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Koberer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Juli 2025 um 20:23 Uhr durch imported>ChoXer (taz artikel zum rückgang, der aus weblinks geholt wurde mit spiegel-bericht vereint; rückgang in Hamburg).
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Ein Koberer (von Rotwelsch Kober für ‚Wirt‘; davon auch kobern ‚anmachen, anwerben, Freier aufreißen‘) ist ein Türsteher oder Portier, der Kunden von der Straße zum Besuch eines Amüsierlokals (Nachtclub, Sex-Club, Striplokal) auffordert.<ref>Stefan Rychlak: Rammelbuden-Werbung. In: Die Tageszeitung: taz. 27. November 2001, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 14. Juni 2025]).</ref> Die dabei gewählte Form der Kundenansprache ist oft deftig bis obszön und häufig aggressiv. So stellen sich Koberer auch Passanten in den Weg und beschreiben die zu erwartende Unterhaltung in nicht jugendfreier Deutlichkeit.

Der Ausdruck selbst stammt wahrscheinlich aus dem Jiddischen (kowo, kübbo ‚Schlafkammer, Bordell, Hütte, Zelt‘).

Besonders bekannt ist das Phänomen in Deutschland auf der Reeperbahn. Dort ist jedoch seit den 2010er-Jahren ein Rückgang des Koberer-Gewerbes festzustellen.<ref>Gabriela Keller: Bald nur noch Folklore auf St. Pauli?: Am Ende der Großen Freiheit. In: Die Tageszeitung: taz. 20. März 2014, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 14. Juni 2025]).</ref><ref>Kevin Goonewardena: Die Koberer reden über ihren Job auf der Reeperbahn in Hamburg. In: Der Spiegel. 20. April 2016, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 9. Juli 2025]).</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />