Zum Inhalt springen

Santa Maria (Azoren)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. August 2025 um 09:10 Uhr durch imported>Rasibo (Wirtschaft und Transport: Leuchtturm-Foto hinzugefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Santa Maria

Datei:SMA VPO Santa Barbara Sao Lourenco.JPG
Die Baía de São Lourenço auf Santa Maria
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Azoren
Geographische Lage 36° 58′ N, 25° 6′ WKoordinaten: 36° 58′ N, 25° 6′ W
 {{#coordinates:36,970555555556|−25,105|primary
dim=16600 globe= name=Santa Maria region=PT-20 type=isle
  }}
Datei:Santa Maria-pos.png
Lage von Santa Maria
Länge 16,6 km
Breite 7,8 km
Fläche 97,18 km²
Höchste Erhebung Pico Alto
587 m
Einwohner 5653 (2016)
58 Einw./km²
Hauptort Vila do Porto

Santa Maria („Heilige Maria“) ist die geologisch älteste Insel der Azoren im Atlantischen Ozean. Santa Maria ist bekannt für sein Kunstgewerbe und Töpferwaren und verfügt über Brennereien und Fischverarbeitung. Es gibt eine direkte Flugverbindung nach Lissabon.

Verwaltung

Santa Maria ist die südlichste und drittkleinste Insel der Azoren. Sie hat eine Fläche von 97 km² und etwas mehr als 5500 Einwohner. Der Hauptort der Insel ist Vila do Porto, das auch Sitz eines Kreises ist.

Der Kreis Vila do Porto umfasst die gesamte Insel, sowie sehr kleine Nebeninseln wie Ilhéu da Vila do Porto, Ilhéu de São Lourenço und Ilhéu das Lagoínhas. Auch die 36 km nordöstlich gelegenen unbewohnten Formigas gehören verwaltungsmäßig dazu; sie werden von der Hafenbehörde in Vila do Porto verwaltet.<ref>Decreto-lei nº 265/72 de 31 de julho (PDF; 6,7 MB), abgerufen am 11. Februar 2017</ref>

Fünf Gemeinden bilden den Kreis:

Lage Freguesias
(Gemeinden)
Einwohner Fläche
km²
Bevölkerungsdichte
Einw. pro km²
Datei:Locator map AZO SMA Almagreira.svg Almagreira 599 11,22 52
Datei:Locator map AZO SMA Santa Barbara.svg Santa Bárbara 405 15,27 26
Datei:Locator map AZO SMA Santo Espirito.svg Santo Espírito 588 26,68 23
Datei:Locator map AZO SMA Sao Pedro.svg São Pedro 841 18,17 46
Datei:Locator map AZO SMA Vila do Porto.svg Vila do Porto 3119 25,55 122
Datei:Locator map Azores Santa Maria.png Santa Maria 5547 96,89 57

Geographie

Lage und Beschreibung

Die Insel lässt sich in zwei unterschiedliche Regionen unterteilen:

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Santa Maria
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 17,4
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Quelle: <ref>Klimadiagramm von Santa Maria; Azoren / Portugal beim Deutschen Wetterdienst, eingesehen am 2. Februar 2025.</ref>

Geologie und Geomorphologie

Santa Maria ist vulkanischen Ursprungs,<ref name="Emergence">Ramalho et al.: Emergence and evolution of Santa Maria Island (Azores) – The conundrum of uplifted islands revisited. In: Geological Society of America Bulletin, 2016, doi:10.1130/B31538.1</ref> im Gegensatz zu den anderen Inseln der Azoren jedoch keine Vulkaninsel, sondern besteht aus Sedimentgestein, in dem sogar Fossilien zu finden sind. Aufgrund dieser Struktur blieb Santa Maria von schweren Erdbeben verschont, die auf den anderen Inseln der Azoren große Schäden verursachten. Die höchste Erhebung, der 587 m hohe Pico Alto, erhebt sich im Nordosten der Insel und gehört zum gebirgigen Ostteil der Insel. Im Westen gibt es eine ca. 100 m hohe Ebene. Santa Maria hebt sich ständig und wächst daher. Üblicherweise sinken vulkanische Inseln im Laufe der Zeit, wenn sie vom Magmastrom abgeschnitten sind.<ref name="Emergence" />

Geschichte

Die Insel wurde an Mariä Himmelfahrt 1439 durch den Seefahrer Gonçalo Velho Cabral zu Ehren der Jungfrau Maria benannt. Zuvor hatte Diogo de Silves 1427 die Insel entdeckt. Die Besiedlung begann 1439 durch Siedler aus den portugiesischen Festlandprovinzen. Bis 1944 fristete die Insel das Dasein einer kleinen Insel weitab jeglichen anderen Landes.

1941 entdeckten amerikanische Spezialisten die versteppte Ebene im Westen der Insel als Standort für eine Militärbasis. 1944 begannen die USA, sie zu einem riesigen Transatlantikflugplatz auszubauen. Er bedeckt einen Großteil der westlichen Ebene der Insel. Innerhalb weniger Monate war der Flugplatz fertiggestellt, wurde allerdings aufgrund des Kriegsendes nicht mehr weiter für militärische Zwecke benötigt. Am 2. Juni 1947 übernahm Portugal den Betrieb und nutzte das Gelände für die zivile Luftfahrt. Die 3000 Meter lange Start- und Landebahn war hervorragend für die Zwischenlandungen der Transatlantikflieger geeignet, die damals noch nicht nonstop fliegen konnten. Als in den 1960er und 1970er Jahren Atlantikflüge ohne Tankstopp möglich wurden, verlor der Flugplatz an Bedeutung.

Wirtschaft und Transport

Datei:Leuchtturm in Anjos.jpg
Leuchtturm in Anjos

Neben der Fischerei und der Landwirtschaft ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig auf der Insel.

Auf der Insel gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz, das alle Teile der Insel erschließt. Der einzige geschützte Hafen befindet sich unterhalb von Vila do Porto.

Heute befindet sich der Hauptflugplatz der Azoren auf São Miguel. Der Flughafen von Santa Maria wird in der Haupturlaubssaison mehrmals wöchentlich von Lissabon und Ponta Delgada aus mit Linienflügen angeflogen.<ref>Santa Maria Airport. Information on arrivals and departures. ANA Aeroportos de Portugal, abgerufen am 27. August 2017.</ref>

In etwa 200 m Höhe auf dem Monte das Flores befindet sich eine ESTRACK-Beobachtungs- und Funk-Station der europäischen Raumfahrtbehörde ESA.<ref>ESTRACK - Neue Bodenstation eingeweiht</ref>

Weblinks

Commons: Santa Maria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein