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MeinProf

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Sprachen deutsch
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Gründer Thomas Kaschwig, Thomas Metschke, Alexander Pannhorst, Daniel Pruß, Jonathan Weiss
Betreiber MeinProf e. V.
Online 13. Nov. 2005 – 2024
(aktualisiert 2025)

MeinProf war eine Online-Plattform zur Bewertung von Lehrveranstaltungen an deutschsprachigen Hochschulen.

Begleitet durch eine anfänglich hohe Medienpräsenz wurden von November 2005 bis Oktober 2021 etwa 475.000 Bewertungen abgegeben.<ref>Presseinformationen von MeinProf.de. In: meinprof.de. Abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> Es kommen knapp 10.000 Bewertungen pro Jahr dazu. Dies entspricht im Schnitt weniger als 20 Bewertungen pro Hochschule. In den Jahren 2014 und 2015 kamen besonders wenige Bewertungen hinzu.<ref name="statistik201410"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />440.000 abgegebene Bewertungen für Kurse auf der Startseite von MeinProf am 18. Oktober 2014 (Memento vom 18. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref><ref name="statistik201510"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />443.000 abgegebene Bewertungen für Kurse auf der Startseite von MeinProf am 15. Oktober 2015 (Memento vom 15. Oktober 2015 im Internet Archive) </ref><ref name="meinProf_Presse">Presseinformationen von MeinProf.de. In: meinprof.de. Abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref>

Die Kriterien zur Beurteilung der Kurse sind Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß und Interesse. Außerdem kann das Verhältnis von Note zu Aufwand bewertet werden. Studierende können einen Freitext mit der eigenen Meinung angeben.

Unternehmen

MeinProf wurde durch den gemeinnützigen Verein MeinProf e. V. betrieben. Der Verein ist eng mit dem Unternehmen Audimax Medien verbunden, dessen Geschäftsführer Oliver Bialas in Personalunion auch vertretungsberechtigter Vorstand des MeinProf e. V. ist.<ref>Impressum. In: meinprof.de. Abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref>

Die Werbung auf der MeinProf-Plattform wird durch Audimax Medien vermarktet. Die Audimax-Pressesprecherin ist in Personalunion auch für die Öffentlichkeitsarbeit von MeinProf zuständig. Die Wortmarke „MeinProf“ ist beim Deutschen Patent- und Markenamt auf die Campus Consulting GmbH von Oliver Bialas eingetragen.<ref>Auskunft zur Marke MeinProf im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)</ref>

Hochschulranking

Von 2007 bis 2018 veröffentlichte MeinProf ein sogenanntes Hochschulranking.<ref name="ranking">Bewerte Uni-Kurse auf MeinProf.de, Hochschulranking, Evaluation. In: meinprof.de. Abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> Dazu aggregierte der Verein die auf dem Portal abgegebenen Bewertungen ohne genauere Angabe der Methodik.<ref name="ranking" /><ref>CHE Ranking. In: che.de. Abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> So wurden von Oktober 2014 bis Oktober 2015 ausweislich der Startseite von MeinProf.de nur rund 3.000 Bewertungen für Kurse abgegeben.<ref name="statistik201410" /><ref name="statistik201510" /> Dies entsprach im Schnitt weniger als fünf Bewertungen für jede der damals 644 gelisteten<ref name=meinProf_Presse></ref> Hochschulen. Da jeder Student mehrere Kurse bewerten kann, liegt die durchschnittliche Anzahl der tatsächlich abstimmenden Studierenden pro Hochschule noch niedriger.

Kritik

Die Plattform wurde von Dozenten und Hochschulen kritisiert. So forderte beispielsweise die RWTH Aachen 2006 erfolgreich die Betreiber dazu auf, die Profile aller dort tätigen Dozenten zu entfernen. 80 von 255 waren 2007 wieder gelistet, etwa 40 laut Spiegel Online auf eigenen Wunsch. Kritik richtete sich gegen teils beleidigende Kommentare. Vor allem bei den zahlreichen Kursen mit nur einer Bewertung wird die Plattform häufiger für öffentliche Kritik genutzt, deren Repräsentativität nicht nachvollziehbar ist.<ref>Katrin Schmiedekampf: Gute Lehre, schlechte Lehre: MeinProf.de gewinnt Prozess – Der Spiegel. In: spiegel.de. 4. Juni 2007, abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> Bedenken gibt es weiterhin aus datenschutzrechtlichen Erwägungen.<ref>Datenschützer kritisiert Seite zur Professorenbenotung. In: heise.de. 13. August 2006, abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> Es blieben Dozenten und Bewertungen auch erhalten, selbst wenn sie nicht mehr an der Hochschule tätig sind.

Alternative

Seit 2025 stellt die Plattform Profrate.de eine Alternative zu MeinProf dar.<ref>Rechtliche Grundlage von Profrate.de</ref>

Weblinks

  • Seit Ende 2024 sind weder meinprof.de noch meinprof.org online.

Einzelnachweise

<references />