Urmas Sisask
Urmas Sisask (* 9. September 1960 in Rapla; † 17. Dezember 2022)<ref>Composer Urmas Sisask dead at 62. In: Estnischer Rundfunk. 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war ein estnischer Komponist und Musiker.
Leben
Sisask begann 1969 mit Klavierunterricht. Er studierte bis 1985 Komposition bei René Eespere, Anatoli Garšnek und Mati Kuulberg an der Estnischen Musikakademie in Tallinn. Besonders beschäftigte sich Urmas Sisask mit gregorianischem Gesang und der Barockmusik. Er war einer der bekanntesten Komponisten Estlands. Urmas Sisask war auch der Bruder der estnischen Sängerin und Politikerin Siiri Sisask (* 1968). 2001 wurde er mit dem Orden des weißen Sterns 4. Klasse (Offizierskreuz) ausgezeichnet.<ref>Eintrag in der Datenbank der Ordensträger</ref>
Werk
Urmas Sisask pflegte einen eklektischen Stil. Einen Großteil seiner Inspiration bezog er aus der Astronomie. Die „kosmische Harmonie“ war ein wiederkehrendes Thema, zu der er eine eigene Tonleiter entwickelte. Sein Kompositions- und Aufführungsstudio befand sich in einem 1994 eingerichteten Sternenturm im historischen Gutshaus von Jäneda.<ref>Dirk Lorenzen: Musik-Sternwarte in Estland: Urmas Sisask und die Harmonien des Kosmos. In: deutschlandfunk.de. 18. Juli 2018, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref>
Ein Großteil seines Werks besteht aus Stücken für gemischte A-cappella-Chöre. Daneben komponierte Urmas Sisask unter anderem für Orchester, Klavier und Klarinette. Der bekennende Katholik hat auch zahlreiche geistliche Werke geschaffen.
Werke (Auswahl)
- Der Sternenhimmel für Klavier (estnisch: Tähistaeva tsükkel) (1980–1987)
- Gloria Patri (1988)
- Plejaden (Plejaadid) (1989)
- Milchstraße (Linnutee galaktika) (1990)
- Andromeda (Andromeda galaktika) (1991)
- Weihnachtsoratorium (Jõuluoratoorium) (1992)
- Magnificat
- Missa Nr. 1
- Symbiotische Sinfonie (Sümbiootiline Sümfoonia)
- Komet Hyakutake für Zupforchester (1996)
- Ave Sol
- Missa Nr. 3 op. 36: Estnische Messe (Eesti missa)
- Missa Nr. 4 op. 46: Weihnachtsmesse (Joulumissa)
- Polaris, Sinfonie für zwei Klaviere und Orchester (Pohjanael)
- Veni Sancte Spiritus
- Benedictio (1991)
- Die spirale Symphonie op. 68 (1998)
Weblinks
- Werke von und über Urmas Sisask im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Urmas Sisask bei Discogs
- Urmas Sisask. In: Estonian Music Information Centre
- Edition 49
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sisask, Urmas |
| KURZBESCHREIBUNG | estnischer Komponist |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1960 |
| GEBURTSORT | Rapla, Estnische SSR |
| STERBEDATUM | 17. Dezember 2022 |