Compiler-Anweisung
Vorlage:Hinweisbaustein Eine Compiler-Anweisung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder pragma) ist eine in den Quelltext eingefügte Steueranweisung für den Compiler. Der Umfang und die Syntax von Compiler-Anweisungen sind von der Programmiersprache und teilweise auch vom gewählten Compiler abhängig.
Beispiele
In der Programmiersprache Algol 68 werden Compiler-Direktiven zwischen pr und pr oder zwischen pragmat und pragmat eingeschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Revised Report on the Algorithmic Language ALGOL 68. ( vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> Dies ist der Ursprung des Begriffs Pragmat.
C-Compiler verwenden einen C-Präprozessor, der Compiler-Direktiven interpretiert.<ref>Pragmas (The C Preprocessor). Abgerufen am 26. Februar 2025.</ref> Beispielsweise weist <syntaxhighlight lang="c" style="white-space: nowrap" inline>#include <foo.h></syntaxhighlight> den Präprozessor an, den Inhalt der Datei foo.h an dieser Stelle im Quelltext einzufügen.<ref>Jörg Wiegelmann: Softwareentwicklung in C für Mikroprozessoren und Mikrocontroller: C-Programmierung für Embedded-Systeme. 7., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. VDE Verlag GmbH, Berlin Offenbach 2017, ISBN 978-3-8007-4328-5, S. 19 Abs. 3.2.7 Präprozessor.</ref> Mit der Anweisung <syntaxhighlight lang="c" style="white-space: nowrap" inline>#pragma eigenschaft</syntaxhighlight> wird eine Eigenschaft dem Compiler angezeigt. Ein Beispiel für eine Eigenschaft ist die Annotation eines parallelisierbaren Code-Blocks, falls der C-Compiler den OpenMP-Standard unterstützt: <syntaxhighlight lang="c">
- pragma omp parallel for reduction(+:c)
for (int i = 0; i < length; ++i)
c += a[i]*b[i];
</syntaxhighlight>
In der Programmiersprache Pascal werden Compiler-Direktiven als spezielle Kommentare definiert. Kommentare, deren erstes Zeichen ein $ ist, werden als Direktive interpretiert. Beispielsweise schaltet {$Q+} die Codegenerierung von Indexüberprüfungen von Arrayzugriffen ein.
In der Programmiersprache Ada werden Compiler-Direktiven durch das Schlüsselwort pragma eingeleitet. So wird z. B. mit pragma OPTIMIZE(TIME); die Programmoptimierung gesteuert.
Der Haskell-Compiler GHC unterstützt das Setzen von Kommandozeilen-Optionen auch in der Quelltextdatei über Compiler-Direktiven. Ein Beispiel ist die Aktivierung von ghc-Haskell-Spracherweiterungen, die mit der Direktive {-# OPTIONS_GHC -fglasgow-exts #-} angefordert wird.
In der SAP-Programmiersprache ABAP werden Pragmas verwendet, um Warnungen verschiedener Prüfwerkzeuge auszublenden.<ref>Pragmas - ABAP-Schlüsselwortdokumentation. Abgerufen am 8. Mai 2025.</ref> Der Programmierer erklärt damit, dass er die betreffende Syntax bewusst verwendet und den konkreten Einsatz auf Unbedenklichkeit geprüft hat. So können etwa performance-kritische Anweisungen hingenommen werden, wenn im konkreten Einsatzzweck keine langen Laufzeiten zu erwarten sind oder aber bewusst toleriert werden können.
Einzelnachweise
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