Ochenbruck
Ochenbruck Gemeinde Schwarzenbruck
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1619)&title=Ochenbruck 49° 22′ N, 11° 15′ O
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| Höhe: | 355–379 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 1619 (1. Feb. 2024)<ref>Zahlen | Fakten. In: schwarzenbruck. Gemeinde Schwarzenbruck, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90592 | |||||
| Vorwahl: | 09128 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Ochenbruck ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ochenbruck liegt in der Gemarkung Schwarzenbruck.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. November 2024.</ref>
Geografische Lage
Das Dorf liegt an der Schwarzach. Es bildet mit Schwarzenbruck und Gsteinach im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese ist allseits von Wald umgeben.<ref name="BayernAtlas">Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1322 als „Achenbruck“ bedeutet Brücke über die Schwarze Ache. Durch Ochenbruck führte früher die wichtige Handelsstraße Nürnberg-Neumarkt-Regensburg, die Mitte des 12. Jahrhunderts entscheidend ausgebaut wurde und wahrscheinlich der Gründungsgrund war.<ref>M. Jehle, Historischer Atlas von Bayern: Parsberg, Kapitel II. Herrschaftsgeschichte vom 8. bis 11. Jahrhundert 1. Verkehrsstraßen, München 1981, S. 9–12.</ref>
Ochenbruck im Mittelalter Seit 1385 lässt sich die Mühle als ältestes Gebäude nachweisen.<ref>D. Gürtler, W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, 1000 Jahre Schwarzenbruck - Die Chronik, Nürnberg 2025, S. 93.</ref> Die Nürnberger Familie Seidenschuher wollte hier Ende des 15. Jahrhunderts einen Eisenhammer an der Schwarzach bauen, scheiterte aber an der benachbarten Konkurrenz.<ref> W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, S. 93 f.</ref> Am Ende des Mittelalters umfasste der Weiler Ochenbruck nur die geteilte Mühle, einen Bauernhof und zwei kleine Güter.<ref>P. Fleischmann, Das Reichssteuerregister von 1497 der Reichsstadt Nürnberg, 1993, S. 211, Nr. 6692–6696. </ref> Der bedeutendste Zuwachs war zunächst die Verlagerung der Forsthube aus dem umstrittenen Weiler Affalterbach nach Ochenbruck zwischen 1502 und 1525.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 751, Waldamt Laurenzi, Nr. 69.</ref>
Ochenbruck in der frühen Neuzeit
Die Familie Seidenschuher gab 1549 ihren Besitz auf und dieser kam über die Familie Müllner und ihre Erben 1634/36 schließlich ganz an den Schwarzenbrucker Schloßherrn und teilte seitdem die Geschichte des Nachbarortes.<ref>J. Oevermann, W. Stadelmann, Pfinzing, Schmidtmayer und Scheurl, 1000 Jahre Schwarzenbruck - Die Chronik, S. 49. </ref> Der Weiler stagnierte zwischen 1715 und 1798 bei 8 Haushalten.<ref>StAN Rep. 225/I, Rentamt Altdorf, Nr. 236, fol. 41; Nr. 235, S. 138 f.</ref>
Ochenbruck in Bayern
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Ochenbruck dem Steuerdistrikt Schwarzenbruck und der Ruralgemeinde Schwarzenbruck zugewiesen.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 22 (Digitalisat).</ref> Von 1820 bis 1868 hatte sich Anzahl der Wohngebäude immerhin schon von 13 auf 26 verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg auf 79.<ref>Handbuch des Rezatkreises 1820, S. 22; Bavaria: landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern 1868, S. 1070</ref> Mit Eröffnung der Bahnstation (Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg) im Jahr 1871 wuchs der Ort stetig, so dass er mittlerweile eine geschlossene Siedlung mit Schwarzenbruck bildet. Bedeutend für die Arbeitsplätze war eine Bronzefabrik (1892–1972) im Bereich der ehemaligen Mühle.<ref>B. Mayer, D. Gürtler, W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, S. 94.</ref> In Ochenbruck steht heute das Rathaus der Gemeinde Schwarzenbruck.<ref name="Geschichte" /> Landschaftsprägend ist südwestlich vom Ort das seit 1964 schrittweise vergrößerte Gewergegebiet Mittellandholz im Bereich alter Sandgruben, genauso wie der Ausbau der Siedlungen im Norden bis zum Bahnhof und Waldrand.<ref>P. Metrzger, Schwarzenbruck heute, 1000 Jahre Schwarzenbruck, S. 155–163.</ref>
