Wagah
| Wagah {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Flag of Pakistan.svg Pakistan | |||||
| Punjab | |||||
31° 36′ N, 74° 34′ O
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| PST (UTC+5) | |||||
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Wagah (Hindi वाघा, Urdu واہگہ; auch Wahga) ist ein pakistanisches Dorf und ein danach benannter Grenzübergang an der Straße zwischen Amritsar im indischen Bundesstaat Punjab und Lahore in der pakistanischen Provinz Punjab sowie Teil der Grand Trunk Road. Auf indischer Seite wird der Grenzübergang nach dem nächstgelegenen indischen Dorf als Attari bezeichnet. Es ist der einzige Grenzübergang in den genannten Bundesstaaten zwischen Indien und Pakistan. Bekannt ist er für die täglich dort abgehaltene Grenzzeremonie mit meist tausenden Zuschauern vor allem auf indischer Seite. Sie wurde 1959 als gemeinsames Flaggenherunterlassen gestartet und während einer friedlichen Phase 1986 zur heutigen Zeremonie ausgebaut. Derzeit haben die beiden Staaten wegen Gebietsdisputen ein angespanntes politisches Verhältnis.
Auf indischer Seite ist unter anderem ein Bild von Gandhi zu sehen, auf pakistanischer Seite steht ein 122 Meter hoher Fahnenmast.
Grenzschließungszeremonie
Der Grenzübergang war zu Öffnungszeiten täglich bis 16 Uhr geöffnet, Stand Anfang 2026 ist der Grenzübergang wegen des Konflikts beider Staaten bis auf Weiteres geschlossen. Dennoch wird weiterhin allabendlich zwei Stunden vor Sonnenuntergang auf beiden Seiten eine gemeinsame Show einschließlich einer Militärparade der Grenzsoldaten abgehalten, bekannt als „Wagah Border Ceremony“. Sie beinhaltet Märsche und andere Bewegungen der Soldaten sowie unter anderem eine Flaggenparade und das Ertönen der Clairon (Signaltrompete). Die Parade zeichnet sich durch eine selbst für militärische Verhältnisse übertriebene und überspitzte Ritualisierung aus.<ref>Markus Ziener: Operette mit Säbelrasseln. Im Grenzort Wagah halten Pakistanis und Inder noch immer Distanz. In: Handelsblatt. 19. Juli 2004, abgerufen am 5. April 2012.</ref> Die Bewegungsabläufe der Soldaten beider Seiten werden regelmäßig mit dem The-Ministry-of-Silly-Walks-Sketch von Monty Python verglichen und die Zeremonie entsprechend häufig „Silly Walks Ceremony“ genannt.<ref name="guardian">Homa Khaleeli: Goodbye to the ceremony of silly walks between India and Pakistan. In: The Guardian. 1. November 2010, abgerufen am 5. April 2012 (englisch).</ref>
Die Grenzschließungszeremonie wird täglich vor allem auf indischer Seite von meist tausenden Menschen, aus allen Teilen beider Länder, sowie von ausländischen Touristen besucht. Die Tribünen auf beiden Seiten wurden ausgebaut. Auf indischer Seite steht ein halbrundes Stadion für tausende Zuschauer. Je ein Warm-Upper in Uniform auf beiden Seiten der Grenze animiert das jeweilige einheimische Publikum zu Tänzen und Gesängen und stachelt, unterstützt von überdimensionierten Beschallungsanlagen, zu nationalistischen Parolen und Schlachtgesängen an.<ref name="guardian" /> Sie dient der Demonstration militärischer Präsenz und Kampfbereitschaft. Die beiden Staaten haben aufgrund historischer und aktueller anhaltender Feindseligkeiten wegen Gebietsdisputen ein angespanntes politisches Verhältnis.
Im Oktober 2010 wurde bekannt, dass der Major General Yaqub Ali Khan der pakistanischen Seite für eine Normalisierung der Zeremonie eintritt.<ref name="guardian" />
Galerie
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Indisches Grenzschutz-Personal
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Weibliches Personal des indischen Grenzschutz
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Flaggenparade am Grenzübergang
Selbstmordattentat 2014
Am 2. November 2014 wurden an einem Checkpoint auf pakistanischer Seite, einige Hundert Meter vor dem Grenzübergang, 61 Menschen Opfer eines Selbstmordattentäters. Mehrere Splittergruppierungen der Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) reklamierten den Anschlag für sich, darunter die Dschundollah und die Jamaat-ul-Ahrar. Der Anschlag wird als Reaktion auf die Militär-Offensive der pakistanischen Streitkräfte in Wasiristan bezeichnet.<ref>Arne Perras: Pakistans Ohnmacht gegenüber dem Terror. In: Tages-Anzeiger. 4. November 2014, abgerufen am 5. November 2014.</ref><ref>Umar Farooq et al.: TTP splinter groups claim Wagah attack; 60 dead. In: Dawn. 2. November 2014, abgerufen am 5. November 2014 (englisch).</ref>
Weblinks
- www.xflo.net, Februar 2011, Florian Wizorek: Muskelspiele mit dem Nachbarn (Fotodokumentation der Grenzschließungszeremonie inkl. Video)
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />