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Gilsa (Neuental)

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Gilsa
Gemeinde Neuental
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(284)&title=Gilsa 51° 1′ N, 9° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(284) 51° 0′ 47″ N, 9° 11′ 28″ O
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Höhe: 205 m ü. NHN
Fläche: 4,02 km²<ref name="DF">Gilsa – Gemeinde Neuental. Abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>
Einwohner: 284 (31. Dez. 2024)<ref name="DF" />
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34599
Vorwahl: 06693

Gilsa ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuental im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Der Ort liegt am Unterlauf des gleichnamigen Flusses.

Geschichte

Datei:Schloss Gilsa (Oberhof).jpg
Oberhof Gilsa
Datei:Unterhof Gilsa (02).jpg
Unterhof Gilsa

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung erfolgte 1209 im Zusammenhang mit dem Petersstift Fritzlar und dem Namen Gilse.<ref name="lagis" /> In den folgenden Jahrhunderten wandelte sich der Name immer wieder von Gylse (1253), Güsse (1445), Gylze (1456), Gylsa (1568), Gilis (um 1570), Gilsa (1575/85) und Gilsen (1575/85) zu dem heutigen Gilsa.<ref name="lagis" />

Auf dem Gebiet von Gilsa befindet sich der Stammsitz des Adelsgeschlechts derer von und zu Gilsa. Dazu gehören der Oberhof, ein dreigeschossiger mittelalterlicher Steinbau, der im 18. Jahrhundert äußerlich vergotisiert wurde, und die Burg Gilsa, eine ehemalige Wasserburg an der Gilsa aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Wassergräben sind heute zugeschüttet.<ref> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ|OL|63401603003}} | titel= „Burg Gilsa, Schwalm-Eder-Kreis“ | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen|OL }} (Stand: {{FormatDate|2013-03-27 }})| werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) |abruf-verborgen=0 | abruf= 2013-10-29 }}</ref> Der Unterhof ist ein Fachwerk-Herrenhaus von etwa 1700.

In der unmittelbaren Nachbarschaft der Drei Höfe steht die Dorfkirche aus dem Jahr 1719, die bis heute unter dem Patronat der Herren von und zu Gilsa steht und im Jahr 2000 renoviert wurde.

Gilsa hatte einen von Alois Holtmeyer errichteten Bahnhof an der am 2. Oktober 1911 in Betrieb genommenen Bahnstrecke Zimmersrode–Gemünden (Wohra), der „Kellerwaldbahn“. Am 28. Mai 1972 wurden der Personenverkehr auf der Gesamtstrecke und der Güterverkehr auf dem Abschnitt zwischen Zimmersrode und Gilserberg eingestellt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die neue Gemeinde Neuental eingegliedert.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 53. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für den Ortsteil Gilsa wurde, wie für die übrigen Ortsteile Neuentals, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (pdf; 2,4 MB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Neuental, abgerufen im Mai 2023.</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Gilsa 321 Einwohner. Darunter waren 6 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 51 Einwohner unter 18 Jahren, 129 zwischen 18 und 49, 78 zwischen 50 und 64 und 33 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 141 Haushalten. Davon waren 36 Singlehaushalte, 42 Paare ohne Kinder und 42 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 24 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 96 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1570 50 Hausgesesse
• 1575/85: 58 Hausgesesse
• 1742/47: 45 Häuser
Gilsa: Einwohnerzahlen von 1781 bis 2024
Jahr  Einwohner
1781
  
207
1800
  
?
1834
  
436
1840
  
381
1846
  
394
1852
  
394
1858
  
351
1864
  
348
1871
  
308
1875
  
302
1885
  
344
1895
  
299
1905
  
258
1910
  
363
1925
  
347
1939
  
314
1946
  
553
1950
  
538
1956
  
460
1961
  
403
1967
  
369
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
321
2016
  
311
2024
  
284
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Neuental<ref name="DF" />, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 302 evangelisch-reformierte, ein katholischer, 38 jüdische Einwohner
• 1885: 308 evangelische (= 89,52 %), ein katholischer (= 0,29 %), 35 jüdische (= 10,17 %) Einwohner
• 1961: 386 evangelische (= 95,78 %), 15 katholische (= 3,72 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961 Erwerbspersonen: 65 Land- und Forstwirtschaft, 67 Produzierendes Gewerbe, 28 Handel und Verkehr, 12 Dienstleistungen und Sonstiges

Politik

Für Bischhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Gilsa) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Gilsa 68,87 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Gilsa“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Gilsa. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im April 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Jochen Müller zum Ortsvorsteher.<ref name="DF" />

Infrastruktur und Kultur

Es gibt ein Landcafé und einen Spielplatz. Neben dem Spielplatz befindet sich das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Gilsa. Ansonsten gibt es in Gilsa den Männergesangsverein, der bei besonderen kirchlichen Veranstaltungen singt. Etwas außerhalb des Dorfes gibt es einen Sportplatz mit Sporthaus und Geräteraum. Auf dem Sportplatz spielt die SG Gilsa-Jesberg regelmäßig Fußball.

Persönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">„Gilsa, Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 25. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 23. Juni 2026. </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 94, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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