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Strombolicchio

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Strombolicchio

Datei:Strombolicchio2.jpg
Strombolicchio mit dem Leuchtturm
Gewässer Tyrrhenisches Meer
Inselgruppe Liparische Inseln
Geographische Lage 38° 49′ 2″ N, 15° 15′ 6″ OKoordinaten: 38° 49′ 2″ N, 15° 15′ 6″ O
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Länge 131 m
Breite 52 m
Fläche 0,3 ha
Höchste Erhebung 49 m s.l.m.
Einwohner unbewohnt
Datei:Aerial image of Stromboli and Strombolicchio (view from the northeast).jpg
Luftaufnahme von Stromboli und Strombolicchio aus nordöstlicher Richtung
Luftaufnahme von Stromboli und Strombolicchio aus nordöstlicher Richtung
Datei:Strombolicchio (ITA).jpg
Strombolicchio von Süden

Strombolicchio (italienisch für „kleiner Stromboli“) ist eine kleine Vulkaninsel im südlichen Tyrrhenischen Meer vor Sizilien in der Inselgruppe der Liparischen Inseln. Die Insel gehört administrativ zur Gemeinde Lipari und ist Teil des NATURA 2000 Natur- und Landschaftsschutzgebietes Isole di Stromboli e Strombolicchio.<ref name="natura2000">Isole di Stromboli e Strombolicchio. In: natura2000.eea.europa.eu. Abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geographie und Geologie

Die unbewohnte Insel liegt etwa eine Seemeile nordöstlich von Stromboli und ist der nördlichste Punkt der Autonomen Region Sizilien. Das etwa 3000 m² große turmartige Eiland ist durch steile, senkrecht ins Meer abfallende Klippen gekennzeichnet.<ref name="lipari.biz">Curiosità da Strombolicchio. In: lipari.biz. 23. Dezember 2016, abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Legende nach handelt es sich bei der Insel um einen ehemaligen Propfen, der den Schlot des Stromboli verstopfte und bei einem heftigen Ausbruch ins Meer geschleudert wurde.<ref>Lo Strombolicchio. In: turismoeolie.com. Abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geologisch gesehen ist die Insel der nicht verwitterte Rest der Schlotfüllung eines eigenständigen Vulkans, der zur ersten Eruptionshpase des Komplexen Vulkans Stromboli gehört. Strombolicchio ist mit etwa 200.000 Jahren der älteste Teil in der geologischen Evolutionsgeschichte von Stromboli.<ref>Stromboli. In: ct.ingv.it. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia – Osservatorio Etneo, abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Gestein der Insel setzt sich aus Dykes, Breccie und Laven zusammen.<ref>I vulcani siciliani. In: ct.ingv.it. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia – Osservatorio Etneo, abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flora und Fauna

Die unwirtliche erscheinende Insel ist das Habitat von einigen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Sie gehört zu den bemerkenswertesten und empfindlichsten Standorten in den Liparischen Inseln.<ref>Pietro Lo Cascio, Salvatore Pasta, Riccardo Guarino: Natural History and Geography of the Aeolian Islands. Brief Guide for the 4th SIB Conference on Island Biology (2-7 July 2023, Lipari, Italy). S. 42.</ref> Unter den Pflanzen finden sich sowohl lithophile als auch sub-halophile Arten. Zu den seltenen auf Strombolicchio beheimateten Arten gehört die Bassia saxicola, ein Halbstrauch aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse.<ref name="natura2000" />

