Geistesblitz
Vorlage:Hinweisbaustein Geistesblitz, umgangssprachlich auch Gedankenblitz, bezeichnet einen plötzlichen (klugen) Einfall.<ref>Definition nach Mackensen - Großes Deutsches Wörterbuch, Südwest Verlag, München, 1977</ref> Gemeint ist eine spontane Eingebung, als eine besondere Form der Ideenfindung.
1819 schrieb Joseph Görres in Teutschland und die Revolution, „[...] dasz in solchen übergangszeiten geistesblitze zuckend durch die ganze gesellschaft fahren [...]“<ref> nach Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960.</ref>
Zum geflügelten Wort im Deutschen wurde der Geistesblitz durch Wilhelm Busch.<ref>nach Geflügelte Worte, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1981</ref> 1883 karikierte dieser in Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter „einen guten Menschen, der Bählamm hieß Und Schreiber war“. Im zweiten Kapitel finden sich die Verse:<ref>Bebildert online unter http://www.zeno.org/Literatur/M/Busch,+Wilhelm/Bildergeschichten/Balduin+B%C3%A4hlamm+der+verhinderte+Dichter</ref>
- […]
- Doch führt ihn bald ein tiefer Zug
- Zu höherem Gedankenflug.
- Schon brennt der Kopf, schon glüht der Sitz,
- Schon sprüht ein heller Geistesblitz;
- Schon will der Griffel ihn notieren;
- Allein es ist nicht auszuführen,
- […]
Viel älter hingegen ist der griechische Ausruf Heureka, der so viel bedeutet wie Ich hab's gefunden.
Weiterführende Literatur
- David L. Pratt (Hrsg.): Geniale Gedanken. Geistesblitze von Nobelpreisträgern. Ullstein-Taschenbuch, Berlin 2009.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />