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Pferdeaktinie

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Pferdeaktinie
Datei:Actinia equina (Boulogne-sur-Mer).jpg

Pferdeaktinie (Actinia equina)

Systematik
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Hexacorallia
Ordnung: Seeanemonen (Actiniaria)
Familie: Actiniidae
Gattung: Actinia
Art: Pferdeaktinie
Wissenschaftlicher Name
Actinia equina
Linnaeus, 1758

Die Pferdeaktinie (Actinia equina), auch Purpurrose<ref name=":0">Streble, Heinz: Was find ich am Strande? Pflanzen und Tiere der Strände, Deiche, Küstengewässer. 5., völlig neu bearb. u. ill. Auflage. Franckh-Kosmos Verlags GmbH, Stuttgart 1990, ISBN 978-3-440-06036-0, S. 69.</ref> genannt, ist eine Seeanemone (Ordnung Actiniaria) und gehört zur Klasse der Blumentiere (Anthozoa).

Merkmale

Pferdeaktinien sind von roter Farbe, sie erreichen eine Höhe von fünf Zentimeter, die 192 spitzen Tentakel werden bis zu zwei Zentimeter lang.<ref name=":0" /> Die Tentakeln sind in sechs Kreisen am Rand der Mundscheibe angeordnet.<ref name=":0" /> Zwischen dem äußeren Tentakelkranz und der Rumpfwand befinden sich "Randsäckchen", die mit Nesselkapseln beladen sind. Die Beute setzt sich aus Fischen, Krebsen und Mollusken zusammen. Sie kommen in zwei Formen vor, die sich nach Größe, Lebensraum und der Art der Fortpflanzung unterscheiden. Form 1 erreicht einen Durchmesser von sechs bis sieben Zentimetern. Sie lebt in der unteren Gezeitenzone und legt Eier (ovipar). Form 2 erreicht einen Durchmesser von 2,5 bis drei Zentimetern, lebt in der oberen Gezeitenzone und ist lebendgebärend (vivipar). Bei ihnen entwickeln sich die Eizellen schon im Gastralraum zu Planulalarven.

Pferdeaktinien können bei Ebbe trockenfallen und ertragen auch Regen und Aussüßung des Wassers.<ref name=":0" /> Tagsüber und bei ungünstigen Bedingungen zieht die Pferdeaktinie ihre Tentakel ein.<ref name=":0" /> Fällt sie trocken, schützt sie sich durch Schleimproduktion vor dem Austrocknen.

Ernährung

Pferdeaktinien ernähren sich als Wegelagerer von kleinen Fischen, Krebsen und Weichtieren.<ref name=":0" /> Bei unzureichender Versorgung mit Carotinoiden können sie ausbleichen.<ref name=":0" />

Vorkommen

Pferdeaktinien sind im nordöstlichen Atlantik und im Mittelmeer an steinigen Küsten in der Gezeitenzone verbreitet. A. equina ist eine der häufigsten Seerosen im Gezeitenbereich der Mittelmeer-, Atlantik- und Nordseeküste.

Name

Datei:Actinia-equina-13.jpg
Pferdeaktinie (Actinia equina) mit eingezogenen Tentakeln

Linnaeus beschrieb die Pferdeaktinie 1758 zunächst als Priapus equinus, erst später stellte er sie in die Gattung Actinia. Priapos war ein griechischer Fruchtbarkeitsgott, der oft mit überdimensionalem Penis dargestellt wurde. Linnaeus verglich die beiden morphologisch ähnlichen aber eigentlich nicht verwandten Arten Priapus humanus und Priapus equinus (im Zustand mit eingezogenen Tentakeln) mit dem nicht erigierten Penis eines Menschen<ref>Johann Peter Eberhard: Versuch eines neuen Entwurfs der Thiergeschichte. Nebst einem Anhang von einigen seltenen und noch wenig beschriebenen Thieren. Renger, 1768. §6. Der menschliche Priapus aus der Nordsee (Priapus humanus). S. 277.</ref> beziehungsweise eines Hauspferdes, was beim deutschen Trivialnamen erhalten blieb.

Literatur

  • Matthias Bergbauer, Bernd Humberg: Was lebt im Mittelmeer?, 1999, Franckh-Kosmos Verlag, ISBN 3-440-07733-0

Weblinks

Commons: Pferdeaktinie (Actinia equina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />