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Kharaelakhit

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Kharaelakhit
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1983-080<ref name="IMA-Liste" />

IMA-Symbol

Klh<ref name="Warr" />

Chemische Formel (Cu,Pt,Pb,Fe,Ni)9S8<ref name="IMA-Liste" />
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Sulfide und Sulfosalze
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

II/B.17-030<ref name="Lapis" />

2.BB.15
02.07.05.01
Ähnliche Minerale Mackinawit, Godlevskit
Kristallographische Daten
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse; Symbol orthorhombisch-dipyramidal; 2/m2/m2/m, orthorhombisch-pyramidal; mm2 oder orthorhombisch-disphenoidisch; 222
Raumgruppe Pmmm (Nr. 47)Vorlage:Raumgruppe/47, Pmm2 (Nr. 25)Vorlage:Raumgruppe/25 oder P222 (Nr. 16)Vorlage:Raumgruppe/16
Gitterparameter a = 9,71 Å; b = 8,33 Å; c = 14,50 Å<ref name="StrunzNickel" />
Formeleinheiten Z = 4<ref name="StrunzNickel" />
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte nicht definiert
Dichte (g/cm3) berechnet: 7,78<ref name="Handbookofmineralogy" />
Spaltbarkeit nicht definiert
Farbe grau
Strichfarbe nicht definiert
Transparenz undurchsichtig
Glanz nicht definiert
Kristalloptik
Pleochroismus stark, lila bis blau

Kharaelakhit ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Cu,Pt,Pb,Fe,Ni)9S8. Die in den runden Klammern angegebenen Elemente Kupfer, Platin, Blei, Eisen und Nickel können sich in der Formel jeweils gegenseitig vertreten (Substitution, Diadochie), stehen jedoch insgesamt immer im selben Mengenverhältnis von 9 : 8 zum Schwefel.

Kharaelakhit bildet längliche Kristalle von bis zu 120 μm Größe von grauer Farbe. Genauso sind dünne Fahnen auf Braggit bekannt.

Etymologie und Geschichte

Kharaelakhit wurde 1985 von A. D. Genkin et al. auf der Taimyrhalbinsel im Norden Russlands gefunden. Das Mineral ist nach seiner Typlokalität, dem Kharaelakh-Plateau benannt.

Typmaterial des Minerals wird im Mineralogisches Museum, benannt nach A. J. Fersman (auch Fersman-Museum, FMM) unter der Inventarnummer 84282 und im mineralogischen Labor des geologischen Instituts für Erzlagerstätten, Petrographie, Mineralogie und Geologie (IGEM) in Moskau (Inventarnummer nicht dokumentiert) aufbewahrt.<ref name="IMA-Typmaterialkatalog" /><ref name="IMA-Depositories" />

Klassifikation

In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz war der Kharaelakhit noch nicht aufgeführt.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer II/B.17-030. Dies entspricht der Klasse der „Sulfide und Sulfosalze“ und dort der Abteilung „Sulfide, Selenide und Telluride mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : S,Se,Te > 1 : 1“, wo Kharaelakhit zusammen mit Godlevskit, Horomanit, Mackinawit, Samaniit und Sugakiit eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer II/B.17 bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte<ref name=IMA-Liste-2009 /> 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Kharaelakhit ebenfalls in die Abteilung „Metallsulfide, M : S > 1 : 1 (hauptsächlich 2 : 1)“ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach den in der Verbindung vorherrschenden Metalle. Das Mineral ist hier in der Unterabteilung „mit Rhodium (Rh), Palladium (Pd), Platin (Pt) usw.“ zu finden, wo es als einziges Mitglied eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer 2.BC.70 bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Kharaelakhit die System- und Mineralnummer 02.07.05.01. Das entspricht ebenfalls der Klasse der „Sulfide und Sulfosalze“ und dort der Abteilung „Sulfidminerale“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Sulfide – einschließlich Seleniden und Telluriden – mit der Zusammensetzung AmBnXp, mit (m+n) : p = 9 : 8“ als einziges Mitglied in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 02.07.05.

Kristallstruktur

Kharaelakhit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der Raumgruppe Pmmm (Raumgruppen-Nr. 47)Vorlage:Raumgruppe/47, Pmm2 (Nr. 25)Vorlage:Raumgruppe/25 oder P222 (Nr. 16)Vorlage:Raumgruppe/16, den Gitterparametern a = 9,71 Å, b = 8,33 Å und c = 14,50 Å, sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="StrunzNickel" />

Bildung und Fundorte

Kharaelakhit bildet sich unter hydrothermalen Bedingungen aus Chalkopyrit. Es ist mit diesem sowie Braggit, Bornit und Millerit vergesellschaftet. Außer in seiner Typlokalität und einem weiteren Fund in der Nähe sind keine weiteren Vorkommen bekannt.

Siehe auch

Literatur

  • John L. Jambor: New Mineral Names. In: American Mineralogist. Band 74, 1989, S. 1215–1220 (minsocam.org [PDF; 733 kB; abgerufen am 10. Januar 2026]).

Weblinks

  • Kharaelakhite. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • David Barthelmy: Kharaelakhite Mineral Data. In: webmineral.com. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Handbookofmineralogy"> </ref> <ref name="IMA-Depositories"> Catalogue of Type Mineral Specimens – Depositories. (PDF; 311 kB) Commission on Museums (IMA), 18. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IMA-Liste"> Vorlage:IMA-Liste </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: IMA/CNMNC List of Minerals 2009. (PDF; 1,9 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2024; abgerufen am 30. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IMA-Typmaterialkatalog"> Catalogue of Type Mineral Specimens – K. (PDF 226 kB) Commission on Museums (IMA), 9. Februar 2021, abgerufen am 10. Januar 2026 (Gesamtkatalog der IMA). </ref> <ref name="Lapis"> </ref> <ref name="StrunzNickel"> </ref> <ref name="Warr"> </ref> </references>