Bekannt ist die Insel als Habitat der Äolischen Mauereidechse. Der vom Aussterben bedrohte Endemit kommt neben Strombolicchio in Unterarten noch auf den zwei Felsklippen Scoglio Faraglione und La Canna sowie auf der Insel Vulcano vor. Im Jahr 2018 gab es nach Schätzungen noch 1050 Exemplare dieser Art, wovon allein etwa 500 auf Strombolicchio lebten.<ref>Pietro Lo Cascio, Salvatore Pasta, Riccardo Guarino: Natural History and Geography of the Aeolian Islands. Brief Guide for the 4th SIB Conference on Island Biology (2-7 July 2023, Lipari, Italy). S. 67.</ref> Im Oktober 2022 wurde vor der Insel an fünf aufeinanderfolgenden Tagen eine Mittelmeer-Mönchsrobbe gesichtet. Es handelte sich um die erste belegte Sichtung vor Strombolicchio dieser ebenfalls vom Aussterben bedrohten Art.<ref>Pietro Lo Cascio, Salvatore Pasta, Riccardo Guarino: Natural History and Geography of the Aeolian Islands. Brief Guide for the 4th SIB Conference on Island Biology (2-7 July 2023, Lipari, Italy). S. 65–66.</ref>

Obwohl die Insel Strombolicchio seit 1997 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und sie nur zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden darf, wird sie von Touristen und Neugierigen aufgesucht.<ref name="lipari.biz" /> Der anthropogene Druck in den Sommermonaten stellt insbesondere für die dort lebenden seltenen Arten eine ernsthafte Bedrohung dar.<ref>Comando Carabinieri Tutela Ambiente (Hrsg.): L’ambiente naturale eoliano. Tratto dalla tesi di laurea della Dottoressa Elena Bosi dell’Università degli studi di Parma. o. O., o. J., S. 44 (PDF).</ref>

Leuchtturm

Datei:Strombolicchio, acces 07 2021.jpg
Treppe zum Leuchtturm an der nordwestlichen Seite

Die Arbeiten zur Errichtung des Leuchtturms auf Strombolicchio wurden 1920 begonnen. Die ursprünglich 57 m über dem Meeresspiegel liegende Spitze des Felsens wurde zur Schaffung einer ebenen Fläche auf eine Höhe von 49 m eingeebnet. Die Fertigstellung des 8 m hohen Turms erfolgte 1926. Um zum Turm zu gelangen, wurde an der Südseite der Insel eine Landungssteg errichtet, von der eine Treppe mit über 200 Stufen zum Turm führt. Es sollten aber noch zwölf Jahre vergehen, bis der Turm schließlich 1938 in Betrieb genommen wurde.<ref>Strombolicchio – I. Eolie (ME). In: nauticareport.it. 26. Januar 2023, abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Dem Turm kommt eine besondere nautische Bedeutung zu, da er an einer der wichtigsten Wasserstraßen liegt, die zur Straße von Messina führen. Das Leuchtfeuer wurde früher mit 70 kg Acetylen-Gasflaschen betrieben. Letztere mussten vom Landungssteg ohne mechanische Hilfsmittel per Hand zum Leuchtturm geschafft werden, wobei durch den Abbruch einiger Treppenstufen die Arbeit wesentlich erschwert wurde.<ref>Fabio Dal Cin: Scoglio Strombolicchio, fanale di atterraggio. In: Notiziario della Marina. Jahr LXVI. (2020), Oktober 2020, S. 39–41 (PDF).</ref> Später wurde der Betrieb auf LPG umgestellt und die Anlage mit acht 15 kg Gasflaschen betrieben, die für etwa 12 Monate ausreichten.<ref name="ansa">A Strombolicchio faro con ‘rinnovabile’. In: ansa.it. 27. September 2014, abgerufen am 26. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der mittlerweile vollkommen automatisierte Turm kommt ohne Wärter aus und wird von der Italienischen Marine betrieben.<ref name="lipari.biz" /> Seit 2014 wird das Leuchtfeuer mit erneuerbaren Energien aus einer Kombination von Solar- und Windenergie betrieben.<ref name="ansa" />

Literatur

  • Pietro Lo Cascio, Salvatore Pasta, Riccardo Guarino: Natural History and Geography of the Aeolian Islands. Brief Guide for the 4th SIB Conference on Island Biology (2-7 July 2023, Lipari, Italy). Edizioni Danaus, Palermo 2023, ISBN 978-88-97603-41-2.

Weblinks

Einzelnachweise

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