte Setlur unter ihrem Pseudonym Schwester S. die von Moses Pelham produzierte Doppel-A-Single Hier kommt die Schwester/Pass auf. Der endgültige Durchbruch gelang mit der Nachfolgesingle Ja klar; im Februar 1995 folgte ihr Debütalbum S ist soweit. Es erreichte Platz elf der deutschen Albumcharts. Im Jahr darauf erhielt Setlur den Echo Pop in der Kategorie Künstlerin National. Des Weiteren bekam sie beim Radiosender hr3 eine eigene Hip-Hop-Sendung.
Im Jahr 1997 erschien ihr zweites Album Die neue S-Klasse, erstmals unter richtigem Namen. Das Album erreichte Platz zehn der deutschen Albumcharts und verkaufte sich innerhalb weniger Monate mehr als 300.000 Mal. Die erste Single Du liebst mich nicht erreichte Platz eins der deutschen Singlecharts. Dies macht Setlur zur ersten Rapperin mit einem Nummer-eins-Hit. Im gleichen Jahr ging sie auf Tour unter dem Titel S-Klasse-Tour, war Support-Act von Michael Jackson und den Fugees und trat bei Rock am Ring auf. Während sie einen weiteren ECHO wie auch einen Cometen als Künstlerin National erhielt, brachte das Album mit Glaubst Du mir?, Nur mir und Folge dem Stern drei weitere Hitsingles hervor. 1998 wurde sie von den Lesern der BILD-Zeitung zur erotischsten Frau des Jahres gewählt.<ref>Süddeutsche Zeitung: "BH-Größe, sowas?" 17. Mai 2010, abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref> 1999 war Setlur unter anderem auf der Faithless-Single Bring My Family Back zu hören. Ihre Single Freisein veröffentlichte sie im selben Jahr mit Xavier Naidoo. Um das Lied Nur mir gibt es Rechtsstreitigkeiten mit der Gruppe Kraftwerk wegen einer möglichen Urheberrechtsverletzung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kraftwerk siegt gegen Sängerin Setlur ( vom 10. September 2011 im Internet Archive), FTD, 30. August 2011</ref><ref name="SPON-1064607">Dietmar Hipp: Musik-Sampling vor dem Bundesverfassungsgericht: Wenn der Rechtsanwalt mit dem Rapper im Studio sitzt. In: Spiegel Online. 25. November 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.</ref>
1999 erschien schließlich Setlurs drittes Studioalbum Aus der Sicht und mit den Worten von …. Die Platte erreichte Platz drei der Albumcharts und brachte Setlur ihren dritten ECHO ein. Anschließend veröffentlichte Setlur mit Alles, dem mit Xavier Naidoo eingespielten Titelsong zum Kinoerfolg Anatomie, einen Top-20-Hit. Im Januar 2000 ging sie auf Tour unter dem Titel Aus der Sicht und mit den Worten von...-Tour.
Das im November 2003 veröffentlichte Album Sabs erreichte Platz elf in den deutschen Charts und brachte mit Ich bin so, Liebe, Baby und Mein Herz vier erfolgreiche Singles hervor. Parallel dazu machte Setlur durch ihre Teilnahme an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest als auch durch ihr Engagement in der vierten Staffel des Castingformates Popstars auf sich aufmerksam und veröffentlichte kurz darauf ihre Best-Of-Collection 10 Jahre. Von 2006 an arbeitete Setlur an ihrem sechsten Album Rot, welches am 24. August 2007 veröffentlicht wurde. Erste Singleauskopplung war der Song Lauta, der am 3. August 2007 in drei unterschiedlichen Versionen als Maxi erschien. Als Grundlage dieses Songs diente 25 Years von The Catch aus dem Jahr 1983. Am 21. Juni 2007 hatte der dazugehörige Clip bei MTV seine Premiere.<ref name="netzeitung-572990">netzeitung.de <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Rückkehr von Schwester S ( vom 10. März 2007 im Internet Archive)</ref> Die zweite Single, I Think I Like It, auf der in englischer, deutscher und französischer Sprache gesungen wird, erschien am 9. November 2007. Diese Single wie auch das Album Rot waren trotz positiver Kritiken kommerziell weniger erfolgreich als die vorherigen Veröffentlichungen von Setlur. Infolgedessen wurden keine weiteren Singles aus Rot ausgekoppelt, jegliche Promotion wurde gestoppt.
