Zum Inhalt springen

Drei Kappadokier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. September 2024 um 08:52 Uhr durch imported>Rabanus Flavus (Änderung 248956066 von TExtHumer rückgängig gemacht; Sie hatten theologischen Einfluss auf das Konzil von Chalzedon, aber nicht auf dem Konzil von Chalcedon. Sie waren nämlich nicht dabei, weil sie schon tot waren.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Mit der Sammelbezeichnung Drei Kappadokier bzw. Drei kappadokische Väter sind die drei kappadokischen Theologen Basilius der Große († 379), sein jüngerer Bruder Gregor von Nyssa († nach 394) und sein älterer Studienfreund Gregor von Nazianz († 390) gemeint. Diese drei Kirchenväter des 4. Jahrhunderts hatten maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Trinitarier im arianischen Streit durchsetzen konnten. Sie machten sich um ein theologisch vertieftes Verständnis des Ersten Konzils von Nicäa (325) verdient und leisteten Vorarbeiten für das Erste Konzil von Konstantinopel (381), über welches Gregor von Nazianz nach dem Tod des Meletius von Antiochien den Vorsitz übernahm. Auch auf das Konzil von Chalcedon (451) waren sie von Einfluss.

Die Sammelbezeichnung entstammt der Patristik des 19. Jahrhunderts. Bereits seit dem 11. Jahrhundert werden, ausgehend von Konstantinopel, Basilius und Gregor von Nazianz zusammen mit Johannes Chrysostomos als die Drei Hierarchen bezeichnet.