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Boroxin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Boroxin
Allgemeines
Name Boroxin
Andere Namen
  • Cyclotriboroxan
  • 1,3,5,2,4,6-trioxatriborinane
Summenformel B3H3O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 136134
ChemSpider 119911
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 83,45 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Boroxin (B3H3O3) ist eine heterocyclische Verbindung aus Bor und Sauerstoff, die auch Cyclotriboroxan genannt wird. Es ist sehr reaktionsfreudig und reagiert schon bei Raumtemperatur spontan mit Sauerstoff und Kohlenmonoxid<ref>G. H. Lee II, R. F. Porter: Gaseous Boroxine: Mechanisms of Reactions with Oxygen and Carbon Monoxide. In: Inorganic Chemistry. Band 5, 1966, S. 1329–1333, doi:10.1021/ic50042a007.</ref>.

Verwendung

Boroxin dient zur Herstellung von Verbindungen, die für Elektrolyte von Lithium-Polymer-Akkumulatoren<ref>Literaturliste <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />T. Fujinami (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref> und für optische Materialien<ref>Q. G. Wu, G. Wu, L. Brancaleon, S. Wang: B3O3Ph3(7-azaindole): Structure, Luminescence, and Fluxionality. In: Organometallics. Band 18, 1999, S. 2553–2556, doi:10.1021/om990053t (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />chem.queensu.ca (Memento vom 17. März 2007 im Internet Archive)).</ref> benutzt werden.

Derivate

Abgeleitete Verbindungen mit der für Boroxin typischen Ringstruktur (B3O3-R3) werden auch Boroxine genannt.<ref>Patent EP0970161B1: Boroxine enthaltende Zusammensetzungen. Angemeldet am 19. März 1998, veröffentlicht am 4. Juni 2003, Anmelder: Pilkington PLC, Erfinder: Karikath Sukumar Varma.</ref> Sie können als Anhydride der Boronsäuren aufgefasst werden. Boroxine entstehen häufig bei Reaktionen von Borsäuren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Broschüre von Alfa Aesar (Memento vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 942 kB)</ref>

Die Synthese von Boroxinderivaten erfolgt durch die Kondensation von Borsäuren. Die meisten Boroxine liegen in Anwesenheit von Wasser im Gleichgewicht mit ihren entsprechenden Boronsäuren vor.

Einzelnachweise

<references />