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Hugo Charlemont

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Datei:Maler Hugo Charlemont in seinem Atelier 1902 A. Huber (cropped).jpg
Hugo Charlemont (Ausschnitt aus einer Photographie von Anton Huber, 1902)

Hugo Charlemont (* 18. März 1850 in Jamnitz, Mähren; † 18. März 1939 in Wien)<ref name="Friedhof">Ehrenhalber gewidmete Grabstellen am Friedhof DÖBLING. (PDF) Abgerufen am 18. Oktober 2025.</ref> war ein österreichischer Maler, Radierer und Zeichner.

Leben

Charlemont war ein Sohn des Miniaturmalers Matthias Adolf Charlemont (1820–1872)<ref>Wilhelm Schram: Charlemont, Mathias Adolf. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 6: Carlini–Cioci. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> und der Bruder der Maler Eduard Charlemont (1848–1906)<ref>Wilhelm Schram: Charlemont, Edouard. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 6: Carlini–Cioci. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> und Theodor Charlemont (1859–1938).<ref>Wilhelm Schram: Charlemont, Theodor. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 6: Carlini–Cioci. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Er sollte eigentlich eine Beamtenlaufbahn absolvieren, studierte jedoch ab 1873 das Kunsthandwerk an der Akademie der bildenden Künste und war Schüler des Landschaftsmalers Eduard von Lichtenfels. Bei Arthur William Unger erlernte er Drucktechnik und die Kunst der Radierung. Es folgte ein Studienaufenthalt den Niederlanden, ehe er sich bei seinem Bruder Eduard und bei Hans Makart in Wien künstlerisch weiterbildete. Er hielt sich mehrere Jahre in Venedig auf und galt bei seinen Zeitgenossen bald als vielseitiges Talent. Er widmete sich den unterschiedlichsten Bildthemen, wie Innenraumansichten und der Landschafts-, Stillleben-, Tier-, Genre- oder Porträtmalerei. Neben Ölbildern schuf er auch zahlreiche Aquarelle und Gouachen, teilweise verwendete er auch einen trockenen „Raffaelli-Ölstift“.

Seine Bilder befinden sich in zahlreichen Museen in Budapest, Chicago, Prag oder Wien (Naturhistorisches Hofmuseum und Moderne Galerie), in kaiserlichem Besitz oder im Hofburgtheater, wo er die Deckengemälde des Büfettsaales (Gaben und Früchte der Erde) ausführte. Charlemont nahm in Berlin, Düsseldorf, Florenz, München, Wien und anderen großen Ausstellungen teil.<ref>Wilhelm Schram: Charlemont, Hugo. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 6: Carlini–Cioci. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

Familie

Datei:Döblinger friedhof charlemont 2023-07-05.jpg
Döblinger Friedhof Grabstelle Charlemont

Charlemont war mit Franziska (geborene Lembock, 1857 – 27. Juni 1931) verheiratet und hatte fünf Kinder

  • Alice Charlemont (21. März 1885 – 18. Februar 1939) ⚭ am 2. September 1907 mit Gustav Donath, mit dem sie einen Sohn hatte<ref>Alice Donath (musilonline.org).</ref>
  • Faust Charlemont wurde Arzt
  • Lilly Charlemont (2. April 1890 – 1. November 1981) war Künstlerin.<ref>Die Malerin Lilly Charlemont. In: Österreichische Kunst, Jahrgang 1933, S. 22–23 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/oku</ref><ref>Charlemont, Lilly. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).</ref>
  • Erwin Charlemont (23. Dezember 1892 – 19. August 1940)
  • Clariss Vanicek-Charlemont (12. März 1899 – 4. Juli 1957)

Charlemont ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Döblinger Friedhof (Gruppe 23, Reihe 12, Nummer 13) in Wien.<ref name="Friedhof" />

Werke (Auswahl)

Datei:Charlemont – Garden in the Wachau.jpg
Garten in der Wachau; Ölgemälde
  • Interieur einer Hammerschmiede (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 2784), 1883, Öl auf Holz, 48,5 × 70 cm
  • Landstraße mit Birkenallee (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 253), 1894, Öl auf Holz, 68 × 100 cm
  • Park einer vornehmen Wiener Villa (Wien Museum), 1902, Öl auf Leinwand, 145 × 100 cm
  • Junge Frau mit Azaleenstock (Wien Museum), 1928, Öl auf Leinwand, 68 × 83 cm
  • Aulandschaft mit Teich (Private Sammlung in Colorado), 1922, Öl auf Leinwand, 36 × 26 cm

Porträts

  • Kaisers Franz Joseph als König von Böhmen
  • Königin Natalie von Serbien

Illustrationen

  • Die Österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. 1885–1902 (Kronprinzenwerk).

Rezeption

Literatur

Weblinks

Commons: Hugo Charlemont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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