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Christoph Hainz

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Christoph Hainz (2024)

Christoph Hainz (* 23. Juli 1962 in Mühlwald, Südtirol) ist ein italienischer Extrembergsteiger.

Leben

Christoph Hainz verbrachte seine Kindheit auf einem etwa 1500 m hoch gelegenen Bauernhof. Nach der Schulzeit machte er eine Kfz-Mechaniker-Lehre und arbeitete acht Jahre in diesem Beruf. Er ist seit 1990 staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, seit 1998 im Ausbildungsteam der Südtiroler Berg- und Skiführer und seit 1999 Sportkletter- und Canyoning-Lehrer.<ref name=":2">Porträt - Christoph Hainz Bergführer. In: christoph-hainz.com. Abgerufen am 30. April 2025.</ref><ref name=":1">Ausstieg in die Senkrechte – ein Portrait von Christoph Hainz. In: bergsteigen.com. 14. August 2008, abgerufen am 30. April 2025.</ref> Er lebte von 1995 bis 2011 mit seiner damaligen Frau Claudia in Reischach, Südtirol.<ref>Christoph Hainz. In: planetmountain.com. Abgerufen am 30. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er hat einen Sohn und eine Tochter.<ref>Bergauf-Bergab. In: alpin.de. Abgerufen am 30. April 2025.</ref> Jonas Hainz, sein Sohn, verunglückte am 29. Oktober 2022 beim Klettern tödlich.<ref>Tom Dauer: Der wilde Hund, der keiner sein wollte. In: bergundsteigen.com. Juni 2024, abgerufen am 30. April 2025.</ref><ref>Jonas Hainz verunglückt am Magerstein. In: bergsteigen.com. 23. Oktober 2022, abgerufen am 16. Juni 2025.</ref> Seit 2011 lebt er in Nasen, ebenfalls Südtirol.

Obwohl er sich erst mit 20 Jahren ernsthaft für die Berge zu interessieren begann, führte Christoph Hainz bisher über 2500 Bergtouren durch, kletterte im Fels bis 8b+, im Eis bis WI7- und machte Mixed-Klettereien bis M17.<ref name=":0">Christoph Hainz. In: raetia.com. Raetia Verlag, abgerufen am 30. April 2025.</ref><ref name=":1" /> Mit 46 kletterte er noch Mixed-Routen bis zum Grad M13<ref>Mixed M13 mit 46 Jahren. Abgerufen am 13. Dezember 2014.</ref>.

Alpinistische Karriere

An seinen Hausbergen, den Drei Zinnen, machte er neun Erstbegehungen und wiederholte zahlreiche Extremklassiker (Comici, Cassin, Hasse-Brandler, Sachsenweg, Alpenrose, Pellesier, Schweizer Weg, Baur-Dach, Scoiattoli-Kante). In den Dolomiten gelangen ihm rund 80 Erstbegehungen im Fels und Eis wie zum Beispiel an der Cima Scotoni, dem Monte Civetta, dem Heiligkreuzkofel, der Marmolada und der Rotwand.<ref name=":0" /> Als Sportkletterer war er zum Fun-Klettern wie er es nannte in zahlreichen Ländern unterwegs wie zum Beispiel Australien, USA, Südamerika, Kanada, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien, Jordanien, Marokko, Südafrika, Österreich, Kroatien und Slowenien.<ref name=":3">Erfolge - Christoph Hainz Bergführer. In: christoph-hainz.com. Abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Die Eiger-Nordwand durchstieg er solo in 4:50 h. An der Großen Zinne kletterte er die Comici Route 2014 Free Solo in 48 Minuten und den Sachsenweg wiederholte er solo im Winter 1997 in acht Stunden. Zusammen mit dem Schweizer Bergführer Roger Schäli eröffnete er im Oktober 2007 in der Eiger-Nordwand die Route Magic Mushroom, die 21 Seillängen lang ist (etwa 600 Klettermeter) und Schwierigkeiten bis 7c aufweist.<ref name=":1" />

