Trippstadter Schloss
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Trippstadter Schloss | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Trippstadt Schloss Frontseite (bearb Sp).jpg | ||||||
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Daten | ||||||
| Ort | Trippstadt | |||||
| Architekt | Sigmund Jacob Haeckher | |||||
| Bauherr | Franz Karl Joseph von Hacke | |||||
| Bauherrin | Amöna Marie Charlotte Juliane Sturmfeder von Oppenweiler | |||||
| Baustil | Spätbarock | |||||
| Baujahr | 1766–1767 | |||||
| Höhe | 18 m | |||||
| Grundfläche | 912 m² | |||||
| Koordinaten | 49° 21′ 14,4″ N, 7° 46′ 4,3″ O
{{#coordinates:49,353995|7,767865|primary
|
dim=48 | globe= | name=Trippstadter Schloss | region=DE-RP | type=building
}} |
| colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Besonderheiten | ||||||
| • 1767 Wasserversorgung durch den Brunnenstollen • 1776 Erster Blitzableiter in der Pfalz | ||||||
Das Trippstadter Schloss ist ein barockes Schloss aus dem 18. Jahrhundert in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Trippstadt im Landkreis Kaiserslautern. Es ist als Kulturdenkmal eingestuft.
Geographische Lage
Das Schloss steht im Südteil der Gemeinde an der Hauptstraße auf einer Höhe von gut 400 m ü. NHN.<ref name="LANIS">Standort des Trippstadter Schlosses auf: <ref name="DE-RP_LANDIS-Karte">Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)</ref>, abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref> Die Frontseite ist nach Südosten gerichtet. Hinter dem Gebäude erstreckt sich der gegen 4 Hektar große Schlossgarten, der zum Bachlauf des Kaltenborn leicht abfällt.
An der Hauptstraße nach Nordosten sind dem Schloss die katholische Pfarrkirche St. Josef (1752–1754 erbaut),<ref>St. Josef auf kirchen-in-kl.de, abgerufen am 24. März 2024.</ref> das Eisenhüttenmuseum<ref>Eisenhüttenmuseum auf trippstadt.de, abgerufen am 25. März 2024.</ref> und die protestantische Pfarrkirche (1744/1745) benachbart.
Gebäude
<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />
Das Gebäude besteht aus einem einzigen Flügel und ist 48 m lang, 19 m breit und 18 m hoch. Es besitzt einen Keller und zwei Stockwerke. Das darüberliegende Dachgeschoss wird zur Straße hin über Gauben mit Tageslicht versorgt.
Im Giebel über dem Vordereingang zeigt ein Relief die Jahreszahl 1766 sowie die Namen bzw. das Allianzwappen des Erbauerpaars Franz Karl Joseph von Hackes (Sohn des Ludwig Anton von Hacke) und Amöna Marie Charlotte Juliane Sturmfeder von Oppenweilers, einer Tochter des Dirmsteiner Ortsadeligen Marsilius Franz Sturmfeder von Oppenweiler.
1767 wurde am Quellbachhübel<ref name="helmut-celim">Helmut Celim: Trippstadter Brunnenstollen oder Wassertunnel? 2006. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Buchauszug als PDF; 6,37 MB ( vom 11. Juni 2007 im Internet Archive).</ref> nordöstlich der Wohnbebauung eine unterirdische Anlage zur Wasserversorgung gebaut. Sie bestand aus einer Brunnenkammer, in der das Wasser verschiedener Quellen gesammelt wurde, sowie drei begehbaren Stollen, in denen das Wasser mit leichtem Gefälle abwärts zum Schlossbrunnen bzw. zu zwei weiteren Brunnen im Wohngebiet geleitet wurde. Die beiden letzteren, der Obere Brunnen und der Hirschbrunnen, wurden nach 1965 zerstört,<ref name="helmut-celim" /> der auf 300 m Länge erhaltene Stollen zum Schlossbrunnen wird heute Brunnenstollen genannt und zählt zu den Kulturdenkmälern der Gemeinde.
Geschichte
<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />
Bauherr der Anlage war Franz Karl Freiherr von Hacke mit seiner Gemahlin Amönia Freiin von Sturmfeder. Er war kurpfälzischer Obristjägermeister über die 55 km² große Herrschaft Wilenstein. Das Schloss wurde 1767 durch den Architekten Sigmund Jacob Haeckher unter dem Namen Maison de la Campagne fertiggestellt. Um 1780 plante und realisierte der Landschaftsarchitekt Friedrich Ludwig von Sckell<ref name="infotafel">Informationstafel am Schloss.</ref> den zugehörigen Französischen Garten und ebenso dessen naturbelassene Verlängerung, das landschaftlich reizvolle und von der Moosalbe durchflossene Karlstal.
Auf dem Schloss installierte am 17. April 1776 der Physiker Johann Jakob Hemmer aus Mannheim den ersten Blitzableiter in der Pfalz.<ref>Gedenkstein. www.academia-domitor.de, abgerufen am 16. Juli 2017 (Website zu Johann Jakob Hemmer).</ref>
Französische Revolutionstruppen zerstörten am 13. Juli 1794 das Schloss teilweise, so dass nur noch das Untergeschoss bewohnbar war. 1803 kam es in elsässischen Besitz. Das gesamte Dominalgut Trippstadt mit dem Schloss wurde 1833 von Reichsrat Ludwig von Gienanth gekauft.<ref name="infotafel" />
Freiherr von Gienanth verkaufte das Schloss 1865 an das Königreich Bayern. Dieses richtete dort 1885 ein staatliches Forstamt ein und baute 1888 den ruinösen Schlossteil wieder auf. Im Schloss wurde eine Waldbauschule eröffnet. Während des Ersten Weltkriegs musste die Schule 1915 geschlossen werden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 wurde sie als Forstschule für die Pfalz wiedereröffnet.<ref name="infotafel" />
Das Schloss war von 1960 bis 1980 Sitz der Landesforstschule Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde Trippstadt übernahm 1985 die Obhut über den Schlossgarten und wandelte ihn in einen Erholungspark um. 1987 wurde das Schloss Dienstsitz der Forstlichen Versuchsanstalt des Landes Rheinland-Pfalz.<ref name="infotafel" />
Literatur
- Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Frankfurt/Main 1976 (Neuauflage Droemer Knaur, München 1988).
Weblinks
- Geschichte des Trippstadter Schlosses auf trippstadt.de
- Die Pflanzen- und Tierwelt im Trippstadter Schlosspark auf heimat-pfalz.de
Einzelnachweise
<references />