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1987<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 346 (Digitalisat).</ref> | 2013 | 2017<ref>
<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.schwarzenbruck.de, Einwohnerzahlen 2017 ( des Vorlage:IconExternal vom 6. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abgerufen am 20. August 2017)</ref> || 2023 | |
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| Einwohnerzahl | 1228 | 1498 | 1590 | 1620 |
Sehenswürdigkeiten
- Der Thanngraben
- Der Schwarze Herrgott im Wald des Feuchter Forstes
- Der Eisenbahn-Viadukt über die Schwarzach
Baudenkmäler
Der Bahnhof, ein Streckenwärterhaus, eine ehemalige Mühle und ein Wohnstallhaus stehen unter Denkmalschutz. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch den Ort führt die stark befahrene Bundesstraße 8, die über Feucht zum Autobahndreieck Nürnberg/Feucht (4 km westlich) bzw. nach Pfeifferhütte führt (3,7 km südöstlich). Die Staatsstraße 2401 zweigt von der B 8 ab und führt an Fröschau vorbei nach Pattenhofen (3,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rummelsberg (0,3 km nördlich).<ref name="BayernAtlas"/>
Der Bahnhof<ref>Betriebsstellenverzeichnis (Stand 10/2021). (CSV; 1,9 MB) In: data.deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 7. Oktober 2021, abgerufen am 24. Februar 2024 (Eintrag: PLC DE18037, RL100-Code NOK): „DE18037;NOK;Ochenbruck;Ochenbruck;BF;Bf;Betrieb;20200401;;7;S�d;20201029“</ref> wird von der S-Bahn Nürnberg bedient.<ref>Neue Liniennummern und Linienführung. In: S-Bahn Nürnberg. DB Regio AG, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref><ref>Kollorz, Wolfgang: Aktuelles von der S-Bahn: Fahrplanjahr 2026: Erneut neue Verknüpfungen bei der S-Bahn. In: www.nahverkehr-franken.de. Nahverkehr Franken, 4. April 2025, abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>
Gewerbe
In Ochenbruck gibt es einige Geschäfte. Gastronomie befindet sich entlang der Ortsdurchfahrt. Hauptsächlich befinden sich diese in der Ortsdurchfahrt der B 8 und im Gewerbegebiet "Frauenholz". Dort gibt es u. a. mehrere Nahversorger und einen Baumarkt. Im südlich gelegenen Gewerbegebiet "Mittellandholz" befinden keine Ladengeschäfte. Dort gibt es große Logistikzentren und Handwerksbetriebe. An der Ortsdurchfahrt in Fahrtrichtung Neumarkt befindet sich die einzige Tankstelle im gesamten Gemeindegebiet von Schwarzenbruck.
Freizeit
In Ochenbruck befindet sich ein Hundesportplatz.<ref>HSC Schwarzenbruck e. V. Abgerufen am 19. September 2024.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ochenbruck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 236 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:MerianTopo
Weblinks
- Ortsteile > Ochenbruck. In: schwarzenbruck.de. Abgerufen am 6. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ochenbruck in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ochenbruck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive > <ref name="Geschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.schwarzenbruck.de, Historisches Schwarzenbruck ( des Vorlage:IconExternal vom 20. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abgerufen am 20. August 2017).</ref> </references>