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Billafingen (Owingen)

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Billafingen
Gemeinde Owingen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(753)&title=Billafingen 47° 50′ N, 9° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(753) 47° 49′ 59″ N, 9° 8′ 22″ O
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Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 9,17 km²
Einwohner: 753 (2023)<ref>Gemeinde Owingen – Jahresberichte −Jahresbericht 2023. (PDF; 28.9 MB) S. 13, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88696
Vorwahl: 07557
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Das Dorf Billafingen ist ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Owingen im westlichen Bodenseekreis in Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Billafingen liegt im sogenannten Billafinger Tal, rund dreieinhalb Kilometer nordwestlich der Owinger Ortsmitte.

Das heutige Erscheinungsbild des Billafinger Tals entstand während der letzten Eiszeit. Der Gletscher der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit, hinterließ die Kiese und Grundmoränen bei Billafingen und dessen Schmelzwässer räumten das Billafinger Tal in seiner heutigen Form aus. Die Tobel und Schluchten der Seitentäler sind zum großen Teil in der Nacheiszeit eingeschnitten worden und befinden sich auch heute noch im Stadium lebhafter Erosion.<ref>Adolf Futterer: Billafingen Geschichte des Dorfes und des Kirchspiels. In: Herbert Berner (Hrsg.): Verein für die Geschichte des Hegaus e. V. Hegau-Bibliothek, Nr. 16. Huggle+Meurer KG, Radolfzell/Bodensee 1970, S. 8.</ref>

Ausdehnung des Gebiets

Die Gesamtfläche der Gemarkung Billafingen beträgt 917 Hektar.<ref group="A">Gemarkungsfläche 917 ha 3 a 43 m².</ref>

Gliederung

Zu Billafingen gehören das Dorf Billafingen, der Weiler Höllsteig, die Höfe Benklershof (Im Menzenmösle), Beurenhof, Hippshof, Nassental, Neubaurenhof (Thumshof), Neuhäuserhof, Neuhof, Oberfrickhof (Breitehof und Raithaldenhof), Simonshof (Bischofshof, Voglershof) und Unterfrickhof und die Häuser Drechslerhaus, Häuptlehaus, Im Hasenbühl (Akzisorhaus), Im Nägelsee (Küferhaus, Martinshof), Sattlerhaus, Wagnerhaus und Weierhaus.<ref>Vgl. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 547–626</ref>

Schutzgebiete

Auf der Gemarkung Billafingens findet sich der Heinz-Sielmann-Weiher mit drei kleinen Inseln, die geschützte Brutmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten bieten.<ref name="Gemeindeporträt">Eva-Maria Bast: Owingen. „Ich fühle mich hier pudelwohl“. In: Die Region stellt sich vor. Wir sind hier. Sonderbeilage des Südkurier vom 19. November 2010, S. 8.</ref> Er gehört zusammen mit dem Wasserbüffel-Weideprojekt zum Biotopverbund Bodensee.

Geschichte

Datei:Panorama 1444-1.jpg
Billafingen

Billafingen wird 970 erstmals in der Chronik des Klosters Petershausen erwähnt als „Pilolfhinga“. Dieser Name geht vermutlich darauf zurück, dass ein Alemanne namens „Pilolf“ das Dorf gegründet hat. In der Urkunde von 970 wird als früher Inhaber von Besitzungen und Rechten in Billafingen das Haus Bregenz angegeben.<ref>Adolf Futterer: Billafingen Geschichte des Dorfes und des Kirchspiels. In: Herbert Berner (Hrsg.): Verein für die Geschichte des Hegaus e. V. Hegau-Bibliothek, Nr. 16. Huggle+Meurer KG, Radolfzell/Bodensee 1970, S. 11.</ref>

1282 kam Billafingen in den Besitz der Ritter von Hohenfels.

