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Punktierter Gilbweiderich

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Punktierter Gilbweiderich
Datei:2018-06-01 (106) Lysimachia punctata (dotted loosestrife) at Bichlhäusl in Frankenfels, Austria.jpg

Punktierter Gilbweiderich (Lysimachia punctata)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse (Myrsinoideae)
Gattung: Gilbweiderich (Lysimachia)
Art: Punktierter Gilbweiderich
Wissenschaftlicher Name
Lysimachia punctata
L.

Der Punktierte Gilbweiderich (Lysimachia punctata), auch Punkte-Gilbweiderich, Goldfelberich oder Drüsiger Gilbweiderich genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Er wird als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.

Der Punktierte Gilbweiderich unterscheidet sich vom ähnlichen Gewöhnlichen Gilbweiderich durch sein Indument und die andere Form des Blütenstandes.

Beschreibung

Datei:Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländlischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik (16064515406).jpg
Illustration aus Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik
Datei:Lysimachia punctata RF.jpg
Habitus
Datei:Lysimachia.punctata.1.jpg
Behaarte Stängel und Blüten
Datei:Lysimachia punctata5 ies.jpg
Schnitt durch die Blüte mit Staubblättern, Fruchtknoten und Griffel

Vegetative Merkmale

Beim Punktierten Gilbweiderich handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 100 Zentimetern erreicht. Die meist in Gruppen wachsenden Pflanzen haben einen aufrechten und unverzweigten Stängel, der weich behaart und kantig ist.<ref name="Hegi1966" />

Die zu dritt bis viert quirlig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist nur kurz. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von bis zu 3,5 Zentimetern eiförmig. Die Blattunterseite ist dunkel drüsig punktiert.<ref name="Hegi1966" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit erstreckt sich über den gesamten Sommer von Juni bis August.<ref name="Hegi1966" /> Gegen das Stängelende werden die Blätter kleiner, und die Blüten sitzen zu dritt bis viert in den Blattachseln, nicht jedoch in kleinen gestielten rispigen Blütenständen wie beim Gewöhnlichen Gilbweiderich. Diese Anordnung wird auch als „durchblätterte Rispe“ bezeichnet. Der Blütenstiel ist 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind 6 Millimeter lang<ref name="Hegi1966" />, rein grün und nicht rötlich berandet. Die fünf drüsig bewimperten, gelben Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen; an der Spitze sind sie manchmal rötlich gefärbt. Die Krone ist 10 bis 15 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" /> Die Staubfäden sind halb so lang wie die Krone und am Grunde der Krone inseriert, unten verbreitert und bis zur Mitte miteinander in eine, den Fruchtknoten umschließende Röhre verwachsen.<ref name="Hegi1966" /> Der fadenförmige Griffel ist so lang wie die Staubblätter und endet in einer kopfigen Narbe.<ref name="Hegi1966" />

Die Kapselfrucht ist mit einer Länge von etwa 4 Millimetern kürzer als der Kelch. Die schwärzlichen Samen sind bei einer Länge von etwa 1 Millimetern dreikantig mit flachwarziger Samenschale.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Der Punktierte Gilbweiderich stammt aus der Türkei und dem südlichen Europa. Sein Heimatgebiet reicht vom östlichen Mitteleuropa bis Südosteuropa, der Türkei und dem nördlichen Iran.<ref name="Euro+Med" /> In Nordamerika, in Nordeuropa und Westeuropa ist er ein Neophyt. Da er vollkommen frosthart ist, wird er aber in Mitteleuropa oft in Gärten kultiviert und kommt vielfach verwildert vor, in Deutschland beispielsweise überall außer im äußersten Nordosten. Er erreichte wahrscheinlich vor seiner Auswilderung in Salzburg und Piemont seine ursprüngliche westliche Arealgrenze.

Der Punktierte Gilbweiderich gedeiht am besten auf feuchten, nährstoffreichen, lehmig-tonigen Böden mit guter Humusführung in sommerwarmen Lagen. Er wächst an recht verschiedenen Standorten, wie nicht zu schattigen und feuchten Waldrändern, an Flussufern, in Ginsterheiden oder an Wegrändern. Man findet ihn in Mitteleuropa besonders in Gesellschaften des Filipendulion (nasse Staudenfluren) oder Aegopodion podagrariae vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Lysimachia punctata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 147. Synonyme für Lysimachia punctata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Lysimachia verticillaris <templatestyles src="Person/styles.css" />Spreng., Lysimachia verticillata <templatestyles src="Person/styles.css" />Fiori.<ref name="Euro+Med" />

Je nach Autor gibt es von Lysimachia punctata etwa zwei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

  • Lysimachia punctata <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. punctata
  • Lysimachia punctata subsp. tomentosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Davidov) Peev (Syn.: Lysimachia punctata var. tomentosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Davidov): Sie kommt nur in Bulgarien vor.<ref name="Euro+Med" />
Datei:Lysimachia punctata E.jpg
Die panaschierte Sorte ‘Alexander’

Nutzung

Einige Sorten werden in Gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.<ref name="Botanica2003" />

Quellen und weiterführende Informationen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="InfoFlora"> Lysimachia punctata L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 549. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011+: Primulaceae.: Datenblatt Lysimachia punctata In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011. </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 1857–1859. </ref> </references>

Weblinks

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