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Gosenbach

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Gosenbach
Stadt Siegen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2293)&title=Gosenbach 50° 51′ N, 7° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2293) 50° 51′ 16″ N, 7° 57′ 51″ O
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Höhe: 267 (250–400) m
Fläche: 2,94 km²
Einwohner: 2293 (31. Dez. 2016)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Eingemeindet nach: Eiserfeld
Postleitzahl: 57080
Vorwahl: 0271
Datei:Gosenbach in Siegen.png
Karte
Lage von Gosenbach in Siegen

Gosenbach ist ein Stadtteil im Westen der Stadt Siegen.

Geografie

Er grenzt im Nordwesten an den Stadtteil Oberschelden, im Osten an Siegen und im Süden an Niederschelden. Gosenbach ist ca. 3 km² groß und liegt in einem engen von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Tal, welches vom Gosenbach durchflossen wird. In der Ortsmitte mündet der aus Oberschelden kommende Scheldebach in den Gosenbach.

Der niedrigste Punkt befindet sich am Talausgang des Gosenbachs an der Grenze zu Niederschelden und hat eine Höhe von 236 m ü. NN. Der höchste Punkt ist der Gipfel der Roten Kirche und hat eine Höhe von 439 m ü. NN. Die Niederschlagsmenge beträgt etwa 1.000 mm pro Jahr.

Geschichte

Gosenbach wurde am 25. November 1347 als „Gosinbach“ erstmals urkundlich erwähnt. In der Urkunde ist von einem Hof zu Gosenbach die Rede.<ref>Siegener Urkundenbuch. Band I, Siegen, 1887, S. 188–189, Nr. 305.</ref> Der Selbacher Hof im Ortsgebiet wurde 1347 erstmals erwähnt. Er war im Besitz des alten Adelsgeschlechts der Selbacher. Der zweite große Gosenbacher Hof war der Wildenburger Hof.

Der Bergbau hat in Gosenbach eine lange Geschichte, die erst 1942 endete, als die letzte Grube, Storch & Schöneberg geschlossen wurde. Die Gesamtteufe betrug zuletzt 1162,7 m, zur Zeit der Stilllegung die tiefste Eisenerzgrube Europas. Erst später wurde sie durch die Gruben Pfannenberger Einigkeit und Eisenzecher Zug übertroffen. Neben den Erzgruben bestand zwischen 1417/1444 und 1927 die Gosenbacher Hütte, in der das Gosenbacher Erz verhüttet wurde.

1958 wurde die neue Kirche des Ortes eingeweiht, für die das alte Maschinenhaus der Grube Storch & Schöneberg fünf Jahre lang umgebaut wurde.

Bis 1878 gehörte Gosenbach als eigenständige Gemeinde dem Amt Weidenau an, zwischen 1878 und 1966 dem Amt Eiserfeld und wurde zum 1. Juli 1966 in die neue Stadt Eiserfeld eingemeindet<ref></ref>, die wiederum am 1. Januar 1975 in die Stadt Siegen eingemeindet wurde.<ref></ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der ehemaligen Gemeinde Gosenbach]] Blasonierung: „In Orange über einem blauen Wellenbalken ein blauer mit roten Erzbrocken gefüllter Grubenwagen.“<ref name="Wappen">Wappenbeschreibungen ehemaliger und heutiger Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde am 5. Oktober 1956 vom nordrhein-westfälischen Innenminister genehmigt. Der Grubenwagen versinnbildlicht den in der Gemeinde Gosenbach seit dem 15. Jahrhundert urkundlich bezeugten Erzbergbau. Der Wellenbalken spielt auf den Namen Gosen-"bach" an. Die Farben Orange und Blau 'erinnern an die Zugehörigkeit zum ehemaligen Fürstentum Siegen.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:<ref>Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968.</ref><ref name="Bevölkerung Siegen">siegen.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen (Memento vom 24. Januar 2016 im Internet Archive) (regelmäßig aktualisiert)</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegen-Info: Einwohnerzahlen Gosenbach (Memento vom 30. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>

Jahr Einwohner
1600 20
1700 39
1800<ref name="Spuren der Bergleute">Heimatverein Gosenbach: Auf den Spuren der Bergleute im Gosenbacher Bergrevier. Heimat- und Verschönerungsverein Gosenbach, 1997.</ref> 102
1818 106
1880<ref name="Spuren der Bergleute" /> 921
1885<ref>Westfälisches Gemeindelexikon. 1887, S. 108–109.</ref> 1027
1890 1125
1895<ref name="Spuren der Bergleute" /> 1079
Jahr Einwohner
1905<ref name="Spuren der Bergleute" /> 1430
1910<ref>Der Landkreis Siegen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 1557
1925<ref name="genealogy.net">genealogy.net: Amt Eiserfeld</ref> 1545
1933<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1627
1939<ref name="verwaltungsgeschichte" /> 1588
1950 2050
1962 2389
1965<ref>Volkhard Wrage: Erfolg der Territorialreform. Duncker & Humblot, Berlin 1975, S. 16. (Schriftenreihe der Hochschule Speyer Band 56)</ref> 2481
Jahr Einwohner
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 190.</ref> 2386
1994<ref>Hartmut Eichenauer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 12,2 MB), ca. 1995</ref> 2839
2000 2646
2004 2565
2006 2489
2008 2455
2009 2416
2010 2417
Jahr Einwohner
2011 2406
2012 2405
2013 2341
2014 2312
2015 2300
2016 2293

Infrastruktur

Gosenbach verfügt über einen Sport-, einen Bolz- und mehrere Tennisplätze. Im Ort stehen eine Turnhalle und eine Schulsportanlage zur Verfügung. Daneben hat Gosenbach eine eigene Grundschule. Industrie gibt es im Gosenbacher Süden in Richtung Niederschelden. Zudem befindet sich in Gosenbach ein Kriegerehrenmal von 1914/1918 und eine am 30. August 1953 eingeweihte Kriegsgräberstätte.<ref>Kriegsgräberstätte Siegen - Gosenbach</ref>

Durch den Ort führt die Landstraße 533, die von Niederschelden nach Achenbach führt. Im Ort selbst zweigt die L 907 nach Oberschelden ab. Gosenbach ist über die Auffahrt Siegen an die Bundesautobahn 45 angeschlossen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Niederschelden.

Neben der 1979 neu eingefassten Gosenbach-Quelle hat der Heimat- und Verschönerungsverein Gosenbach zwei Latene-Schmelzöfen nachgebaut.<ref> gosenbach.de:

<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heimat- und Verschönerungsverein Gosenbach (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive), abgerufen am 3. November 2017

</ref> Zur Gosenbach-Quelle und zu den Öfen findet man nähere Informationen auf dort aufgebauten Schautafeln.

Persönlichkeiten

Der Lehrer und Prähistoriker Otto Krasa (1890–1972) lehrte in Gosenbach an der evangelischen Volksschule und erforschte die Vorgeschichte des Siegerlandes. Er schrieb die Chronik der Gemeinde Gosenbach und wurde 1970 zum Ehrenbürger der Stadt Eiserfeld ernannt.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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