Zu seinen besonderen Leistungen zählen die bis heute schnellste Solo-Begehung des Fitz Roy in Patagonien 1994 in 9 h vom Basislager Rio Blanco über die Route Franco Argentina zum Gipfel sowie die Erstbegehung des Shivling-Nordpfeilers in Indien, die ihm 1993 zusammen mit Hans Kammerlander gelang.<ref name=":1" /> Seine 2016 am Ortler in 1:55 h durchgeführte Free-Solo Erstbegehung des Golden Pillar of Ortler wurde von Servus TV gefilmt.<ref>Vinicio Stefanello: Christoph Hainz makes solo first ascent of Golden Pillar of Ortler. In: planetmountain.com. 3. November 2016, abgerufen am 1. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Er gewann siebenmal in Folge den Nationalen und Internationalen Sportkletter-Cup der Berg- und Skiführer (1994 – 2000, sechsmal in Arco und ein Mal in München). Er nahm darüber hinaus sehr erfolgreich an sieben weiteren Sportkletterwettbewerben und vier Eiskletterwettbewerben teil.<ref name=":3" />

Alpinistische Erfolge

Im Folgenden sind eigene „Highlights“ aus Christoph Hainzs alpinistischer Karriere aufgelistet:<ref name=":1" />

  • Erstbegehung Zauberlehrling IX, Cima Scotoni (1991)
  • Erste Wiederholung Claudio-Barbier-Gedächtniswege IX-, Große Zinne (1991)
  • Erstbegehung Kein Rest von Sehnsucht VIII-, Punta Tissi am Monte Civetta (1991)
  • On-sight Begehung Weg durch den Fisch IX-/IX, Marmolada (1992)
  • Solo-Begehung Via Franco-Argentina VIII/A2, Fitz Roy (1994)
  • Erstbegehung Friedl Mutschlechner und Carlo Grossrubatscher-Gedächtnisweg IX-, Heiligkreuzkofel (1994)
  • Erstbegehung Das Phantom der Zinne IX+, Große Zinne (1996)
  • Erstbegehung Südtiroler Profil IX, Ulumertorsuaq (1996)
  • Erstbegehung Alpenliebe IX, Westliche Zinne (1998)
  • Erstbegehung Rondo Venziano IX-, Torre Venezia (2001)
  • Erstbegehung Donnafugata 7a/A2, Torre Trieste (2004)

Auszeichnungen

  • Für seine gemeinsam mit Roger Schäli 2004 am Torre Trieste eröffnete Route Donnafugata (8+, A2) wurde Hainz mit dem Preis der Stiftung Silla Ghedina Apollonio Menardi ausgezeichnet. Die Jury begründete ihr Urteil folgendermaßen: „Mit der Route Donnafugata am Torre Trieste ist den Erstbegehern eine direkte, autonome Linie von hoher Schwierigkeit am eleganten, 700 Meter hohen Turm gelungen“.<ref name=":2" />
  • 1999 wurde Christoph Hainz bei dem Alpinisten-Treffen Meeting della Montagna zum italienischen Bergsteiger des Jahres 1999 ausgezeichnet. Das Treffen findet im Zwei-Jahres-Rhythmus in Lecco statt.<ref name=":2" />

Buchpublikation

  • Christoph Hainz: Ausstieg in die Senkrechte, BLV-Verlag, München, 2005, ISBN 3-405-16988-7.
  • Christoph Hainz, Jochen Hemmleb: Nur der Berg ist mein Boss. Das Leben des Südtiroler Extremkletterers und Bergführers, Tyrolia-Verlag, Innsbruck, 2019, ISBN 978-3-7022-3753-0.
  • Christoph Hainz, Jochen Hemmleb: Berg steil. Meine Erstbegehungen zum Nachklettern. RAETIA -Verlag, Bozen 2022, ISBN 978-88-7283-843-3

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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