Josef Karel Matocha
Josef Karel Matocha (* 14. Mai 1888 in Pitín, Bezirk Ungarisch Hradisch, Markgrafschaft Mähren; † 2. November 1961 in Olmütz, Tschechoslowakei) war ein tschechischer römisch-katholischer Theologe, Professor der Theologie, Erzbischof von Olmütz sowie Metropolit von Mähren.
Leben
Josef Karel Matocha studierte Philosophie und Theologie an der Universität Olmütz und anschließend an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Nach dem Erwerb des theologischen Doktorgrades habilitierte er sich und lehrte von 1931 bis 1939 und 1945 bis 1948 Christliche Philosophie und Dogmatik an der Olmützer Theologischen Fakultät, deren Dekan er zwei Mal war.
Papst Pius XII. ernannte Josef Karel Matocha 1948 zum Erzbischof von Olmütz. Die Bischofsweihe spendete ihm am 2. Mai 1948 der damalige Prager Erzbischof und spätere Kardinal Josef Beran.
Das Amt als Erzbischof konnte Josef Karel Matocha nicht lange ausüben, da er nach dem Februarumsturz 1950 durch die kommunistischen Machthaber interniert und anschließend in seiner Wohnung gefangen gehalten und isoliert wurde. Er durfte z. B. keine Zeitung lesen und kein Radio hören. Nach Matochas Tod verhinderten die kommunistischen Behörden die Ernennung eines Nachfolgers. Erst ab 1973 wurde die Diözese durch den dem Regime genehmen Administrator Josef Vrana verwaltet.
Für seine Verdienste wurde Josef Karel Matocha postum mit dem Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden I. Klasse ausgezeichnet. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von Pitín.
Werke
- Compendium philosophiae christianae
- Bytnost milosti posvěcující (1925)
- Osoba v dějinném vývoji a významu (1929)
Weblinks
- Literatur und andere Medien von und über Josef Karel Matocha im Katalog der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik
- Eintrag zu Josef Karel Matocha auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
- Josef Karel Matocha, Biografie (tschechisch)
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Leopold Prečan | Erzbischof von Olmütz 1948–1961 | František Vaňák |
Anton Theodor von Colloredo | Maria Thaddäus von Trautmannsdorff | Rudolf von Österreich-Toskana | Ferdinand Maria von Chotek | Maximilian Joseph Gottfried von Sommerau Beeckh | Friedrich Egon von Fürstenberg | Theodor Kohn | Franziskus von Sales Bauer | Leo Skrbenský von Hříště | Antonín Cyril Stojan | Leopold Prečan | Josef Karel Matocha (seit 1950 interniert) | Sedisvakanz 1961–1973 | Josef Vrana (Administrator) | Sedisvakanz 1987–1990 | František Vaňák | Jan Graubner | Josef Nuzík
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Matocha, Josef Karel |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechischer römisch-katholischer Theologe, Erzbischof von Olmütz |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1888 |
| GEBURTSORT | Pitín, Bezirk Ungarisch-Hradisch, Markgrafschaft Mähren |
| STERBEDATUM | 2. November 1961 |
| STERBEORT | Olmütz, Tschechoslowakei |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Erzbischof von Olmütz
- Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)
- Träger des Tomáš-Garrigue-Masaryk-Ordens (1. Klasse)
- Person (Mähren)
- Person (Cisleithanien)
- Tscheche
- Tschechoslowake
- Geboren 1888
- Gestorben 1961
- Mann