1481 Kauf durch Reichlin von Meldegg.

1684 gelangte Billafingen in Besitz der Familie Roth von Schreckenstein.<ref>Adolf Futterer: Billafingen Geschichte des Dorfes und des Kirchspiels. In: Herbert Berner (Hrsg.): Verein für die Geschichte des Hegaus e. V. Hegau-Bibliothek, Nr. 16. Huggle+Meurer KG, Radolfzell/Bodensee 1970, S. 20.</ref>

1806 Übergang in die Landeshoheit des Großherzogtum Baden<ref>Adolf Futterer: Billafingen Geschichte des Dorfes und des Kirchspiels. In: Herbert Berner (Hrsg.): Verein für die Geschichte des Hegaus e. V. Hegau-Bibliothek, Nr. 16. Huggle+Meurer KG, Radolfzell/Bodensee 1970, S. 101.</ref>

Billafingen war eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Überlingen. Als dieser im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde, kam Billafingen zum Bodenseekreis. Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Billafingen am 1. Januar 1975 nach Owingen eingemeindet.<ref></ref>

Beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2010 wurde Billafingen mit Silber ausgezeichnet.

Einwohnerentwicklung

Bei der Volkszählung im Jahre 1925 wies der Ort mit 58 Wohnhäusern und 59 Familien 345 Bewohner auf.<ref>Dr. Adolf Futterer: Billafingen Geschichte des Dorfes und des Kirchenspiels. In: Herbert Berner (Hrsg.): Verein für Geschichte des Hegaus e. V. Hegau-Bibliothek, Nr. 16. Huggle+Meurer KG, Druck und Verlag, Radolfzell/Bodensee 1970, S. 1.</ref>

1925 1961 1970 2006 2016 2022
345 360 401 728 779 738<ref>Bevölkerungsstatistik. (PDF) In: Jahresbericht 2022. Gemeinde Owingen, 16. Januar 2023, abgerufen am 19. März 2024.</ref>

Wappen

Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Billafingen zeigt in Rot einen silbernen Balken mit zwei roten Ringen und im schwarzen Herzschild einen rot bezungten silbernen Einhornrumpf. Das Einhorn ist aus dem Wappen der Familie Roth von Schreckenstein entlehnt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Billafingen gibt es einen Dorf- und Naturlehrpfad mit 33 Stationen.<ref name="Gemeindeporträt" />

Auf dem Unteren Frickhof, der sich in öffentlicher Hand befindet, besteht seit 1987 ein Sortenerhaltungsgarten für Birnen, mit mehr als 400 unterschiedlichen, meist alten Sorten. Es handelt sich hierbei um Most-, Brenn-, Dörr- und Speisebirnen.<ref>Sortenerhaltungsprogramm Bodenseekreis. Abgerufen am 20. März 2024.</ref><ref>Streuobstkonzeption Baden-Württemberg – Stadt Waiblingen</ref><ref>Der Mostbirnensortengarten „Unterer Frickhof“, Owingen-Billafingen / Thomas Hepperle, Weingarten, Staatliches Liegenschaftsamt Ravensburg, 1994</ref><ref>Sebastian Pantel: Der Hüter der Birnen. Südkurier, 30. August 2012; abgerufen am 15. Januar 2017.</ref> Dieses Projekt wird auch von der Heinz Sielmann Stiftung im Rahmen des Sielmanns Biotopverbund Bodensee gefördert. Der Biotopverbund begann mit der Umsetzung des Projektes Heinz-Sielmann-Weiher, der 2004 angelegt wurde. Dieser liegt auf der Gemarkung Billafingen, hat eine Größe von 1,5 ha und bildet das Zentrum eines Feuchtbiotops von ca. 10 ha Größe.<ref>Heinz-Sielmann-Weiher Billafingen. Abgerufen am 20. März 2024.</ref>

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ein Höhepunkt des Ortsgeschehens ist die Schwäbisch-alemannische Fasnet, sie wird aktiv durch die „Narrengesellschaft Billafingen“ mit der Narrenfigur „Einhorn“ gestaltet.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Billafingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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