Zum Inhalt springen

Thomas Bohn (Regisseur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Dezember 2025 um 19:20 Uhr durch imported>Filmwerker (Leben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Thomas Bohn am Set des Tatorts HETZJAGD.png
Thomas Bohn am Set des Tatorts „Hetzjagd“ 2021

Thomas „Tom“ Bohn (* 1959 in Wuppertal) ist ein deutscher Fernseh- und Filmregisseur, Drehbuchautor sowie Festivalveranstalter.

Leben

Bohn machte 1982 eine Hospitanz als Fernsehjournalist im ZDF-Studio in Washington sowie Recherchen für das Auslandsjournal, Heute und Bilder aus Amerika. Ab 1983 arbeitete er als Fernsehjournalist beim Bayerischen Rundfunk in München mit eigenen Beiträgen für die Rundschau, die Tagesschau und die Tagesthemen.

Als Werbefilmer erhielt er von 1985 bis 1993 zwei Goldene und zwei Silberne Lions auf dem Cannes Lions International Advertising Festival, dem weltweit größten Festival für Werbefilme.

Seit 1993 führt Thomas Bohn auch bei Fernsehfilmen Regie und schreibt Drehbücher, hauptsächlich für die ARD, so für sieben Tatort-Folgen aus der „Lena-Odenthal“-Reihe, sieben für Robert Atzorn alias „Kommissar Casstorff“ und zwei Stahlnetz-Folgen.

Bohn ist für Buch und Regie im Action-Thriller Straight Shooter (1999) verantwortlich, realisierte 2005 für den SWR in Baden-Baden den Politthriller Das Kommando mit Iris Berben und Robert Atzorn und drehte 2006 das kontrovers diskutierte Fernsehspiel Eine Frage des Gewissens mit Christian Berkel in der Hauptrolle, das sich mit Folterandrohung im Polizeidienst beispielhaft angelehnt am Daschner-Prozess beschäftigt.

Seinen Kinofilm Reality XL, einen Mystery-Thriller mit Heiner Lauterbach, realisierte Bohn 2011 ohne Fördermittel und ohne Unterstützung durch Fernsehsender. Anfang 2012 brachte er ihn ohne Verleih ins Kino.<ref>Offizielle Website zu Reality XL</ref> Drei Jahre später realisierte er mit Beate Maes und Diego Wallraff in den Hauptrollen die schwarze Indie-Komödie Black Wedding, die zahlreiche Preise auf internationalen Independent-Filmfestivals gewann.

Im Januar 2015 initiierte Bohn zusammen mit dem Schauspieler Heiner Lauterbach das Snowdance Independent Film Festival in Landsberg am Lech, das seitdem Independent-Filmemachern aus aller Welt ein Forum für ihre Arbeit gibt. 2018 wurde Bohn dort Festivaldirektor.<ref>Offizielle Website des Snowdance Independent Film Festivals</ref> 2023 zog das Filmfestival von Landsberg in die Ruhrgebietsstadt Essen um.

Ab Mai 2020 war Bohn für die FDP, der er von 2020 bis 2022 angehörte, als deren einziger Vertreter Mitglied des Stadtrats von Landsberg am Lech.<ref>Stadt Landsberg, Stadtratsliste</ref> Im Januar 2022 legte er sein Mandat im Stadtrat Landsberg am Lech nieder, da sich sein Arbeitsschwerpunkt nach Berlin verlagert hat.<ref>Landsberg: Tom Bohn legt Stadtratsmandat nieder. 5. Januar 2022, abgerufen am 7. Januar 2022.</ref>

Für die kontrovers diskutierte Aktion #allesdichtmachen während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2021 war Bohn nach eigenen Angaben im Vorfeld an der Vermittlung von Schauspielern beteiligt.<ref name="a">Eine Frage des Abstands, Tagesspiegel, 29. April 2021</ref><ref>„Es versteht doch wirklich keiner mehr, was in Deutschland passiert“. In: Welt.de. 24. April 2021, abgerufen am 3. Januar 2022.</ref>

Filmografie

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Auszeichnungen

  • Goldener Löwe, Cannes Lions International Advertising Festival, (1986, 1989)
  • Silberner Löwe, Cannes Lions International Advertising Festival (1987, 1988)
  • Clio Award Finalist, New York (1989)
  • Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis für Magic Müller (1994)
  • Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis für Die Kampagne (1995)
  • Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis 1997 für Tatort – Tod im All
  • Goldener Gong für Tatort – Kalte Herzen (2000)
  • Best Comedy Award, Sydney Independent Film Festival für Black Wedding (2015)<ref>Sydney Indie Film Festival Awards 2015 – Feature Films Award Winners: Sydney Indie Film Festival. Abgerufen am 13. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Nominierung für den Elinor Holland Kunstpreis (2017)<ref>Dominic Wimmer: Ellinor Holland Kunstpreis: Die Gala im Video. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 13. Mai 2018]).</ref>

Weblinks

Commons: Thomas Bohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein