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Melisma

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Datei:Gloria in excelsis Deo RK02.png
Notenblatt mit Melismen (rot) Datei:Gloria in excelsis Deo RK01.mid

Das Melisma (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet eine ornamentative Tonfolge oder Melodie, die auf einer Silbe gesungen wird.<ref></ref> Im melismatischen Gesang kommen also mehrere Noten auf einen Vokal. So wird im Refrain des abgebildeten Liedbeispiels auf den Vokal o eine Folge von 16 unterschiedlichen Tönen gesungen. Im Gegensatz dazu ist bei der Syllabik jeder Silbe nur eine Note zugeordnet.

Die musikalische Gattung des melismatischen Gesangs, der im Früh- und Hochmittelalter beispielsweise im Gregorianischen Choral und im orthodoxen Kultgesang große Bedeutung hatte, wird Melismatik genannt. In der Gregorianik sind melismatische Teile häufig in Gruppen- oder in Mehrgruppenneumen gesetzt, während in den syllabischen Teilen Einzeltonneumen vorherrschen.

Der Terminus Melisma bezeichnet auch das zugehörige Zeichen des Tonsatzes im Liedtext. Er besitzt die Gestalt eines tiefgestellten, horizontalen Strichs.<ref>Liedtext > Silbe über mehrere Noten. In: Handbuch für MuseScore 3. Abgerufen am 27. August 2019. „Ein ‚Melisma‘ ist eine Silbe oder Wort das über 2 oder mehrere Noten gilt. Diese wird jeweils mit der Unterstrichlinie ‚_‘ über jede beteiligte Note eingegeben.“</ref> Auf dem Notenblatt der Abbildung, einer deutschen Version des französischen Weihnachtslieds Les Anges dans nos campagnes, sind die Melismen rot gefärbt.

Literatur

Weblinks

Wiktionary: Melisma – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />