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Zugtrennung

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Eine Zugtrennung (Schweiz: Zugstrennung, auch: Zugabriss) ist im Eisenbahnbetrieb das unbeabsichtigte Abtrennen eines Zugteils während der Fahrt. Der Grund für eine Zugtrennung ist in den meisten Fällen das Zerreißen einer Kupplung in einer Zugkomposition, verursacht durch eine übermäßige Beanspruchung (z. B. auch durch eine zu locker gelassene Schraubverbindung einer Schraubenkupplung) oder Mängel.

In den Anfängen der Eisenbahn kam es recht häufig zu Zugtrennungen, da es beim Anfahren, bei ungleichmäßiger Bedienung der Eisenbahnbremsen durch die Bremser, beim Befahren von Gefällewechseln und beim Übergang von langsamer zu schneller Fahrt in den Zugverbänden zu starken Zug- und Stoßbewegungen kam. Dank der Einführung der durchgehend automatischen Bremsen ging die Zahl der Zugtrennungen deutlich zurück.

Gefährlich ist eine Zugtrennung für Reisende, die sich gerade am betroffenen Wagenübergang aufhalten. Es können aber auch die beiden Zugteile infolge unterschiedlichen Bremsverhaltens aufeinanderprallen, besonders wenn der hintere Zugteil über eigene Antriebsleistung verfügt (geschobener Zug oder zweite Lokomotive).

Einige Verfahren zur Sicherung von Zugfahrten beruhen auf der Erkenntnis, dass ein Gleisabschnitt frei ist, wenn ihn der letzte eingefahrene Zug vollständig verlassen hat. Daher existieren betriebliche oder technische Verfahren zur Zugvollständigkeitskontrolle, um eine Zugtrennung zu erkennen.

Ist der Zug mit einer durchgehend automatischen Bremse ausgerüstet und ist diese korrekt gekuppelt, wird durch das Abreißen des Bremsschlauchs bei einer Zugtrennung eine sofortige Zwangsbremsung beider Zugteile eingeleitet.

Häufigkeit und Beispiele

In Deutschland kam es im Jahr 2006 zu 40 Zugtrennungen, davon 3 bei Reisezügen.<ref name="nz-2008-01-05">Rolf Syrigos: Wenn bei der Bahn „alle Stricke reißen“. In: Nürnberger Zeitung (online), 5. Januar 2008</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>