Zum Inhalt springen

BILL

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Juni 2025 um 14:22 Uhr durch imported>Nuedel.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

BILL
Datei:Panzerabwehrlenkwaffe (25955577025).jpg
Allgemeine Angaben
Typ Panzerabwehrlenkwaffe
Heimische Bezeichnung RBS 56, Robotsystem 56
NATO-Bezeichnung BILL
Herkunftsland SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden
Hersteller Bofors (heute Saab Dynamics)
Entwicklung 1979
Indienststellung 1988<ref name="missile">BILL. In: missile.index.ne.jp. Missile Index, abgerufen am 30. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einsatzzeit im Einsatz
Stückpreis ~55.000 US-Dollar<ref name="missile"/>
Technische Daten
Länge 0,91 m
Durchmesser 150 mm
Gefechtsgewicht 10,7 kg (Rakete)<ref name="missile"/>
Spannweite 410 mm
Antrieb Feststoffraketentriebwerk
Geschwindigkeit 250 m/s (900 km/h)<ref name="missile"/>
Reichweite 150–2.000 m
Ausstattung
Lenkung Gyroskop
Zielortung SACLOS via Draht
Gefechtskopf Projektilbildende Ladung
Zünder Annäherung (Laser) oder Aufschlag
Listen zum Thema

Die RBS 56 BILL ist eine schultergestützte Panzerabwehrlenkwaffe des schwedischen Herstellers Bofors (heute Saab Dynamics), die Bezeichnung BILL ist ein Akronym für „Bofors Infantry Light and Lethal“.<ref name="eurosd">European Security & Defense: More Compact, More Versatile, More Effective – Man portable anti-tank and multi-purpose weapons</ref>

Entwicklung

Das Waffensystem BILL wurde von Bofors als Nachfolgemodell für die BANTAM entwickelt. Ein Produktionsauftrag für die schwedischen Streitkräfte erfolgte 1985. Die ersten Systeme wurden 1988 an Schweden ausgeliefert, wo sie als Robotsystem 56 (RBS 56) bezeichnet werden.<ref name="armyguide1">Army-Guide.com: BILL 1</ref> Die verbesserte Version BILL-2 wurde 1999 vorgestellt.<ref name="armyguide2">Army-Guide.com: BILL 2</ref>

Technik

Das System besteht aus einem glasfaserverstärkten Plastikrohr mit der Lenkwaffe sowie einer Steuer- und Visiereinheit, die am Rohr befestigt wird. Ein Wärmebildgerät kann oben auf die Lenkeinheit aufgesetzt werden, wobei das Bild in das Okular eingeblendet wird.

Die Waffe wird auf das Ziel gerichtet und die Rakete abgefeuert. Beim Start befördert eine kleine Ausstoßladung die Lenkwaffe mit 72 m/s aus dem Startrohr. Unmittelbar nach dem Verlassen des Rohres entfalten sich die Flügel und der Raketenmotor zündet. Dieser hat eine Brenndauer von 2 Sekunden und beschleunigt die Lenkwaffe auf 250 m/s. Die Lenkwaffe fliegt 75 cm über der Zielachse und detoniert nach ihrer Auslösung durch einen Laser-Annäherungszünder über dem Ziel.<ref name="miltod">Military-Today.com: RBS 56 BILL</ref> Die Lenkwaffenflugzeit auf die maximale Einsatzdistanz von 2000 m beträgt 11–12 Sekunden. Die Projektilbildende Ladung ist im Winkel von 30° nach unten geneigt in den Flugkörperrumpf eingebaut, womit das Ziel von oben bekämpft wird. Bei diesem Angriffsprofil muss die projektilbildende Ladung nur die dünne Dachpanzerung eines Kampfpanzers durchschlagen. Auch lassen sich so Ziele bekämpfen, die sich in Deckung befinden.

Die verbesserte Version BILL-2 ist mit zwei Hohlladungs-Gefechtsköpfen der Schweizer Firma RUAG zur Bekämpfung von Kampfpanzern mit Reaktivpanzerung ausgerüstet. BILL-2 hat eine maximale Einsatzdistanz von 2200 m.<ref name="armyguide2"/><ref name="armytech">Army-Technology.com: BILL 2 Anti-Tank Guided Weapon</ref>

Nutzer

Quelle aus<ref name="MB2019">The International Institute for Strategic Studies (IISS): The Military Balance 2019. Routledge, Vereinigtes Königreich 2019, ISBN 978-1-85743-988-5.</ref><ref name="sipri">Trade Register auf sipri.org, abgerufen am 3. Februar 2020</ref>

Einzelnachweise

<references />