2018 steuerte sie gemeinsam mit Eko Fresh einen Song für den Soundtrack des Kinofilms Verpiss dich, Schneewittchen bei. Im Sommer 2025 feierte Setlur nach 25 Jahren ihr Bühnencomeback und spielte drei Konzerte im Rahmen des Hip-Hop-Festivals Old but Gold.<ref>Zurück im Rampenlicht: Sabrina Setlur live bei Old But Gold. In: rap2soul. Abgerufen am 18. August 2025.</ref> Begleitet wurde sie von Faiz Mangat und Anna Grillmeier. Mitte August veröffentlichte Illmatic die Single Benjamins, auf der Setlur in der Hook zu hören ist.<ref>Illmat!c meldet sich zurück – "Auf vielfachen Wunsch" mit prominenter Unterstützung | rap2soul. Abgerufen am 18. August 2025.</ref>
Schauspielkarriere und Fernsehauftritte
Ihr Debüt als Schauspielerin feierte Setlur 2000 im Kinofilm Anatomie. In einer Nebenrolle spielte sie eine Studentin. Im Jahr 2001 übernahm sie die Rolle der Lea im Kinofilm Frau2 sucht HappyEnd. Im Jahr 2003 war Setlur Jurymitglied bei der Castingshow Popstars, aus der die beiden Bands Preluders und Overground entstanden. Im Film Die Welt der Wunderlichs aus dem Jahr 2016 spielte sie sich selbst. In der Komödie Verpiss dich, Schneewittchen, die am 29. März 2018 in die Kinos kam, spielte Setlur eine Plattenchefin.<ref>"Zickige Kuh": Rapperin lästert über ihre eigene Kino-Rolle. In: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Focus Online ( vom 30. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> Im gleichen Jahr war sie Kandidatin in der zweiten Staffel von Global Gladiators.<ref>"Global Gladiators", Staffel 2: ProSieben schickt Sabrina Setlur, Lucas Cordalis, Jana Pallaske, Sabia Boulahrouz, Manuel Cortez, Joey Heindle, Miriam Höller und Ben nach Thailand. In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 27. Juli 2018]).</ref> Im Jahr 2020 nahm sie an der 13. Staffel von Let’s Dance teil und schied in der 2. Sendung aus. Im September 2023 wirkte sie bei Die Verräter – Vertraue Niemandem! mit und schaffte es ins Finale.<ref>SWP: Die Verräter : Das sind die 16 Teilnehmer der neuen Show. 13. September 2023, abgerufen am 17. September 2023.</ref> Im November 2024 war Setlur in einer Nebenrolle als Nagelstudio-Betreiberin Chiara Passlak im Tatort Siebte Etage zu sehen. 2025 war sie in der Serie Messiah Superstar zu sehen, die auf dem Streaminganbieter Joyn ausgestrahlt wird.<ref>Starauflauf in "Messiah": So bereichern prominente Gäste die Joyn-Produktion. 27. Mai 2025, abgerufen am 18. August 2025.</ref> Im selben Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der Serie Chabos von ZDFneo.<ref>Vera Tidona: „Chabos“: ZDF dreht Comedy mit Johannes Kienast und Anke Engelke. Abgerufen am 6. September 2025.</ref>
Rechtsstreit um Sampling
Exemplarisch ist der Fall Kraftwerk gegen Sabrina Setlurs Musikproduzenten Moses Pelham wegen des auf der LP Die neue S-Klasse (März 1997) enthaltenen Liedes Nur mir (September 1997), das bislang bereits mehrfach den BGH beschäftigte. Dieses Lied ist mit einer Dauerschleife eines zweisekündigen Samplings des Kraftwerk-Songs Metall auf Metall (LP Trans Europa Express; März 1977) unterlegt. Darin sahen zwei Musiker von Kraftwerk eine Urheberrechtsverletzung und klagten bei den Hamburger Gerichten auf Unterlassung. Der Fall beschäftigt als Musterfall rund um das Urheberrecht seit mittlerweile 25 Jahren über zehnmal die obersten Gerichtsinstanzen bis hin zum Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof. Stand April 2026 sind erst Teile des Urteils rechtskräftig.
Diskografie
Vorlage:Eingebundene Diskografie
Tourneen
- 1997: S-Klasse-Tour
- 2000: Aus der Sicht und mit den Worten von...-Tour
Filmografie
Kino- und Fernsehfilme
- 2000: Anatomie
- 2001: Frau2 sucht HappyEnd
- 2016: Die Welt der Wunderlichs
- 2018: Verpiss dich, Schneewittchen
- 2024: Tatort – Siebte Etage
- 2025: Messiah Superstar
- 2025: Chabos
Fernsehsendungen
- 2003: Jurymitglied bei Popstars
- 2009: Teilnehmerin an Die Promi-Singles – Traumfrau sucht Mann
- 2014: Teilnehmerin bei Grill den Henssler
- 2015: Teilnehmerin an Promi Shopping Queen
- 2015: Teilnehmerin an Der VIP-Hundeprofi
- 2018: Teilnehmerin bei Global Gladiators
- 2020: Teilnehmerin bei Let’s Dance
- 2023: Teilnehmerin bei Die Verräter – Vertraue Niemandem!
Podcast
- 2018: Abgeschminkt & Unverblümt (bei Hit Radio FFH)<ref>Abgeschminkt & Unverblümt. In Hit Radio FFH. Abgerufen am 11. Januar 2024.</ref> – zusammen mit Radost Bokel, Janina Russ und Evren Gezer
Auszeichnungen
- 1998: „Silber“ in der Kategorie „Bester Hip-Hop Act“
- 2003: „Bronze“ in der Kategorie „Hip-Hop National“
- 1995: in der Kategorie „Hip-Hop Act“
- 1997: in der Kategorie „Act National“
- 1998: in der Kategorie „Video National“ (Glaubst du mir)
- Deutscher Multimedia Award
- 2008: in der Kategorie „Website“ (rot.fm)<ref>deutscher-multimedia-award.de <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutscher Multimedia Award 2006 ( vom 22. Februar 2006 im Internet Archive)</ref>
- 1995: in der Kategorie „Künstlerin National“
- 1998: in der Kategorie „Künstlerin National“
- 2000: in der Kategorie „Künstlerin National“
- 2000: in der Kategorie „Beste deutsche Pop-Musik“
- Regenbogen Award
- 2000
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Sabrina Setlur bei Crew United
- Sabrina Setlur bei laut.de
- Vor laufender Kamera: Sabrina Setlur geht auf Partnersuche. In: Spiegel Online. 21. August 2009, abgerufen am 23. Dezember 2014.
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Setlur, Sabrina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Rapperin |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1974 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
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- Wikipedia:Wikidata P6521 verschieden (Crew United Personen-ID)
- Sänger
- Teilnehmer an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest
- Musiker (Frankfurt am Main)
- Comet-Preisträger (Deutschland)
- Echo-Pop-Preisträger
- Hörfunkmoderator
- Teilnehmer an Let’s Dance
- Deutscher
- Geboren 1974
- Frau
- Inder